Diabetiker-Experte - René Gräber
 

Diabetes Symptome

Zunächst hängen diese vom Typ des Diabetes ab (genauer gehe ich weiter unten im Artikel darauf ein). Zu Beginn einer Diabetes Typ 2 Erkrankung fehlen meist jegliche Symptome - was diesen Typ 2 ja so tückisch macht...

Der Typ 2 Diabetes entwickelt sich meist über mehrere Jahre; bis eine Diagnose gestellt wird, können schon Folgeschäden an Nerven, Nieren oder den Augen aufgetreten sein.

Beim Typ 1 Diabetes setzen die Diabetes Symptome hingegen eher sehr rasch ein; die typischen Diabetes Symptome sind Gewichtsverlust, häufiges Wasserlassen (Harndrang) und ein ausgeprägter starker Durst.

Dies sind die Symptome einer Diabetes-Erkrankung:

  • übermäßiger Durst
  • häufiger Harndrang
  • nachlassendes Sehvermögen schlechte Wundheilung unerklärlicher Gewichtsverlust

Weitere mögliche Diabetes Symptome sind:

  • Müdigkeit
  • Leistungsabfall
  • Heißhunger
  • schlecht heilende Wunden
  • Juckreiz am ganzen Körper
  • Potenzstörungen

Bei der Erstdiagnose eines Diabetes mellitus finden sich sehr vielfältige Symptome. Bei einem Diabetes mellitus Typ I fallen zunächst häufig ein erhöhter Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie) oder eine sogenannte diabetische Ketoazidose (durch den Diabetes bedingte Entgleisung des Stoffwechsels).

Beim Typ II Diabetes mellitus findet man auch die Symptome eines erhöhten Blutzuckerspiegels oder ein hyperglykämisch-hypersomolares Koma (eine Bewusstlosigkeit, die durch absoluten oder relativen Insulinmangel ausgelöst wird).

Symptome eines erhöhten Blutzuckerspiegels sind in der Regel vermehrter Harndrang, der von einem erhöhten Durstempfinden begleitet wird, und ein unerklärlicher Gewichtsverlust. Am Ende dieser Symptomatik steht die Dehydratation.

Weitere Symptome sind Einschränkungen der Sehkraft, Müdigkeit, Erbrechen und eine Häufung von Pilzinfektionen und bakteriellen Infektionen. Oft besteht beim Patienten mit einem Diabetes Typ II die symptomatische Hyperglykämie schon über mehrere Tage oder Wochen, bevor ein Arzt aufgesucht wird. Bei Frauen tritt der Typ II Diabetes mellitus oft in Verbindung mit einem vaginalen Juckreiz aufgrund einer genitalen Pilzinfektion auf. Auch treten starke Hauttrockenheit, schlechte Heilung von Wunden, Gefühle von Taubheit in den Gliedmaßen und sexuelle Probleme im Zusammenhang mit einem Diabetes mellitus Typ II Erkrankung auf.

Spätkomplikationen

Späte Komplikationen treten nach einigen Jahren auf, wenn die Einstellung des Blutzuckers schlecht war. Die Glukosekonzentrationen sind dabei in allen Zellen außer den Muskelzellen erhöht; außerdem werden andere Stoffwechselwege aktiviert, was zu Komplikationen führen kann. Das Auftreten der meist auf die kleinsten Blutgefäße bezogenen Komplikationen kann durch eine sehr enge Einstellung der Blutzuckerwerte verzögert, verhindert und sogar rückgängig gemacht werden.

Eine weitere Spätkomplikation ist das Auftreten einer Retinopathie(Netzhauterkrankung). Zunächst bleibt diese vom Betroffenen häufig unbemerkt, da die Sehkraft kaum eingeschränkt ist. Jedoch kann eine unbehandelte Retinopathie des Augenhintergrundes zu einem Makulaödem (Wasseransammlung im Bereich des gelben Flecks im Auge) oder einer Ablösung der Netzhaut führe, die schließlich in der vollständigen Erblindung gipfelt. Im Verlauf der Erkrankung entwickeln ungefähr 85% alle Diabetiker eine mehr oder weniger ausgeprägte Retinopathie.

Bei ca. 34% der Diabetiker des Typs I und einem Teil der Typ II Diabetiker entwickelt sich eine Nephropathie (Entzündung der Nieren oder Einschränkungen der Nierenfunktion).

Auch Neuropathien (Nervenentzündungen) sind häufig. Die diabetische Neuropathie tritt normalerweise als distale, symmetrische und vorwiegend sensorische Polyneuropathie auf. Die sensorischen Symptome beginnen im Bereich der Extremitäten (Hände und Füße fühlen sich an, als würden Socken oder Handschuhe getragen) und haben dort auch ihre stärksten Ausprägungen. Eine diabetische Polyneuropathie kann mit Kribbeln, Taubheitsgefühl und Parästhesien (beispielsweise ein "eingeschlafenes Bein") einhergehen. Seltener sind Beeinträchtigungen durch schwere, tief sitzende Schmerzen und Hyperästhesien (Überempfindlichkeit für Berührungsreize). Die Muskeleigenreflexe sind meist abgeschwächt oder nicht auslösbar.

Diese Komplikationen und Spätsymptome treten nur bei schlecht eingestelltem oder einem zu spät eingestellten Diabetes mellitus auf. Daher ist es von größter Bedeutung, auf die Symptome seines Körpers zu achten und bei Änderungen einen Arzt zur Diagnosestellung aufzusuchen. Auch in Apotheken kann heute durch einen Blutzuckertest (siehe auch Diabetes Test) eine erste Diagnose gestellt werden, die aber in jedem Falle von einem Arzt überprüft werden sollte.

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