Alpha-Liponsäure wird wegen ihrer wichtigen Funktionen als Cofaktor bei biochemischen Umsetzungen zu den Vitaminoiden gezählt. Dabei handelt es sich um Vitalstoffe, die zwar nicht zu den Vitaminen gehören, aber vitaminähnliche Eigenschaften haben. Ausführlich zur Alpha-Liponsäure und die umfassende Studienlage hatte ich bereits hier veröffentlicht: Für was ist Alpha-Liponsäure gut? Wann nimmt man diese ein?

Was macht die Alpha-Liponsäure?

Ich versuche es so einfach wie möglich zu formulieren:

Die Alpha-Liponsäure (kurz: ALA) ist eine schwefelhaltige Verbindung, die im Körper eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel spielt. Sie hilft dabei, bestimmte chemische Prozesse zu unterstützen, bei denen Wasserstoff- und Acyl-Gruppen übertragen werden.

Im Energiestoffwechsel ist ALA ein Bestandteil des Pyruvat-Dehydrogenase-Komplexes, der in den Mitochondrien arbeitet – den „Kraftwerken“ der Zellen. Dieser Prozess ist essenziell, um Glukose (Zucker) abzubauen und Energie daraus zu gewinnen, sowohl in sauerstoffarmen (Glykolyse) als auch in sauerstoffreichen (Citratzyklus) Bedingungen. Das diskutiere ich in folgendem Beitrag genauer: Übersäuerung und mitochondriale Aspekte der Alpha-Liponsäure

Da diese Energiegewinnung besonders in Nervenzellen intensiv stattfindet, wurde ALA auch im Zusammenhang mit Nervenerkrankungen untersucht. Sie kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden und so direkt im Gehirn wirken.

Neben ihrer Rolle im Energiestoffwechsel hat Alpha-Liponsäure antioxidative Eigenschaften und schützt die Zellen vor schädlichen freien Radikalen. Zudem aktiviert sie bestimmte Enzyme in den Nervenzellen, wie die Natrium-Kalium-ATPase, die für die Funktion der Nerven wichtig ist.

Trotz ihrer kurzen Verweildauer im Körper zeigt Alpha-Liponsäure viele vielversprechende Eigenschaften, gerade auch im Hinblick auf die Unterstützung bei Diabetes und Nervenschäden.

Studie belegt Nutzen bei diabetischer Neuropathie

Australische Forscher untersuchten im Rahmen der Sidney-Studie die Wirkung von Alpha-Liponsäure bei diabetischer Neuropathie. Die 120 Teilnehmer litten an der Form der sensomotorische Polyneuropathie im Stadium 2. Voraussetzung zur Studien-Teilhabe war ein gut eingestellter Diabetes, sodass die Stoffwechsellage der Patienten stabil war.

60 der untersuchten Menschen erhielten 14 intravenös verabreichte Einzeldosen von 600 mg Alpha-Liponsäure verteilt auf 5 Tage einer Woche. Die Wirkung verglichen die Forscher mit einer Gruppe von 60 anderen Teilnehmern, die lediglich ein Placebo erhielten.

Vorrangiger Parameter zur Beurteilung war der Total Symptom Score (TSS), der sich in der Verum-Gruppe um durchschnittlich 5,7 Punkte verbesserte, während es in in der Placebo-Gruppe nur 1,8 Punkte waren.

Daneben ermittelten die Forscher die Parameter NIS (Neuropathy Signs (NIS), Neuropathie-Symptome (NSC), die Nervenleitgeschwindigkeit und die Werte der QST (Quantitative Sensation Tests) sowie die Funktion des vegetativen Nervensystems (Autonomic Test).

Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass Alpha-Liponsäure die Beschwerden bei diabetischer Neuropathie lindern kann. Schmerzen, Taubheit der Hautempfindung und Kribbel in den Extremitäten gehen unter der Wirkung des Vitalstoffes nachweislich zurück.

Auch die orale Einnahme verspricht Besserung

Patienten mit diabetischer Neuropathie können Alpha-Liponsäure in Tablettenform anwenden, wobei die Einnahme auf leeren Magen erfolgen soll. Dazu soll viel Flüssigkeit getrunken werden, um ein starkes Brennen und Schleimhautreizungen zu verhindern.

Besonders erfolgreich ist die Medikation Zusammenwirken mit anderen Antioxidantien, die aber 20 Minuten nach der oralen Aufnahme von Alpha-Liponsäure eingenommen werden sollen.

Die Applikation von Alpha-Liponsäure ist (eigentlich) nebenwirkungsfrei und kann auch bei anderen Beschwerden wie mitochondrialen Dysfunktionen helfen. Daneben ist der Vitalstoff zur Quecksilberentgiftung geeignet, weil das Schwermetall gelöst wird. Dabei entstehen komplexe wasserlösliche Verbindungen, die ausgeschieden werden. Alpha-Liponsäure ist also auch ein sogenannter „Chelatbildner“. Dazu hatte ich hier mehr geschrieben im Zusammenhang mit dem sogenannten Cutler-Protokoll: Die Ausleitung & Entgiftung nach dem Cutler-Protokoll – Entgiftung und Entschlackung

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Dieser Beitrag wurde 2009 erstmalig erstellt und letztmalig am 9.12.2024 überarbeitet und ergänzt.

Beitragsbild: 123rf.com – Vladimir-Soldatov

Vitabasix präsentiert ein Präparat (Diabetichron), das laut wissenschaftlicher Forschung und klinischer Erfahrung sehr effizient die Sensibilität der Zellen für das Hormon Insulin stärkt und die Glukose-Spiegel im Blut stabilisiert.

Weitere positive Nebeneffekte sollen sein: Steigerung der Energie, leichte Gewichtsabnahme und Verbesserung der Sehkraft – alles Faktoren, die eng im Zusammenhang mit Diabetes stehen.

Ich wurde nach diesem Mittel gefragt und habe mir das einmal angesehen.

Das Präparat Diabetichron

das in zwei Varianten unterteilt ist: eine für den Morgen (AM Kapsel) und eine für den Abend (PM Kapsel). Hier sind die Inhaltsstoffe für beide:

AM Kapsel (Morgen):

  • Banaba Blattextrakt: 12 mg pro Kapsel, Tagesdosis 24 mg
  • Chrom (als Chrompolynikotinat): 100 mcg pro Kapsel, Tagesdosis 200 mcg
  • Gymnema sylvestre Blattextrakt: 150 mg pro Kapsel, Tagesdosis 300 mg
  • Bittermelone Fruchtextrakt: 75 mg pro Kapsel, Tagesdosis 150 mg
  • Vitamin C: 125 mg pro Kapsel, Tagesdosis 250 mg
  • N-Acetylcystein: 75 mg pro Kapsel, Tagesdosis 150 mg
  • Vitamin E (als D-Alpha-Tocopherylsäuresuccinat): 18 mg pro Kapsel, Tagesdosis 36 mg
  • Bockshornklee Samenextrakt: 37,5 mg pro Kapsel, Tagesdosis 75 mg
  • Heidelbeer Fruchtextrakt: 12,5 mg pro Kapsel, Tagesdosis 25 mg
  • Alpha-Liponsäure: 50 mg pro Kapsel, Tagesdosis 100 mg
  • Coral Calcium®: 50 mg pro Kapsel, Tagesdosis 100 mg
  • Bioperine®: 1,25 mg pro Kapsel, Tagesdosis 2,5 mg

Andere Inhaltsstoffe:

  • Tricalciumphosphat, Magnesiumstearat, SiO2, Reismehl.

