Diabetiker-Experte - René Gräber
 

Der Blutzuckerwerte

Mit Hilfe des Blutzuckerwertes (Blutzuckerspiegels) kann bestimmt werden, wie viel Glukose (Traubenzucker) im Augenblick der Blutentnahme im Blut enthalten ist.

Meist wird hierfür das Kapillarblut aus der Fingerbeere verwendet; es kann aber auch Blut aus den Venen entnommen werden. Im Blut muss, damit die Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers gewährleistet ist, immer ein gewisser Anteil an Zucker enthalten sein. Dieser entsteht aus über die Nahrung aufgenommenen Kohlenhydraten und wird als Lieferant für Energie für das Gehirn und alle Körperzellen benötigt. Durch Hormone (insbesondere das Hormon Insulin) wird der Blutzuckerwert geregelt.

Der Blutzuckerwert wird meist morgens und nüchtern gemessen. Nach Ansicht mancher Fachärzte ist dies jedoch ein Fehler, da sich die Zuckerwerte insbesondere nach dem Essen verändern und der Körper dann Insulin ausschüttet, um den Blutzuckerspeigel wieder zu senken. Aus dem Blutzuckerspiegel nach dem Essen können auch Risikofaktoren für Schlaganfälle oder Herz - Kreislauf- Erkrankungen abgelesen werden, selbst wenn noch keine Diabetes Erkrankung vorliegt. Der Nüchternblutzucker hingegen zeigt nur den Blutzuckerwert in diesem Moment. Daher ist eine Kombination aus beiden Messungen (Nüchternblutzuckermessung UND Messung nach dem Essen) am besten geeignet, die optimale Einstellung der Insulindosis festzulegen.

Wo sollte der Blutzuckerwert liegen?

Wenn die letzte Nahrungsaufnahme zwischen 8 und 10 Stunden her ist, sollte der Blutzucker im Blutplasma der Venen nicht mehr als 99 mg/dl (Milligramm pro Deziliter) oder 5,6 mmol/l (Millimol pro Liter) betragen. Zeigt sich bei einer Nüchternblutzuckermessung ein Wert von mehr als 125 mg/dl (7,0 mmol/l), liegt eine Diabetes-Erkrankung vor, aber schon ab 100 mg/dl (5,6 mmol/l) ist ein Prä-Diabetes sehr wahrscheinlich.
Ein Blutzuckerspiegel unter 50 mg/dl (2,8 mmol/l) ist Zeichen einer Hypoglykämie (Unterzuckerung).

Mg/dl und mmol/l

Als Patient, dessen Blutzuckerspiegel überprüft wird, sollte man darauf achten, welche Einheiten vom Arzt verwandt werden. International hat sich schon länger die Einheit Millimol pro Liter (mmol/l) durchgesetzt nur in Westdeutschland wird häufig weiterhin in mg/dl (Milligramm pro Deziliter) gemessen. Dies kann zu Verwirrungen führen, insbesondere, wenn man im Urlaub etc. zu einer ärztlichen Kontrolle muss. Daher ist es von Vorteil, immer beide Einheiten im Tagebuch festzuhalten.

Die Umrechnungsformel lautet:

Milligramm pro Deziliter x 0,0555 = Millimol pro Liter bzw. Millimol pro Liter x 18,02 = Milligramm pro Deziliter.