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Grundlagen

Diabetes Typ 2 – Fakten zu Diabetes Typ II

Der Diabetes mellitus Typ II ist normalerweise der Diabetestyp, der bei Patienten gefunden wird, die schon im Seniorenalter sind. Dieser Umstand führte dazu, dass der Diabetes Typ II früher auch als „Alterszucker“ bezeichnet wurde.

Da sich jedoch die Ernährungsgewohnheiten und auch die Bewegungsfreude der Menschen zunehmend verschlechtern, kommt er heute aber auch zunehmend bei jüngeren Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen vor.

Als Diabetes mellitus Typ II wird eine Stoffwechselerkrankung bezeichnet, die chronisch iund bei der der Blutzuckerspiegel gesundheitsschädlich erhöht ist.

Durch den erhöhten Blutzuckerwert werden längerfristig Nerven geschädigt und auch Blutgefäße geschädigt, was verschiedene organische Folgeerkrankungen hervorrufen kann. Dazu gehören beispielsweise Schäden an der Netzhaut, Erektionsprobleme, Schwächung der Nierenfunktion, Schlaganfälle oder Herzinfarkte.

Der Name „Diabetes mellitus“ entstammt einem alten, ägyptischen Papyrus, in welchem diese Erkrankung auch schon beschrieben wird. Da der Urin eines Erkrankten zuckersüß war, wurde der Krankheit der Name „Diabetes mellitus“ (Durchfluss, süß wie Honig) gegeben.

Häufigkeit des Diabetes mellitus II in Deutschland

Aktuell sind ungefähr 6,3 Millionen Menschen in Deutschland an Diabetes II erkrankt und werden daher medikamentös behandelt. Es wird vermutet, dass ca. 3,7 Millionen weitere Menschen in Deutschland schon an Diabetes II erkrankt sind, die Erkrankung jedoch noch nicht diagnostiziert worden ist und weitere 10 Millionen Menschen sich in einem Zustand einer Prädiabetes befinden.

Diese haben ein hohes Risiko, im Verlauf der nächsten Jahre an Diabetes II zu erkranken.

Die Mortalitätsrate bei Personen, die an Diabetes II erkrankt sind, ist im Vergleich zur Standardbevölkerung erhöht. In Deutschland wurde in einer 30jährigen Studie festgestellt, dass bei Diabetikern ein durchschnittlicher Lebenszeitverlust von 5,3, bei Diabetikerinnen von 6,4 Jahren zu verzeichnen ist.

Im Rahmen dieser Studie wurden neuerkrankte Diabetiker und Diabetikerinnen im Verlaufe ihrer Erkrankung begleitet und beobachtet.

Wie entsteht ein Diabetes mellitus Typ II?

Die Erkrankung an der Diabetes Typ II geht zunächst auf eine genetische Veranlagung zurück, die durch Bewegungsmangel und Übergewicht noch gefördert wird.

In Folge dessen kommt es zu einer Insulinresistenz des Körpers, was bedeutet, dass die Zellen eine Unempfindlichkeit gegen das Insulin aufbauen und dieses den Zucker nicht mehr einbringen kann. Der Zucker verbleibt im Blut, der Blutzuckerspiegel steigt.

Zunächst versucht die Bauchspeicheldrüse, die Insulinresistenz der Zelle zu überwinden und produziert in den Betazellen mehr Insulin. Doch nach einiger Zeit sind die Zellen nicht mehr in der Lage, große Mengen an Insulin herzustellen und so steigt der Blutzuckerspiegel wieder an.

Neben Verhaltensumstellungen können oft auch Tabletten helfen, die Insulinresistent rückgängig zu machen. Die funktioniert jedoch nur, wenn die Erkrankung frühzeitig erkannt und behandelt wird.

Die Kosten des Diabetes mellitus II

Das deutsche Gesundheitswesen wird durch den Anstieg der Erkrankungen an Diabetes mellitus II und an der Tatsache, dass die Menschen immer früher im Leben erkranken, stark belastet. In zahlreichen Studien konnte bewiesen werden, dass Diabetiker durchschnittlich erheblich höhere Behandlungs- und Gesundheitskosten verursachen als die Standardbevölkerung.

Eine Studie wies beispielsweise nach, dass im Mittel die jährlichen Pro- Kopf- Kosten eines an Diabetes Typ II erkrankten Menschen bei ca. 4.500 EUR liegen. Die vergleichbaren Kosten für Nicht-Diabetiker liegen hingegen bei nur ca. 2260 EUR. Diese Werte beziehen sich jedoch nur auf die direkten Kosten für Behandlungen und Gesundheitsfürsorge.

Hinzu kommen noch die indirekten Kosten für Zeiten der Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung, die nochmals ungefähr 1.500 EUR pro Erkranktem ausmachen. Dabei wird allerdings nicht zwischen den einzelnen Diabetesarten unterschieden, diese Werte gelten für alle auftretenden Diabetesformen.

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