PM Kapsel (Abend):

  • L-Carnitin: 35 mg pro Kapsel, Tagesdosis 70 mg
  • Enzym-Komplex (Amylase, Cellulase, Lipase, Protease): 12,5 mg pro Kapsel, Tagesdosis 25 mg
  • Biotin: 150 mcg pro Kapsel, Tagesdosis 300 mcg
  • Magnesium (Mg): 125 mg pro Kapsel, Tagesdosis 250 mg
  • Alpha-Liponsäure: 100 mg pro Kapsel, Tagesdosis 200 mg
  • Coral Calcium®: 12,5 mg pro Kapsel, Tagesdosis 25 mg
  • Bioperine®: 1,25 mg pro Kapsel, Tagesdosis 2,5 mg

Andere Inhaltsstoffe:

  • Reismehl, Stearinsäure, Magnesiumstearat, SiO2.

Hier ein Screenshot der Inhaltsstoffe von der Webseite der Herstellerfirma:

Screenshot mit den Inhaltsstoffen von Diabetichron

Beurteilung

Banaba Blattextrakt: dieses wird öfter in Ergänzungsmitteln verwendet, da er Corosolsäure enthält, die möglicherweise zur Verbesserung der Blutzuckerregulierung beitragen kann. Macht also Sinn.

Chrom: Spurenelement, das manchmal zur Verbesserung der Insulinsensitivität und zur Unterstützung des Kohlenhydratstoffwechsels eingesetzt wird. Chrom halte ich für unentbehrlich!

Gymnema sylvestre: Traditionell genutzt zur Unterstützung der Glukosehomöostase. Es wird angenommen, dass es bei der Reduzierung von Zucker-Cravings helfen könnte.

Bittermelone: Kann hypoglykämische Effekte haben und wird in der traditionellen Medizin zur Behandlung von Diabetes genutzt. Auch ein Klassiker.

Vitamin C und E: Antioxidantien, die helfen können, oxidative Stressschäden zu reduzieren, welche bei Diabetes Typ 2 erhöht sein können. Klar – ohne C geht nichts. E kann man diskutieren.

N-Acetylcystein: Eine Vorstufe des Antioxidans Glutathion und könnte helfen, oxidativen Stress zu reduzieren – und von dem haben Diabetiker reichlich. Macht also Sinn.

Alpha-Liponsäure: Ein weiteres Antioxidans, das in einigen Studien mit einer Verbesserung der Insulinsensitivität in Verbindung gebracht wurde. Auch klar.

Magnesium: Ein Mineral, das bei Menschen mit Diabetes oft niedrig ist und das für viele Körperprozesse, einschließlich der Regulierung des Blutzuckers, wichtig ist. Davon haben fast alle Diabetiker viel zu wenig.

Enzym-Komplex: Kann die Verdauung unterstützen.

Biotin: Ein B-Vitamin, das im Stoffwechsel eine Rolle spielt und dessen Mangel mit Blutzuckerproblemen in Verbindung gebracht wurde.

L-Carnitin: Beteiligt am Fettsäurestoffwechsel und könnte zur Energieproduktion beitragen. Sinnvoll.

Coral Calcium®: Eine Calciumquelle, aber der spezifische Nutzen im Zusammenhang mit Diabetes ist weniger klar. Da fehlen mir Erfahrungen.

Bioperine®: Ein Extrakt aus schwarzem Pfeffer, der die Bioverfügbarkeit anderer Inhaltsstoffe erhöhen kann. Kann man machen, aber auch hier fehlen mir Erfahrungen.

Fazit

Die Firma Vitabasix hat sich wirklich Gedanken gemacht und alle natürlichen Stoffe, Pflanzen, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in ein Präparat gepackt, die nachweislich bei Diabetes Typ II helfen können.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 25.3.2024 überarbeitet und ergänzt.

Diabetes Symptome sollten Sie für ein gutes Management und für eine Komplikationsprophylaxe kennen.

Auch einem sehr gut eingestellten Diabetiker kann es passieren, dass sein Zuckerspiegel zu weit nach oben oder unten abweicht.

Daher müssen Sie die Anzeichen einer Unter- und Überzuckerung kennen, um sofort reagieren zu können. Sie und Ihre Angehörigen müssen wissen, was in diesem Fall zu tun ist. Nur dann können Sie schwere Folgen, die bis zum Tod führen können, vermeiden.

Weder eine Überzuckerung, noch Unterzuckerung dürfen Sie als Diabetiker auf die leichte Schulter nehmen.

Beides kann zu Bewusstlosigkeit, im Extremfall bis zum lebensbedrohlichen Koma führen. Erkennen Sie oder Ihre Angehörigen dagegen die Diabetes Symptome rechtzeitig, können Sie schnell die richtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen ergreifen.

Dies ist auch für ein gutes Diabetes Management und eine Komplikationsprophylaxe wichtig.

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Die Insulin Spritze

Die Insulin Spritze gleicht einer normalen Einweg-Spritze. Mit der Insulin Spritze wird das Insulin in das Unterhaut-Fettgewebe injiziert.

Anhand der Markierungen auf der Spritze erkennt man ziemlich genau, wie viel Insulin injiziert wird. Die Insulin Spritze ist relativ selten geworden. Achten Sie bei der Insulin Spritze darauf, dass es zwei verschiedene Sorten von Spritzen gibt: die U40- und die U100-Spritzen.

Achten Sie darauf, dass Sie die Spritze kaufen, die zu Ihrem Insulin passt, denn U100-Insulin, mit einer U40-Spritze injiziert, führt zu Unterzuckerung. Spritzen Sie U40-Insulin mit einer U100-Spritze, kommt es zur Überzuckerung.

Der Insulin Pen

Der Insulin Pen ist ein Gerät, welches einem sehr großen Kugelschreiber relativ ähnlich sieht. Der Insulin Pen ist auch relativ einfach zu bedienen und dessen Genauigkeit bei der Dosierung ist gut und die Handhabung ist einfach.

Es gibt verschiedene Varianten eines Insulin-Pens. Es gibt Pens mit Dosierung in Einer-Schritten, die geeignet sind, wenn man einen niedrigen Insulin-Bedarf hat. Bei einem höheren Insulin Bedarf, wählt man im allgemeinen einen Pen mit Zweierschritten in der Dosierung.

Wichtig zu wissen ist, das jedes Insulin-Pen-Modell anders funktioniert. Mein Tip: Lassen Sie sich das Modell genau erklären…

Früher war es üblich, dass Sie als Diabetiker lernten, mit einer Einmal-Spritze umzugehen, um sich Insulin zu spritzen. Wenn Sie einen Pen verwenden, verzichten Ärzte oft darauf.

