Diabetiker & Naturheilkunde
  • Startseite
  • Grundlagen
  • Blutwerte
  • Therapie
  • Vitalstoffe
  • Ernährung
  • Sport
  • Newsletter
  • Menü Menü
Therapie

Diabetes mellitus Typ 2: Wann helfen Antidiabetika Tabletten?

Viele Patienten, die an Diabetes mellitus Typ 2 leiden, könnten auf regelmäßige Medikamenteneinnahme verzichten, wenn sie ausreichend Sport treiben und ihre Ernährung umstellen würden.

Durch erhöhte sportliche Betätigung bei Diabetes (mindestens dreimal die Woche 30 Minuten) gewinnt der Körper die Insulinaufnahmefähigkeit zurück und das körpereigene Insulin wirkt besser.

Leider lässt sich nicht jeder Betroffene auf diese einfache Art und Weise ohne Medikamente behandeln. Mögliche Gründe dafür sind, neben magelnder Kooperationsbereitschaft des Patienten:

  • notwendige Medikamentengabe von Präperaten, die den Blutzuckerspiegel steigen lassen (z.B. cortisonhaltige Medikamente)
  • Nahrungsmittelallergien oder Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten (z.B. ein gehäuftes Auftreten von Allergien gegen verschieden Obstsorten)
  • zeitgleiche Demenzerkrankungen hindern den Patienten an der gewünschten Verhaltensumstellung

Patienten dieser Gruppen kommen für eine Diabetes Therapie mit Antidiabetika in Frage. Diese werden oral eingenommen und lassen sich in drei verschiedene Gruppen einteilen.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Diabetes-Newsletter dazu an:

Wirkstoffgruppen der oralen Antidiabetika

Biguanide

Metformin ist das einzige Präperat, das noch aus dieser Gruppe zu erhalten ist. Die Bedeutung des alten Wirkstoffes hat seit neueren Entwicklungen stark abgenommen. Biguanide senken den Blutzuckerspiegels des Patienten ohne Einflussnahme auf den Insulinhaushalt. Vermutlich reduziert das Medikament die Freisetzung von Glukose aus Leberstärke und steigert den anaeroben Abbau der Glukose (Glykolyse) und damit die Milchsäuregärung.

Daneben entdeckten Forscher einen weiteren Wirkmechanismus, der über die Darmflora funktioniert. Metformin begünstigt das Wachstum derjenigen Bakterien, die kurzkettige Fettsäuren produzieren. Diese wiederum senken den Blutzucker. Der Einfluss des Metformins auf das Mikrobiom führt aber auch zu Darm-Problemen.

Besonders geeignet ist das Präperat für Übergewichtige, denn im Gegensatz zu Sulfonylharnstoffen (die zu einer Gewichtszunahme führen können), wirken Biguanide appetitzügelnd. Nicht geeignet ist das Medikament jedoch für Patienten mit Leberschäden oder Nierenschäden und Herzkreislauf-Störungen und Lungenkrankheiten (COPD).

Glucose-Resorptionsverzögerer

Diese Art der Medikamentierung sorgt dafür, dass die Glukose zu schnell durch den Darm in das Blut übergeht. Das geschieht durch die Hemmung des Verdauungs-Enzyms Alpha-Glukosidase, das Glukose von Ketten-Molekülen wie Stärke abspaltet. So wird die Glukose aus Stärke (Brot, Nudeln, Kartoffeln, Reis) nicht mehr aufgenommen und unverdaut ausgeschieden. Das körpereigene Insulin wird durch die geringere Glukose-Konzentration besser mit dem Abbau fertig.

Das Medikament scheidet der Körper aus. Direkte Nebenwirkungen können allerdings im Gastrointestinaltrakt auftreten (Blähungen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall). Beispiele der Glucose-Resorptionsverzögerer sind Miglitol und Arcabose.

Wenn man diese Präparate nimmt, sollte man allerdings bedenken, dass es besonders Zucker aus Obst, Brot o.ä. hemmt – diese können also im Notfall keine Unterzuckerung mehr ausgleichen. Steigen Sie daher besser auf Traubenzucker (Glukose) um.

Sulfonylharnstoffe

Medikamente mit diesen Wirkstoffen regen die Insulinproduktion in den Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse an. Der Vorteil der meisten Sulfonylharnstoffe besteht darin, dass sie schon in geringer Dosis wirken und daher eine Einnahme einmal täglich ausreicht.  Der Nachteil ist allerdings, dass die erhöhte Produktion die herstellenden Zellen auch eher erschöpft.

