Der orale Glucosetoleranztest
Der orale Glucosetoleranztest wird angewendet, wenn es nicht
ganz klar ist, ob Sie an Diabetes erkrankt sind oder nicht.
Das ist z. B. dann der Fall, wenn Ihre Blutzuckerwerte in
Ordnung sind, obwohl Sie unter Begleiterscheinungen der
Diabetes leiden.
Dann wird Ihre Glucosetoleranz getestet.
Dazu müssen Sie sich 3 Tage lang wirklich kohlenhydratreich
ernähren. Dann dürfen Sie 10 Stunden lang nichts essen und
trinken. Bei Ihrem Arzt erhalten Sie dann ein Gemisch aus 75 g
Traubenzucker auf 250 ml Wasser oder Tee.
Nach einer und nach zwei Stunden, nachdem Sie dieses Gemisch
getrunken haben, wird Ihnen Blut abgenommen, aus dem dann der
Blut-zuckerwert bestimmt wird.
Ist Ihr Blutzuckerwert nach 2 Stunden höher als 140 mg/dl,
dann ist Ihre Glucose-Intoleranz gestört. Liegt er nach dieser
Zeit höher als 200 mg/dl Blut, dann sind Sie an Diabetes
erkrankt.
Der Nachteil des oralen Glucosetoleranztests ist, dass
er etwas "fehleranfällig" ist.
Es gibt einige Faktoren, die das Ergebnis verzerren oder
verfälschen können. Zu diesen Fehlern gehören ein
gerade überstandener Herzinfarkt, ein gerade abgeklungener
Infekt oder zum Beispiel ein gerade beginnender Infekt
(z.B. eine Erkältung) oder auch sehr unregelmäßige
Schlafgewohnheiten.
Nehmen Sie regelmäßig Medikamente, egal welcher Art, sollten
Sie Ihren Arzt auf jeden Fall darauf hinweisen, denn auch diese
können den oralen Glucosetoleranztest verfälschen.
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