Praxistipp: Erlernen Sie auf jeden Fall, wie man mit der Spritze umgeht, auch wenn Sie einen Insulin-Pen verwenden. Falls der Pen einmal defekt ist, sind Sie auf die Spritze angewiesen – und dann müssen Sie mit dieser umgehen können.

Mehr zum Thema: Diabetes Therapie

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Ein Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) kommt sehr häufig als Begleiterscheinung einer Schwangerschaft vor. Meist entsteht dieser erstmalig ohne Vorbelastung in der Schwangerschaft und heilt nach der Geburt auch wieder vollkommen aus.

Wird er jedoch nicht erkannt, kann diese Erkrankung eine Gefährdung von Mutter und Kind bergen. Daher ist es notwendig, alle Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen, damit ggf. eine Behandlung eingeleitet werden kann.

Was ist ein Gestationsdiabetes, wie entsteht er?

Ein Schwangerschaftsdiabetes ist ein durch die Schwangerschaft und die damit verbundene Hormonumstellung entstehende Kohlenhydrat – Stoffwechselstörung.

Jedoch kann auch ein Diabetes schon vor der Schwangerschaft bestanden haben – dies zeigt sich erst dann, wenn die Geburt stattgefunden hat, der Diabetes jedoch bleibt. Bei ca. 8% der Schwangeren entwickelt sich im Verlaufe der Schwangerschaft ein Gestationsdiabetes.

Dabei gibt es einige Risikofaktoren, die manche Frauen „anfälliger“ für diese Stoffwechselerkrankung machen:

Diabetes im engeren Familienkreis:

  • Geburtsgewicht der Schwangeren selbst lag über 4000 Gramm
  • Übergewicht
  • Mehrere Fehlgeburten
  • Geburtsgewicht eines Kindes aus einer vorangegangenen Schwangerschaft lag über 4000 Gramm
  • Alter der Schwangeren über 30 Jahre
  • Glukose kann im Harn nachgewiesen werden
  • Erhöhte Fruchtwassermenge

Wie jede andere Form des Diabetes entsteht auch der Schwangerschaftsdiabetes durch Hormone und hormonelle Umstellungen im Körper. Insbesondere in der zweiten Schwangerschaftshälfte werden vom Körper Hormone bereitgestellt, um den Anforderungen der Schwangerschaft gerecht zu werden. Und da während einer Schwangerschaft bei Mutter und Kind ein erhöhter Energiebedarf besteht, wird auch mehr Glukose in den Zellen gespeichert. Ist die Bauchspeicheldrüse nicht in der Lage, im Zuge der Glukoseaufnahme der Zellen auch mehr Insulin auszuschütten, kommt es zu einer Überzuckerung im Blut, dem Schwangerschaftsdiabetes.

Symptome

Meist zeigen sich bei einem Schwangerschaftsdiabetes keine Symptome, die typisch für andere Arten des Diabetes mellitus sind (wie zum Beispiel vermehrter Harndrang oder starker Durst). Festgestellt wird der Schwangerschaftsdiabetes in den meisten Fällen im Rahmen der monatlichen Routineuntersuchungen beim Gynäkologen. In der 24. Und 28. Woche der Schwangerschaft wird spätestens routinemäßig ein Suchtest durchgeführt; sollten sich vorher Risikofaktoren zeigen, auch schon im ersten Drittel der Schwangerschaft. Sollte sich hier ein erhöhter Blutzuckerwert zeigen, kommen weitere Blutuntersuchungen hinzu.

Therapie

Sobald ein Schwangerschaftsdiabetes eindeutig diagnostiziert wurde, muss der Stoffwechsel schnellstens eingestellt werden, da sonst die Gefahr einer Fehlbildung beim Kind oder einer Früh- oder Totgeburt besteht. Die Schwangere sollte eine bellaststoffreiche und fettarme Diät einhalten, hauptsächlich basierend auf Reis, Nudel und Kartoffeln. Es sollten bis zu 7 kleinere Mahlzeiten am Tag eingenommen werden. Zur genauen Festlegung eines individuellen Diätplanes sollte aber die Hilfe eines Diabetologen und/oder eines Diätberaters angenommen werden. Reicht die Ernährungsumstellung nicht aus, den Blutzuckerspiegel zu senken, muss eine Insulintherapie begonnen werden.

Prognose

Wird ein Gestationsdiabetes frühzeitig erkannt und behandelt, klingt dieser in der Regel nach der Geburt wieder vollständig ab. Jedoch muss sich die nun junge Mutter bewusst sein, dass bei einer erneuten Schwangerschaft ein Diabetesrisiko besteht. Wird ein Schwangerschaftsdiabetes nicht oder zu spät erkannt, kann dies eine große Gefahr für das ungeborene Kind bedeuten.

Durch die übermäßige Aufnahme von Glukose durch die Nabelschnur wächst das Kind übermäßig und nimmt gleichermaßen an Gewicht zu. Diese Entwicklung ist auf keinen Fall positiv zu bewerten, da sie auf einer Reifestörung beruht. Während der Schwangerschaft hat das Kind nicht genügend Platz im Mutterleib und bei der Geburt kann es zu erheblichen Komplikationen kommen. Zudem können sich die Lungen nicht altersgemäß entwickeln. Während der Schwangerschaft schwimmt das Kind nicht nur im Fruchtwasser, sondern atmet dieses auch ein.

Liegt nun ein Schwangerschaftsdiabetes vor, kommen die Zellen der Lunge in Kontakt mit dem überzuckerten Fruchtwasser. Dies beeinflusst deren Entwicklung negativ.

Um Schwangerschaftserkrankungen wie den Schwangerschaftsdiabetes zu vermeiden sollte jede werdende Mutter alle Vorsorgetermine beim Gynäkologen regelmäßig wahrnehmen und Hinweise auch ernstnehmen.

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Beim Diabetes Typ 1 sind die Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse in gewisser Weise „defekt“. Daher bleibt die Produktion von Insulin aus.

Eine ursächliche Therapie könnte darin bestehen, den Körper in die Lage zu versetzen, das Stoffwechsel-Hormon wieder selbst herzustellen. Dann bräuchten die Patienten das Insulin nicht mehr zu injizieren.

Eine Möglichkeit wäre, Stammzellen so zu manipulieren, dass sie ihre Gene für Insulin anschalten und das Peptid sezernieren. Welche Stammzellen dazu am besten geeignet sind, versuchen Forscher weltweit herauszufinden. Auch der Weg von der undifferenzierten, pluripotenten Zelle hin zu einer praktischen Lösung muss noch erarbeitet werden.

Denn die Zellen müssen sowohl ihre neue Aufgabe dauerhaft erfüllen und auch vom Körper angenommen und vertragen werden. Auch Tumore dürfen aus den Implantaten nicht entstehen, wie dies in einigen Tierversuchen schon geschehen war. Zudem sollen die gezüchteten Insulin-Produzenten auch die Glukose-Konzentration messen können, damit sie angemessen reagieren.