Sulfonylharnstoffe sind vor allem für Typ-2-Diabetiker mit Normalgewicht geeignet, weil die appetitzügelnde Wirkung wie beim Metformin fehlt. Zu den Sulfonylharnstoffen gehören Präparate wie Tolbutamid, Glimepirid und Gliclacid.

Sulfonylharnstoffe wirken über einen Eingriff in den Kalium-Haushalt. Daher kann eine Überdosierung zur Hypokaliämie führen. Kontraindikationen sind Leber- und Nierenschäden sowie die gleichzeitige Einnahme diverser anderer Medikamente. Die gleichzeitige Aufnahme von Alkohol ist strengstens zu unterlassen.

Glinide

Glinide sind den Sulfonylharnstoffen in Wirkung und Nebenwirkung sehr ähnlich, auch wenn sie einer anderen Substanz-Klasse angehören. Handelsübliche Präparate sind Repaglinid und Nateglinid.

DPP-4-Inhibitoren

DPP-4-Inhibitoren fördern auf hormonellem Wege  die Insulin-Produktion in der Bauchspeicheldrüse. Präparate wie Saxigliptin und Sitagliptin verhindern den Abbau von GLP-1. Dieses Darm-Hormon wiederum ist Auslöser der Insulin-Sekretion.

Gliflozine

Gliflozine oder SGLT-2-Inhibitoren unterdrücken die Rück-Resorption der Glukose in der Niere. Dadurch wird Traubenzucker verstärkt über den Urin ausgeschieden. Allerdings kann dies zu Harnwegs-Infektionen führen. Außerdem sind die Präparate wie Invokana und Forxiga wahrscheinlich krebserregend und leberschädlich.

Glitazone

Glitazone fördern die Produktion von Enzymen des Glucose-Stoffwechsels. In der Folge steigt die Effektivität des Insulins. Die Wirkstoffgruppe hat daneben noch Wirkungen auf den Fettstoffwechsel, was ebenfalls therapeutisch genutzt wird. Präparate  dieser oralen Antidiabetika sind Pioglitazon und Rosiglitazon. Sie können mit Sulfonylharnstoffen und Metformin kombiniert werden.

Troglitazon wurde wegen Leberschädigungen vom Markt genommen. Pioglitazon steht im Verdacht, krebserregend zu sein.
Als weitere Nebenwirkungen können Kopfschmerzen und Ödeme auftreten.

Mehr dazu auch im Artikel: Die schulmedizinische Therapie bei Diabetes Typ 2.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:

Rene Gräber:

Ihre Hilfe für die Naturheilkunde und eine menschliche Medizin! Dieser Blog ist vollkommen unabhängig, überparteilich und kostenfrei (keine Paywall). Ich (René Gräber) investiere allerdings viel Zeit, Geld und Arbeit, um ihnen Beiträge jenseits des "Medizin-Mainstreams" anbieten zu können. Ich freue mich daher über jede Unterstützung! Helfen Sie bitte mit! Setzen Sie zum Beispiel einen Link zu diesem Beitrag oder unterstützen Sie diese Arbeit mit Geld. Für mehr Informationen klicken Sie bitte HIER.

https://www.diabetiker-experte.de/wp-content/uploads/2022/03/diabetes2.jpg 390 500 rgraeber https://www.diabetiker-experte.de/wp-content/uploads/2024/03/logo.png rgraeber2022-05-15 12:28:382023-03-29 15:41:37Diabetes mellitus Typ 2: Wann helfen Antidiabetika Tabletten?
Das könnte Dich auch interessieren
Welche Vitamine helfen bei Diabetes?
Diabetes und Herzinfarkt – Ein Teufelskreis den sie kennen sollten
Vermehren Sie Ihre Insulin-Rezeptoren
Der Diabetes-Bluttest: die Nüchternuntersuchung
Berufliche Einschränkungen durch Diabetes? Schwerbehindertenausweis & Frühverrentung?
Diabetes Insulintherapie
0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Wer schreibt hier?

Meine Name ist René Gräber und ich begleite seit 1998 Patienten in meiner Naturheilpraxis – darunter viele mit Diabetes. Mein eigener Weg zur Naturheilkunde begann 1996, als ich die Grenzen der Schulmedizin erlebte und ganzheitliche Lösungen suchte.

Auf dieser Webseite geht es speziell um Diabetes. Ich teile naturheilkundliche Ansätze, Tipps zur Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung. Mein Ziel ist es, Ihnen Wege zu zeigen, wie Sie Ihren Blutzucker natürlich regulieren und Ihre Lebensqualität steigern können – für ein gesünderes Leben.

