Diabetiker-Experte - René Gräber
 

Vitamine in der Diabetes Therapie

Die klassische Diabetes Therapie konzentriert sich im wesentlichen auf Medikamente: Antidiabetika und die Insulintherapie. Ich halte dies für einen großen Fehler, den Vitalstoffe (v.a. Vitamine und Spurenelemente) können die Blutzuckerwerte enorm verbessern.

Vitamin E bei Diabetes

Mit diesem Vitamin senken Sie Ihr Risiko, ein Blutgerinnsel zu bilden. Zudem senkt es die Bildung von LDL-Cholesterin, das zur Arteriosklerose führen kann. Vitamin E ist in 40 g Walnüssen, 19 g Sonnenblumenöl oder 200 g Schwarzwurzeln enthalten – mit diesen Mengen decken Sie Ihren Tagesbedarf von 12 mg Vitamin E.

Vitamin B bei Diabetes

Die Vitamine der B-Reihe versorgen das Nervensystem mit Energie. Aber gerade bei Diabetikern gehen die B-Vitamine in großen Mengen über den Urin verloren. Wichtig sind bei der Zuckerkrankheit die Vitamine B1 (Vitamin B1 bei Diabetes), B6 und B12.

Diese Mengen finden Sie zum Beispiel in 240 g Naturreis, 400 g Bananen, 300 g Avocado 200 g Brie, 100 g Ziegenkäse, 200 ml Buttermilch, 200 g Pfifferlinge oder 400 g Erbsen.

Folsäure bei Diabetes

Auch die Folsäure ist eigentlich ein B-Vitamin. Fehlt es, kommt es zu erhöhten Homocystein-Werten; immerhin 30 % aller Diabetiker sind davon betroffen.

Dadurch steigt das Risiko von Gefäßkrankheiten noch weiter an und damit auch die Gefahr, Herzinfarkte oder einen Schlaganfall zu erleiden. Sie brauchen pro Tag 160 pg. Enthalten ist diese Menge in 300 g Blattspinat, 300 g Chinakohl, 200 g Fenchel oder 200 g Rote Beete.

Zink bei Diabetes

Auch das Spurenelement Zink wird bei Diabetikern verstärkt über den Urin ausgeschieden. Fehlt Zink, wird die Glucose-Aufnahme weiter gestört. Weiterhin kommt es zu Störungen in der Wundheilung sowie zu einer allgemeinen Infektanfälligkeit.

Sie brauchen pro Tag 10 bis 20 mg Zink. Diese Menge Zink finden Sie in 500 g Vollkornbrot, 100 g Weizenkeime, 190 g getrocknete Pfifferlinge oder 230 g mageren Hartkäse. Merken Sie sich diese Lebensmittel als diejenigen, welche zinkhaltig sind.

Sie sollten immer mal wieder auf Ihrem Speiseplan stehen. Dennoch können Sie als Diabetiker Ihren Zinkbedarf nicht allein über die Nahrung decken. Ich empfehle meinen Diabetes-Patienten zusätzlich ein Zinkpräparat einzunehmen.

Magnesium bei Diabetes

Magnesium wird für alle Prozesse benötigt, bei denen Energie gewonnen wird. Laborwerte belegen aber, dass die Hälfte der Diabetiker viel zu geringe Magnesiumwerte aufweisen. Gerade dieser Mangel kann gefährliche Folgen haben.

Ein zu niedriger Magnesiumspiegel verringert die Wirkung des Insulins. Zu wenig Magnesium ist auch für Schäden an der Netzhaut mitverantwortlich. Sie brauchen pro Tag 300 bis 600 mg Magnesium.

Enthalten ist diese Menge in 200 g Spinat, 3 Bananen, 100 g Sesam, oder 100 g Sonnenblumenkernen. Leider ist die Bestimmung des Magnesiumwertes im Blut keine Kassenleistung und wird daher bei den allermeisten Patienten nicht bestimmt.

Taurin bei Diabetes

Taurin ist eine Aminosäure, die Sie über Eiweißprodukte zu sich nehmen. Taurin verringert die Verklumpung von Blutplättchen und schützt Sie dadurch vor der Bildung von Blutgerinnseln – und damit als Diabetiker vor Herzinfarkten und Schlaganfall.

Ernähren Sie sich daher möglichst mit qualitativ hochwertigem Eiweiß, um sich ausreichend mit Taurin zu versorgen. Geeignete Eiweißquellen sind zum Beispiel Kartoffeln mit Quark oder Linsengerichte, Hülsenfrüchte allgemein.

Omega-3-Fettsäuren bei Diabetes

Omega 3 Fettsäuren können die Triglyceride senken. Triglyceride erhöhen gerade bei Diabetikern das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfälle.

Außerdem hemmen Omega-3-Fettsäuren Entzündungen und halten das Blut flüssig, so dass sich keine Thrombosen entwickeln können. Essen Sie zwei bis dreimal pro Woche fetten Fisch, denn so decken Sie Ihren Bedarf an Omega-3-Fettsäuren. Geeignete Fischarten sind Lachs, Forelle oder Makrele.

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