Experimente mit neuronalen Stammzellen aus dem Gehirn hatten in der Vergangenheit bereits Anlass zu Hoffnungen gegeben. Bei Mäusen gelang es Wissenschaftlern, die gereiften Stammzellen in die Nieren einzupflanzen, wo sie längere Zeit Insulin   produzierten. Leider war die Menge des Hormons noch nicht ausreichend, wie die Wissenschaftler der Stanford University feststellten.

Dass Zellen aus dem Nervengewebe grundsätzlich für den Ansatz taugen, beobachteten die Forscher bei Fruchtfliegen. Bei den Insekten steuert neuronales Gewebe den Insulin-Stoffwechsel.

Eine Arbeitsgruppe der Harvard Stem Cell Institute in Boston gelang es, Beta-Zellen aus embryonale Stammzellen heranzuzüchten. Die Zellen besiedelten nach der Infusion die Leberpfortader und wurden vom Immunsystem toleriert. Auch die Glukose-Konzentration konnetn die Zellen messen.

Die Forscher wollen ihr Experiment nun von Mäusen auf Primaten ausweiten, um die mögliche Anwendung beim Menschen zu testen. In den nächsten Jahren ist dann die erste klinische Studie zu erwarten.

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Können Heilpflanzen bei Diabetes wirkungsvoll eingesetzt werden? Ginkgo, Artischocke, Ingwer und Goldrute näher betrachtet…

Verschiedene Heilpflanzen können positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf bei Diabetes nehmen. Auch zur Vorbeugung der Gesundheitsschäden, die durch Diabetes entstehen, können natürlich wirkende Präparate eingenommen werden.

Die Einnahme von Naturpräparaten sollte aber keinesfalls eigenmächtig erfolgen, da auch Heilpflanzen nicht nebenwirkungsfrei sind!

Der behandelnde Arzt muss die Entscheidung über die Einnahme und die Dosierung von natürlichen Präparaten treffen. Nur er kann abschätzen, ob sich das Naturpräparat auch mit den eventuell eingenommenen anderen Medikamenten verträgt.

Die Wirkung von Ginko bei Diabetes

Das Einnehmen eines Extraktes aus Ginko über einen längeren Zeitraum (etwa sechs Monate) verbessert die Sehschärfe und minimiert Ausfälle des Gesichtsfeldes.

Die Heilpflanze Ginkgo verhindert eine Verdickung des Blutes und kann so zur Vorbeugung von Blutgerinnseln eingenommen werden. Schlaganfällen oder Herzinfarkten kann vorgebeugt werden.

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Die Wirkung der Artischocke bei Diabetes

Bei Diabetikern besteht die Gefahr einer Erhöhung der Blutfettwerte. Die Artischocke hilft mit Cynarosid. Dies ist ein Stoff, der aus dem Extrakt der Blätter dieser Heilpflanze gewonnen wird.

Das Cynarosid sorgt dafür, dass nicht zu viel Cholesterin gebildet wird und bewirkt das Ausscheiden von LDL-Cholesterin. Dieser Stoff sorgt außerdem für die Senkung der Triglyceridwerte. Bis etwa 50 mg/dl senkt sich der Triglyceridwert nach Einnahme eines Artischockenpräparates.

Die Wirkung von Ingwer bei Diabetes

Bei Diabetikern ist aufgrund einer Stoffwechselstörung der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht. Wissenschaftler stellten fest, dass Ingwerextrakt die Aufnahme der Glukose in die Muskelzellen verbessert und somit den Blutzuckerspiegel senkt.

Dies geschieht interessanterweise auch unabhängig von einer Insulingabe. Verantwortlich hierfür scheinen die Gingerole zu sein, die für den typisch scharfen Geschmack der Wurzeln sorgen. Im menschlichen Organismus bewirken die pflanzlichen Substanzen, dass es zu einer Umverteilung eines körpereigenen Proteins (GLUT4) auf den Muskelzellen kommt, was die Aufnahme des Blutzuckers begünstigt.

Bei Typ-2-Diabetes ist genau dieser Signalweg unwirksam, da die Insulin-Signalübertragung nicht funktioniert (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22828920).

Den Gingerolen werden auch andere medizinisch bedeutsame Wirkungen zugeschrieben. So gelten sie etwa als entzündungshemmend und krebsvorbeugend.

Die Wirkung der Goldrute bei Diabetes

Diabetiker haben oft ein angegriffenes Nierengewebe. Die Heilpflanze Goldrute wird zu Recht auch ,,Nierenpflanze“ genannt. Diese Bezeichnung stammt daher, weil die Goldrute über die Niere das Ausscheiden von harnpflichtigen Stoffen unterstützt.

Die Goldrute ist sogar im Stande, angegriffenes Nierengewebe erholen zu lassen. Die Einnahme erfolgt empfohlenerweise als Tee oder in Form von Tropfen. Sollte die Niere in ihrer Funktion stark behindert sein, darf ein Goldruten-Präparat jedoch nicht eingenommen werden.

Mehr zum Thema: Diabetes Vitamine – Chrom bei Diabetes – Vitamin B1 bei Diabetes – Diabetes Therapie

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ALT-Tag: Beitragsgrafik zu Chrom bei Diabetes mit großem Titel links und Abbildung von Brokkoli, Nüssen, Getreide, Blutzuckermessgerät sowie Chrom-Symbol rechts.

Chrom gehört zu den Vitalstoffen, die beim Diabetes seit Jahrzehnten diskutiert werden. Zeitweise wurde das Spurenelement geradezu als „Insulinfaktor“ gehandelt. Später schlug das Pendel in die andere Richtung aus und Chrom wurde von manchen Fachleuten praktisch für bedeutungslos erklärt.

Wie so oft ist die Sache komplizierter.

Aus meiner Sicht ist Chrom kein Diabetesmittel, mit dem sich Ernährung, Bewegung, Gewichtsabnahme oder eine notwendige medikamentöse Behandlung ersetzen ließen. Dafür gibt es keine überzeugenden Daten.

Ganz vom Tisch ist Chrom jedoch ebenfalls nicht. Gerade bei Menschen mit ausgeprägter Insulinresistenz und schlecht eingestelltem Typ-2-Diabetes gibt es Studien, in denen eine Chromsupplementierung den Glukosestoffwechsel messbar verbessert hat. Andere Untersuchungen finden dagegen kaum oder gar keinen Effekt.

Genau deshalb lohnt es sich, etwas genauer hinzusehen.

Was hat Chrom überhaupt mit Insulin zu tun?

Insulin wird in den Betazellen der Bauchspeicheldrüse gebildet und sorgt vereinfacht gesagt dafür, dass Glukose aus dem Blut in insulinempfindliche Zellen aufgenommen und dort verwertet werden kann. Bei einer Insulinresistenz ist dieses Signal abgeschwächt. Der Körper versucht das zunächst dadurch auszugleichen, dass er mehr Insulin ausschüttet. Über Jahre können deshalb erhöhte Insulinspiegel bestehen, obwohl der Nüchternblutzucker noch relativ unauffällig aussieht. Mehr zu diesem häufig übersehenen Zustand finden Sie in meinem Beitrag Insulinresistenz erkennen: Die verborgene Ursache des Typ-2-Diabetes.

