Richtige Ernährung bei Diabetes Typ
2
Sie müssen Ihre Ernährung gar nicht komplett
umstellen. Bereits kleine Veränderungen haben
eine große Wirkung.
9 Tipps mit denen Sie sich vor Typ 2 Diabetes
(Altersdiabetes) schützen
1. Essen Sie mehr
Obst und Gemüse und weniger Fett und einfache
Kohlenhydrate wie Zucker und Weißmehl. Diese Empfehlung
zielt einfach auf eine "gesündere Ernährung"
2. Reduzieren Sie
Übergewicht. Bereits 5
Kilo Übergewicht verdoppelt das
Diabetes-Risiko. Wenn Sie 10 Kilo zu viel
wiegen, verdreifacht sich das Risiko sogar. Durch
das geringere Gewicht, verbessert sich auch der
Blutzuckerspiegel.
3. Reduzieren Sie die tierischen
Fette. Fleisch - Wurst und Co. erhöhen nämlich
ebenfalls den Blutzuckerspiegel.
Dagegen verringern Omega-3-Fettsäuren
das Risiko, eine sog. Insulinresistenz zu
entwickeln. Omega-3-Fettsäuren halten die Zellwände
"flexibel" und können dadurch die Aufnahme von
Insulin verbessern. Setzen Sie daher ruhig dreimal pro
Woche Fisch auf Ihrem Speiseplan. Ersetzen Sie
außerdem Ihr normales Öl gegen Leinöl, das rund 50 %
Omega-3-Fettsäuren enthält. Ich persönlich nehme das Öl
in Kapseln zu mir, weil ich Leinöl nicht mag.
4. Häufig hört man,
dass man bei Diabetes Wein oder Bier trinken
sollte,weil sich das positiv auf den
Blutzuckerspiegel auswirken soll - obwohl der Alkohol im
Körper ja in Zucker umgewandelt wird... Zusätzlich
entzieht Alkohol dem Körper
Magnesium. Aber gerade das Magnesium brauchen Sie,
denn eine gute
Versorgung mit Magnesium senkt Ihr
Diabetes-Risiko um 75 %.
Verzichten Sie daher lieber auf Wein und Bier und trinken
Sie zum Beispiel magnesiumreiches Mineralwasser. Ihr
Tagesbedarf an Magnesium beträgt 300 bis 400 mg. Vergleichen
Sie einmal die verschiedenen Mineralwässer und Sie werden
feststellen, dass die mit dem höchsten Magnesiumanteil auch am
teuersten sind (weil am seltensten...); wenn Sie das nächste
mal im Getränkemarkt sind, schauen Sie sich die Heilwässer auch
an. An ein Heilwasser werden nämlich andere Kriterien gestellt
als an ein Mineralwasser.
5. Ballaststoffe sorgen
dafür, dass der Blutzuckerspiegel stabil bleibt. Essen
Sie mehr Vollkornprodukte, aber auch Obst und
Gemüse. Damit senken Sie Ihr Diabetes-Risiko um 45
%. Nehmen Sie täglich wenigstens 30 Gramm
Ballaststoffe zu sich.
6. Wenn Sie unter einer
beginnenden Insulinresistenz leiden, stellt sich die
Frage, was Sie tun können... Gezieltes Krafttraining trainiert
die schnellen Muskelfasern auf, die den Zucker verbrennen
und dadurch natürlich den Blutzuckerspiegel
senken.
Diabetiker verfügen oft zu wenig von diesen
Muskelfasern. Ich empfehle den Patienten sich in einem
Fitnessstudio anzumelden. Nach meiner Erfahrung können
Patienten mit einem Typ 2 Diabetes, der nicht länger als 6
Monate besteht, durch ein richtiges Fitnesstraining die
Blutzuckerwerte wieder völlig normalisieren.
7. Sehen Sie
weniger Fernsehen! Studien haben
gezeigt, dass Menschen, die weniger als 10
Stunden in der Woche fernsehen, ein 46%
geringeres Diabetes-Risiko haben. Wahrscheinlich
liegt das auch daran, dass Menschen, die viel
Fernsehen konsumieren, sich auch zu wenig
bewegen. Übrigens: Falls Sie es eben anders
gelesen haben sollten: 10 Stunden. Pro Woche. NICHT pro
Tag... das sind deutlich weniger als zwei Stunden po
Tag.
8. Meiden Sie Transfettsäuren
unter allen Umständen. Ich nehme an, dass Sie
(wie die meisten Menschen) keine Ahnung haben, was
Transfettsäuren sind - macht nichts.
Transfettsäuren entstehen bei der industriellen Verarbeitung
von Lebensmitteln; sie "verstecken" sich auch hinter dem Namen
„gehärtete Fettsäuen”. Enthalten sind Transfettsäuren zum
Beispiel in Pommes oder anderen Speisen, die frittiert werden.
Sie finden Transfettsäuren aber auch in vielen anderen
Produkten in den Sie diese nicht vermutet hätten.
Lesen einfach mal die Zutatenliste beim nächsten Einkauf.
Transfettsäuren erhöhen Ihr Diabetesrisiko um 40
%, wenn Sie mehr als 3 Gramm täglich
davon aufnehmen. Ich halte Transfettsäuren für
wesentlich bedenklicher als Cholesterin: selbst wenn Sie
ÜBERHAUPT kein Cholesterin mehr Essen würden, könnten Sie Ihren
Cholesterin-Spiegel um höchstens 15-20% senken.
9. Nehmen Sie
täglich wenigstens 50 µg
Selen ein, besser 100 oder sogar 200µg.
Selen verbessert die Aufnahme des Insulins in die Zellen,
so dass eine Insulinresistenz vermieden wird. 200 µg
Selen sind zum Beispiel in 150 g Hering,
Tunfisch oder Paranüsse enthalten und auch in
100 g Weizenkleie. Allerdings empfehle ich Paranüsse
wegen des Allergiepotentials nicht. Ich
empfehle generell ein
Selen-Präparat.
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