Ihre Fragen

Stellen Sie Ihre Fragen im Forum!

Forum für Diabetes auf Symptome.ch

Diabetes 2 – Alternativen zur Insulinspritze?

 

Neueste Beiträge

  • Ernährung bei Typ-2-Diabetes: Was wirklich auf den Teller gehört
  • Nieren bei Diabetes: Die diabetische Nierenerkrankung
  • Xylit – Birkenzucker bei Diabetes?
  • Darmsanierung bei Diabetes? Warum der Darm oft mehr Einfluss hat als Insulin
  • Diabetes Tests der Schulmedizin / Naturheilkunde
  • Der HOMA-Index: Ein Schlüssel zur Stoffwechselgesundheit, der oft übersehen wird

LINKS

Diabetes Newsletter

Bücher von René Gräber

Impressum

Datenschutzerklärung

Link to: Diabetes mellitus Typ 2: Die schulmedizinischen Therapieoptionen Link to: Diabetes mellitus Typ 2: Die schulmedizinischen Therapieoptionen Diabetes mellitus Typ 2: Die schulmedizinischen Therapieoptionen Link to: Diabetes Insulintherapie Link to: Diabetes Insulintherapie Diabetes Insulintherapie
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen

Diese Website verwendet technisch notwendige Cookies. Eingebettete YouTube-Videos und andere externe Inhalte werden erst nach Ihrer Einwilligung geladen. Ihre Auswahl können Sie jederzeit über die Datenschutz-Einstellungen ändern.

Alle akzeptierenNur NotwendigeEinstellungen

Cookie- und Datenschutzeinstellungen



Wie wir Cookies verwenden

Wir können Cookies anfordern, die auf Ihrem Gerät eingestellt werden. Wir verwenden Cookies, um uns mitzuteilen, wenn Sie unsere Websites besuchen, wie Sie mit uns interagieren, Ihre Nutzererfahrung verbessern und Ihre Beziehung zu unserer Website anpassen.

Klicken Sie auf die verschiedenen Kategorienüberschriften, um mehr zu erfahren. Sie können auch einige Ihrer Einstellungen ändern. Beachten Sie, dass das Blockieren einiger Arten von Cookies Auswirkungen auf Ihre Erfahrung auf unseren Websites und auf die Dienste haben kann, die wir anbieten können.

Notwendige Website Cookies

Diese Cookies sind unbedingt erforderlich, um Ihnen die auf unserer Webseite verfügbaren Dienste und Funktionen zur Verfügung zu stellen.

Da diese Cookies für die auf unserer Webseite verfügbaren Dienste und Funktionen unbedingt erforderlich sind, hat die Ablehnung Auswirkungen auf die Funktionsweise unserer Webseite. Sie können Cookies jederzeit blockieren oder löschen, indem Sie Ihre Browsereinstellungen ändern und das Blockieren aller Cookies auf dieser Webseite erzwingen. Sie werden jedoch immer aufgefordert, Cookies zu akzeptieren / abzulehnen, wenn Sie unsere Website erneut besuchen.

Wir respektieren es voll und ganz, wenn Sie Cookies ablehnen möchten. Um zu vermeiden, dass Sie immer wieder nach Cookies gefragt werden, erlauben Sie uns bitte, einen Cookie für Ihre Einstellungen zu speichern. Sie können sich jederzeit abmelden oder andere Cookies zulassen, um unsere Dienste vollumfänglich nutzen zu können. Wenn Sie Cookies ablehnen, werden alle gesetzten Cookies auf unserer Domain entfernt.

Wir stellen Ihnen eine Liste der von Ihrem Computer auf unserer Domain gespeicherten Cookies zur Verfügung. Aus Sicherheitsgründen können wie Ihnen keine Cookies anzeigen, die von anderen Domains gespeichert werden. Diese können Sie in den Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers einsehen.

Andere externe Dienste

Wir nutzen auch verschiedene externe Dienste wie Google Webfonts, Google Maps und externe Videoanbieter. Da diese Anbieter möglicherweise personenbezogene Daten von Ihnen speichern, können Sie diese hier deaktivieren. Bitte beachten Sie, dass eine Deaktivierung dieser Cookies die Funktionalität und das Aussehen unserer Webseite erheblich beeinträchtigen kann. Die Änderungen werden nach einem Neuladen der Seite wirksam.

Google Webfont Einstellungen:

Google Maps Einstellungen:

Google reCaptcha Einstellungen:

Vimeo und YouTube Einstellungen:

Einstellungen speichernNur Notwendige