Genau an dieser Stelle wurde Chrom interessant. Für dreiwertiges Chrom, also Chrom(III), wurden Wechselwirkungen mit der Insulinsignalübertragung beschrieben. Diskutiert wird unter anderem eine Beeinflussung des Insulinrezeptors und nachgeschalteter Signalwege.

Wie wichtig dieser Mechanismus beim Menschen tatsächlich ist, ist allerdings bis heute nicht abschließend geklärt. Das ist ein wichtiger Unterschied zu älteren Darstellungen des Themas. Aussagen wie „Chrom verhundertfacht die Glukoseaufnahme“ oder „Chrommangel verursacht Insulinresistenz“ sind mir heute zu pauschal.

Ist Chrom überhaupt ein essenzielles Spurenelement?

Sogar diese scheinbar einfache Frage ist inzwischen Gegenstand einer wissenschaftlichen Diskussion. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA kam bereits zu dem Schluss, dass die vorhandenen Daten nicht ausreichen, um eine essentielle Funktion von Chrom beim Menschen zweifelsfrei nachzuweisen. Das klingt zunächst erstaunlich, denn Chrom wird seit Jahrzehnten in Lehrbüchern den essenziellen Spurenelementen zugerechnet.

Man sollte daraus allerdings auch nicht den umgekehrten Schluss ziehen, dass Chrom deshalb wirkungslos wäre. Eine Substanz kann Stoffwechselvorgänge beeinflussen, auch wenn nicht eindeutig bewiesen ist, dass ein klassischer ernährungsbedingter Mangel beim gesunden Menschen überhaupt regelmäßig auftritt.

Chrom bei Typ-2-Diabetes: Was zeigen die Studien?

Die Studienlage ist widersprüchlicher, als es sowohl Befürworter als auch Gegner der Chromtherapie häufig darstellen. Eine umfangreiche systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2024 wertete randomisierte kontrollierte Studien zur Chromsupplementierung bei Typ-2-Diabetes aus. Verwendet wurden unter anderem Chrompicolinat, Chromhefe, Chromchlorid und Chromnicotinat in Dosierungen zwischen etwa 50 und 1.000 µg täglich.

In verschiedenen Untersuchungen verbesserten sich unter anderem:

  • Nüchternblutzucker,
  • HbA1c,
  • Insulinwerte,
  • HOMA-IR als Marker der Insulinresistenz.

Teilweise wurden außerdem Veränderungen bei Triglyceriden, Gesamtcholesterin oder HDL beobachtet.

Das klingt zunächst eindrucksvoll.

Das Problem: Die Studien unterscheiden sich erheblich hinsichtlich Chromverbindung, Dosierung, Behandlungsdauer, Ausgangslage der Patienten und Studienqualität.

Die Schlussfolgerung darf deshalb nicht lauten:

„Jeder Diabetiker braucht Chrom.“

Interessanter ist eine andere Frage:

Gibt es bestimmte Patienten mit Typ-2-Diabetes oder ausgeprägter Insulinresistenz, die auf Chrom besonders gut ansprechen?

Genau dafür gibt es einige Hinweise.

Die erwähnte Übersichtsarbeit finden Sie beispielsweise bei PubMed.

Wie groß kann der Effekt sein?

Schon ältere Metaanalysen fanden durchaus bemerkenswerte Veränderungen.

Eine Auswertung randomisierter Studien berichtete bei Diabetikern im Mittel eine Senkung des HbA1c um ungefähr 0,6 Prozentpunkte sowie eine Verbesserung der Nüchternglukose.

Eine weitere Metaanalyse von 25 randomisierten Studien errechnete eine HbA1c-Abnahme von ungefähr 0,55 Prozentpunkten.

Ein halber Prozentpunkt beim HbA1c wäre keineswegs völlig bedeutungslos.

Allerdings muss man auch hier vorsichtig sein. Gerade bei Chrom waren die Unterschiede zwischen den einzelnen Studien enorm. Einige Untersuchungen zeigten deutliche Effekte, andere praktisch gar keine.

Hinzu kommt ein Phänomen, das ich bei Vitalstoffen grundsätzlich wichtig finde:

Die Ausgangssituation entscheidet mit darüber, ob überhaupt etwas zu erwarten ist.

Ein Stoffwechselgesunder mit guten Blutzuckerwerten wird durch zusätzliches Chrom wahrscheinlich kaum einen spektakulären Effekt erleben. Bei einem Menschen mit ausgeprägter Stoffwechselstörung kann das anders aussehen.

Vielleicht reagieren gerade insulinresistente Patienten besser

Wenn ein Patient einen sehr guten HbA1c hat, normalgewichtig ist, sich vernünftig ernährt und eine gute Insulinsensitivität besitzt, würde ich von einer Chromgabe keine Wunder erwarten.

Interessanter wird die Sache bei:

  • ausgeprägter Insulinresistenz,
  • hohem Nüchterninsulin,
  • erhöhtem HOMA-IR,
  • metabolischem Syndrom,
  • deutlich erhöhtem HbA1c,
  • starken Blutzuckerschwankungen.

Gerade bei solchen Ausgangslagen scheint Chrom in einigen Untersuchungen eher eine Wirkung zu zeigen.

Das ist für mich ein typisches Beispiel dafür, warum ich mit pauschalen Aussagen zur Vitalstoffmedizin wenig anfangen kann.

Die Frage lautet nicht nur:

„Wirkt Chrom?“

Sondern:

„Bei welchem Patienten, in welcher Ausgangssituation, in welcher Form und in welcher Dosierung kann Chrom überhaupt sinnvoll sein?“

Wer den eigenen Stoffwechsel genauer beurteilen möchte, sollte übrigens nicht nur auf den Nüchternblutzucker schauen. Interessant sind beispielsweise Nüchterninsulin und der HOMA-Index. In meinem Beitrag dazu zeige ich, warum eine Insulinresistenz bereits lange bestehen kann, bevor die üblichen Blutzuckerwerte deutlich auffällig werden.

Chrommangel messen? Das ist schwieriger, als es klingt

Hier muss ich eine ältere Empfehlung korrigieren, die man im Internet weiterhin häufig findet. Ein einzelner Chromwert im Serum oder Vollblut lässt sich nicht ähnlich eindeutig interpretieren wie beispielsweise ein Ferritinwert beim Eisenstoffwechsel. Es gibt derzeit keinen allgemein anerkannten Laborparameter, mit dem sich der funktionelle Chromstatus eines Menschen zuverlässig bestimmen lässt.

Deshalb halte ich auch starre Aussagen wie „unter diesem Blutwert besteht ein Chrommangel“ für problematisch. Gerade bei der Vitalstoffdiagnostik muss man unterscheiden zwischen einem Wert, den ein Labor technisch messen kann, und einem Parameter, dessen klinische Aussagekraft tatsächlich gut validiert ist. Welche Laborwerte ich bei Diabetes grundsätzlich wesentlich interessanter finde, beschreibe ich ausführlicher in meinem Beitrag Diabetes-Tests aus schulmedizinischer und naturheilkundlicher Sicht.

Wenn Sie sich nicht nur für einzelne Laborwerte interessieren, sondern regelmäßig wissen möchten, welche Maßnahmen bei Typ-2-Diabetes aus meiner Sicht wirklich sinnvoll sind, können Sie hier meinen kostenlosen Diabetes-Newsletter anfordern. Dort geht es unter anderem um Ernährung, Blutzucker, Insulinresistenz, Vitalstoffe und naturheilkundliche Möglichkeiten:

 

 

Welche Chromverbindungen gibt es?

In Nahrungsergänzungsmitteln findet man verschiedene Chromverbindungen. Dazu gehören vor allem:

  • Chrompicolinat,
  • Chromhefe,
  • Chromchlorid,
  • Chromnicotinat beziehungsweise Chrompolynicotinat.

Chrompicolinat gehört zu den am häufigsten untersuchten Formen.

Auch Chromhefe wurde in zahlreichen Untersuchungen verwendet und spielt in der orthomolekularen Medizin seit Langem eine Rolle.

Dass eine bestimmte Chromverbindung grundsätzlich allen anderen überlegen wäre, lässt sich aus der klinischen Datenlage allerdings nicht überzeugend ableiten.

Eine ausführlichere Darstellung zu Chrom als Vitalstoff, zu Chrompicolinat, Aufnahme, Bedarf und weiteren Einsatzgebieten finden Sie auch in meinem Beitrag Chrom: Wirkung, Bedarf, Chrompicolinat und Nahrungsergänzung.

Chrompicolinat: besser als andere Chromformen?

Chrompicolinat wird besonders häufig angeboten und entsprechend intensiv beworben. Daraus ist teilweise der Eindruck entstanden, diese Verbindung sei grundsätzlich die „beste“ Form von Chrom. Hm… schwierig. Ich habe da keine abschließende Meinung zu.

Chrompicolinat wurde zwar relativ häufig untersucht. Eine etwas andere Bioverfügbarkeit bedeutet aber noch nicht automatisch, dass damit auch ein größerer therapeutischer Nutzen verbunden ist. Für mich ist deshalb wichtiger, warum Chrom eingesetzt wird und ob sich unter der Einnahme tatsächlich etwas verändert.

Wie viel Chrom wurde in Diabetesstudien eingesetzt?

An diesem Punkt unterscheiden sich Ernährungsmedizin und therapeutische Studien erheblich.

In Untersuchungen bei Diabetes wurden beispielsweise folgende Tagesmengen verwendet:

  • 200 µg,
  • 400 µg,
  • 500 µg,
  • bis hin zu 1.000 µg Chrom.

In der bereits erwähnten Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2024 lagen die untersuchten Dosierungen zwischen etwa 50 und 1.000 µg täglich.

Das bedeutet aber keineswegs, dass jeder Diabetiker 1.000 µg Chrom einnehmen sollte.

Solche Dosierungen sind keine beiläufige Nahrungsergänzung mehr. Sie bewegen sich in einem Bereich, in dem ich von einer gezielten therapeutischen Anwendung sprechen würde.

Meine praktische Einschätzung zur Dosierung

Dosierungen um 200 µg Chrom pro Tag gehören zu den Größenordnungen, die in der orthomolekularen Praxis seit Langem verwendet werden und auch in zahlreichen Studien untersucht wurden.

Abhängig von der Fragestellung wurden wissenschaftlich allerdings deutlich höhere Dosierungen eingesetzt.

Hier gilt für mich dasselbe wie bei vielen anderen Vitalstoffen:

„Viel hilft viel“ ist keine vernünftige Dosierungsstrategie.

Entscheidend ist vielmehr, ob für den Einsatz überhaupt ein plausibler Grund besteht und ob sich unter der Maßnahme objektiv etwas verändert.

Bei einem Patienten mit Diabetes interessieren mich dabei beispielsweise:

  • Nüchternblutzucker,
  • HbA1c,
  • Nüchterninsulin,
  • HOMA-IR,
  • Triglyceride,
  • gegebenenfalls die Blutzuckerreaktion nach den Mahlzeiten.

Nach einigen Wochen oder Monaten lässt sich dann wesentlich vernünftiger beurteilen, ob eine Maßnahme überhaupt einen erkennbaren Nutzen gebracht hat.

Das ist mir erheblich lieber, als Nahrungsergänzungsmittel jahrelang nach dem Prinzip einzunehmen: „Wird schon irgendetwas bringen.“

Chrom ist übrigens nur ein Beispiel dafür, wie spannend Vitalstoffe werden, wenn man Dosierung, Stoffwechsellage und tatsächlichen Bedarf zusammendenkt. Wenn Sie solche Zusammenhänge interessieren, empfehle ich Ihnen meinen kostenlosen Newsletter zu den „5 Wundermitteln“. Dort schreibe ich über Vitalstoffe und andere naturheilkundliche Mittel, die ich für besonders interessant halte:

 

Kleine Anmerkung: Die Sache mit den „5 Wundermitteln“ ist mit Abstand einer der beliebtesten Newsletter, die meine Patienten und Leser gerne anfordern.

 

Chrom allein wird eine Insulinresistenz nicht beseitigen

Diesen Punkt halt ich für wichtig… Wenn nämlich jemand täglich große Mengen schnell verfügbarer Kohlenhydrate isst, kaum Muskelmasse bewegt, erhebliches viszerales Bauchfett aufgebaut hat und permanent im Kalorienüberschuss lebt, wird Chrom dieses Problem nicht lösen.

Bei Typ-2-Diabetes steht für mich die Verbesserung der gesamten Stoffwechselsituation im Mittelpunkt – das schreibe ich hier auf der Webseite ja öfter…

Dazu gehören dann vor allem:

  • eine geeignete Ernährung,
  • regelmäßige Bewegung,
  • Muskeltraining,
  • gegebenenfalls eine Reduktion von Bauch- und Leberfett,
  • ausreichender Schlaf,
  • Stressregulation,
  • die Korrektur tatsächlich vorhandener Vitalstoffdefizite,
  • und wenn nötig natürlich auch eine medikamentöse Therapie.

Was bei der Ernährung besonders wichtig ist, habe ich ausführlich in meinem Beitrag Ernährung bei Typ-2-Diabetes: Was wirklich auf den Teller gehört beschrieben.

Gerade Muskelarbeit wird beim Diabetes meiner Ansicht nach immer noch unterschätzt. Muskelgewebe gehört zu den wichtigsten Geweben für die Glukoseaufnahme. Bewegung wirkt deshalb wesentlich grundlegender auf den Zuckerstoffwechsel als eine einzelne Kapsel.

Chrom ist kein Einzelkämpfer

Ein weiterer Punkt wird bei der Diskussion um einzelne Nahrungsergänzungsmittel gerne übersehen. Der Zuckerstoffwechsel hängt selbstverständlich nicht allein von Chrom ab.

An der Glukoseverwertung, mitochondrialen Energiegewinnung und Insulinfunktion sind zahlreiche Mikronährstoffe und Cofaktoren beteiligt.

Dazu gehören unter anderem:

  • Magnesium,
  • Zink,
  • verschiedene B-Vitamine,
  • Alpha-Liponsäure,
  • weitere Mineralstoffe und Spurenelemente.

Gerade Alpha-Liponsäure ist bei Diabetes interessant, insbesondere im Zusammenhang mit diabetischer Neuropathie und mitochondrialem Energiestoffwechsel.

Auch der Darm und die Zusammensetzung des Mikrobioms werden inzwischen wesentlich intensiver im Zusammenhang mit Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes untersucht. Dazu lesen Sie meinen Beitrag Darmsanierung bei Diabetes? Warum der Darm oft mehr Einfluss hat, als viele vermuten.

Das bedeutet nicht, dass jeder Diabetiker einen ganzen Schrank voller Präparate braucht. Im Gegenteil. Ich halte es für wesentlich sinnvoller, die großen Stoffwechselprobleme zuerst zu identifizieren und dann gezielt vorzugehen.

Chrom und Diabetesmedikamente: Blutzucker kontrollieren

Wer Insulin oder blutzuckersenkende Medikamente einnimmt, sollte Chrom nicht einfach zusätzlich hoch dosieren und davon ausgehen, dass eine Wechselwirkung ausgeschlossen sei. Wenn Chrom bei einem Patienten tatsächlich die Insulinwirkung verbessert oder den Blutzucker senkt, kann sich theoretisch auch die Wirkung einer bestehenden Diabetesmedikation verstärken.

Das amerikanische National Institutes of Health weist auf mögliche additive Wirkungen mit Insulin, Metformin und anderen Antidiabetika hin.

Das bedeutet nicht, dass die Kombination grundsätzlich verboten wäre. Es bedeutet aber: Blutzucker kontrollieren. Vor allem Patienten, bei denen ohnehin die Gefahr einer Unterzuckerung besteht, sollten hier nicht experimentieren.

Chrom und Schilddrüsenhormone

Eine weitere mögliche Wechselwirkung betrifft Levothyroxin. Für Chrompicolinat gibt es Hinweise darauf, dass die Aufnahme von Levothyroxin vermindert werden kann, wenn beide gleichzeitig eingenommen werden. Wer Schilddrüsenhormone einnimmt und zusätzlich Chrom verwenden möchte, sollte deshalb auf einen ausreichenden zeitlichen Abstand achten und die Einnahme gegebenenfalls mit Arzt oder Apotheker abstimmen.

Ist Chrom gefährlich?

Zunächst müssen zwei völlig unterschiedliche Chromformen auseinandergehalten werden. Chrom(III) ist die Form, um die es in Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln geht.

Chrom(VI) beziehungsweise sechswertiges Chrom ist toxikologisch etwas völlig anderes und vor allem aus industriellen Belastungen bekannt. Diese beiden Formen sollte man nicht miteinander vermischen. Für dreiwertiges Chrom konnte aufgrund begrenzter Daten kein allgemein anerkannter oberer sicherer Tageswert festgelegt werden.

Das ist allerdings kein Freibrief für beliebig hohe Dosierungen. Für sehr hohe Chromzufuhren existieren weniger Langzeitdaten, und es gibt einzelne Fallberichte über Nieren- beziehungsweise Leberschäden im Zusammenhang mit Chrompräparaten. Besondere Zurückhaltung halte ich deshalb bei bereits bestehenden Nieren- oder Lebererkrankungen für sinnvoll. Gerade die Nieren verdienen beim Diabetes ohnehin besondere Aufmerksamkeit. Dazu habe ich einen ausführlichen Beitrag über die diabetische Nierenerkrankung veröffentlicht.

Welche Lebensmittel enthalten Chrom?

Chrom kommt in verschiedenen Lebensmitteln vor. Dazu gehören beispielsweise:

  • Vollkornprodukte,
  • Fleisch,
  • verschiedene Gemüsearten,
  • Nüsse,
  • Obst,
  • Bierhefe.

Die tatsächlichen Chromgehalte können allerdings erheblich schwanken. Boden, Verarbeitung und Herstellungsverfahren beeinflussen den Gehalt. Ich würde die Ernährung deshalb auch nicht danach zusammenstellen, möglichst viele Mikrogramm Chrom zu sammeln. Entscheidender ist das Gesamtbild: wenig hochverarbeitete Lebensmittel, vernünftige Eiweiß- und Fettquellen, reichlich Gemüse und Ballaststoffe sowie eine Kohlenhydratmenge, die zum jeweiligen Glukosestoffwechsel passt.

Warum Fachgesellschaften Chrom nicht generell bei Diabetes empfehlen

An dieser Stelle entsteht häufig ein scheinbarer Widerspruch. Auf der einen Seite gibt es randomisierte Studien und Metaanalysen, in denen sich Nüchternblutzucker, HbA1c oder Insulinresistenz verbessern. Auf der anderen Seite empfehlen große Diabetesgesellschaften keine routinemäßige Chromsupplementierung für alle Patienten.

Beides kann gleichzeitig richtig sein. Für eine allgemeine Empfehlung an Millionen Menschen müsste zuverlässig gezeigt werden, dass eine klar definierte Patientengruppe klinisch relevant profitiert, welche Dosierung optimal ist und welche Chromverbindung verwendet werden sollte.

Das National Institutes of Health fasst die Situation entsprechend zurückhaltend zusammen: Chrom könnte bei Menschen mit Diabetes geringe Verbesserungen verschiedener Glukoseparameter bewirken, die klinische Bedeutung ist jedoch nicht abschließend geklärt. Aus therapeutischer Sicht bedeutet das für mich allerdings nicht, dass Chrom uninteressant wäre.

Was ich bei Typ-2-Diabetes wesentlich wichtiger finde

Bei einem Menschen mit Typ-2-Diabetes würde ich mich niemals zuerst auf die Frage konzentrieren, ob er 200 oder 400 µg Chrom benötigt.

Ich möchte zunächst wissen:

  • Wie hoch sind Nüchternblutzucker und HbA1c?
  • Wie hoch ist das Nüchterninsulin?
  • Wie sieht der HOMA-Index aus?
  • Wie stark steigt der Blutzucker nach einer Mahlzeit?
  • Besteht Übergewicht, insbesondere Bauchfett?
  • Gibt es Hinweise auf eine Fettleber?
  • Wie viel Muskelmasse ist vorhanden?
  • Wie viel bewegt sich der Patient?
  • Wie sieht die Ernährung aus?
  • Wie steht es um Schlaf und Stress?
  • Welche Medikamente werden eingenommen?
  • Gibt es weitere Vitalstoffdefizite?

Erst dann lässt sich sinnvoll darüber diskutieren, welche ergänzenden Maßnahmen überhaupt passen. Genau darin sehe ich einen wesentlichen Unterschied zwischen einer gezielten Vitalstofftherapie und dem wahllosen Einnehmen von Nahrungsergänzungsmitteln.

Mein Fazit

Chrom ist für mich bei Typ-2-Diabetes kein Mittel, das automatisch in jeden Therapieplan gehört. Dafür ist die Studienlage zu uneinheitlich. Aber die Behauptung, Chrom sei für den Glukosestoffwechsel grundsätzlich bedeutungslos, wird der vorhandenen Forschung ebenfalls nicht gerecht. Mehrere kontrollierte Studien und Metaanalysen zeigen Verbesserungen von Nüchternblutzucker, HbA1c oder Insulinresistenz. Auffällig ist, dass insbesondere Menschen mit stärker gestörtem Glukosestoffwechsel möglicherweise eher profitieren als Stoffwechselgesunde.

Genau dort sehe ich auch den interessantesten Ansatz für die Praxis. Ich würde Chrom deshalb nicht isoliert betrachten, sondern als einen möglichen Baustein innerhalb einer umfassenderen Behandlung der Insulinresistenz und des Typ-2-Diabetes. Und diese Behandlung beginnt fast nie mit einer einzelnen Kapsel. Sie beginnt bei Ernährung, Bewegung, Muskelmasse, Körperzusammensetzung, Schlaf und dem gesamten Stoffwechsel.

Vitalstoffe können dabei eine Rolle spielen. Entscheidend ist aber, welcher Patient was tatsächlich benötigt und ob sich anschließend objektiv zeigen lässt, dass die Maßnahme etwas bewirkt.

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Thiamin, sogenanntes Vitamin B1, ist ein wasserlösliches und hitzeempfindliches, für die Energiegewinnung aus Kohlenhydraten unbedingt erforderliches, Vitamin.

Gerade in den Randschichten kohlenhydrathaltiger Cerealien wie Getreide und Reis zu finden. Bei der Frage nach dem täglichen Bedarf ist zwischen gesunden und kranken Menschen zu unterscheiden.

Aufgrund der biochemischen Wirkungsweise von Thiamin scheinen bestimmte Krankheitsbilder, wie z.B. Diabetes mellitus (Erkrankung des Kohlenhydratstoffwechsels), Erkrankungen des Herzens (Herzinsuffizienz), ebenso des vegetativen Nervensystems (z.B. Beri-Beri, Morbus Alzheimer) in besonderer Weise beeinflußt zu sein.

Die Zuckerkrankheit geht dabei offenbar mit einem erhöhten Bedarf an Thiamin einher. So haben Paul Thornalley und Mitarbeiter an der Universität von Essex herausgefunden, dass bisher etablierte Testmethoden zur Feststellung eines Vitamin B1-Mangels, die sich auf bestimmte Bestandteile des Blutes (hier: die roten Blutkörperchen bzw. Erythrozyten) stützen, bei 3 von 4 untersuchten Diabetikern einen vorhandenen Vitamin B1 Mangel nicht anzeigten.

Dies ist darauf zurückzuführen, dass ein eventuell vorliegender Vitamin-Mangel nicht in den zellulären Blutbestandteilen, sondern im Blutplasma zu verzeichnen wäre.

Ähnlich erhöht sich der Thiamin Bedarf bei Herzinsuffizienz, zurückzuführen auf vermehrte Ausscheidung von Vitamin B1, als eine bisher wenig beachtete Nebenwirkung sogenannter Schleifendiuretika (bestimmter Typ von Arzneimittel zur Ausschwemmung von Wasser). Der Bedarf ist abhängig von Medikation und Stadium der Erkrankung.

Mehr zum Thema: Diabetes Vitamine – Chrom bei Diabetes – Heilpflanzen bei Diabetes – Diabetes Therapie

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Die klassische Diabetes Therapie konzentriert sich im Wesentlichen auf Medikamente: Antidiabetika und die Insulintherapie. Ich halte dies für einen großen Fehler, denn Vitalstoffe (v.a. Vitamine und Spurenelemente) können die Blutzuckerwerte enorm verbessern. Auch zur Prophylaxe der Spät- und Folgeschäden sind Vitamine zu beachten.

Schauen wir uns an, welche Vitamine beachtet werden sollten:

Vitamin D

Das mit dem Vitamin D ist seit einigen Jahren ein „Dauerbrenner“. Und dennoch gibt es viel zu viele Patienten mit einem gravierenden Vitamin D Mangel! Dabei gibt es deutliche Hinweise darauf, dass Vitamin D die Insulinsensitivität verbessern und einen präventiven Effekt gegen Typ-2-Diabetes haben könnte. Ein Mangel an Vitamin D wird mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes in Verbindung gebracht – auch das gilt inzwischen als gesichert. Studien legen nahe, dass Dosierungen von 400 bis 4.000 IE (Internationale Einheiten) pro Tag sicher sein können, aber die optimale Dosierung kann je nach individuellem Vitamin-D-Spiegel variieren. Nach meiner Erfahrung müssen es aber mindestens 2.000 bis 6.000 IE pro Tag sein. Aber das sollte mittels Blutwert kontrolliert werden. Ausführlicher dazu in meinem Grundsatzbeitrag: Vitamin D: Formen, Vorkommen und Bedarf (vitalstoffmedizin.com)

Vitamin C

Vitamin C kann helfen, die Blutzuckerregulation zu verbessern und Entzündungen zu reduzieren, was für Personen mit Diabetes besonders wichtig ist. Es wirkt als Antioxidans und kann potenziell die Blutgefäßgesundheit unterstützen. Studien haben gezeigt, dass Dosierungen von 500 bis 1.000 mg pro Tag positive Effekte auf den Blutzuckerspiegel und die allgemeine Gesundheit haben können. Mehr zum Vitamin C unter: Vitamin C – Vorkommen, Wirkung und Bedarf (vitalstoffmedizin.com)

Vitamin B1 (Thiamin)

Ein Thiaminmangel ist bei Menschen mit Diabetes häufiger und kann zu Stoffwechselproblemen führen. Thiamin ist wichtig für die Energieproduktion und die Kohlenhydratverarbeitung. Supplementierung mit Thiamin in höheren Dosierungen (z.B. 100-300 mg täglich) kann dazu beitragen, Mängel auszugleichen und die Blutzuckerregulation zu unterstützen.

Vitamin B6 (Pyridoxin)

Vitamin B6 spielt eine Rolle bei der Glukosestoffwechselregulation. Ein Mangel kann mit einem erhöhten Risiko für diabetische Neuropathie und anderen Komplikationen verbunden sein. Die empfohlenen Tagesdosen für Vitamin B6 variieren, aber Supplemente werden oft in Dosen von 1,3 bis 1,7 mg für Erwachsene empfohlen.

Vitamin B12

Insbesondere bei Personen, die Metformin zur Behandlung von Typ-2-Diabetes einnehmen, kann ein Vitamin-B12-Mangel auftreten, da Metformin die Aufnahme von Vitamin B12 beeinträchtigen kann. Vitamin B12 ist wichtig für die Nervengesundheit und die Bildung roter Blutkörperchen. Eine Supplementierung kann bei Bedarf erforderlich sein, wobei die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene bei etwa 2,4 µg liegt.

Weitere Vitalstoffe in der Diabetes-Therapie beschreibe ich im Beitrag: Vitalstoffe bei Diabetes

 

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Kleine Anmerkung: Die Sache mit den „5 Wundermitteln“ ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen…