Diabetiker-Experte - René Gräber
 

Der Diabetes-Bluttest: die Nüchternuntersuchung

Der Diabetes Bluttest (die sog. Nüchternuntersuchung) wird angewandt, wenn bei Ihnen erhöhte Blutzuckerwerte (über 200 mg/dl Blut) festgestellt werden und so ein erster Verdacht auf Diabetes besteht. Dann wird bei Ihnen eine Nüchternuntersuchung durchgeführt. Sie sollten vor dieser Untersuchung 8 Stunden lang nichts gegessen haben.

Bei dieser Untersuchung wird Ihnen entweder Blut aus einer Vene oder so genanntes Kapillarblut aus einer Fingerkuppe entnommen.

Wenn die letzte Nahrungsaufnahme zwischen 8 und 10 Stunden her ist, sollte der Blutzucker im Blutplasma der Venen nicht mehr als 99 mg/dl (Milligramm pro Deziliter) oder 5,6 mmol/l (Millimol pro Liter) betragen. Zeigt sich bei einer Nüchternblutzuckermessung ein Wert von mehr als 125 mg/dl (7,0 mmol/l), liegt eine Diabetes-Erkrankung vor, aber schon ab 100 mg/dl (5,6 mmol/l) ist ein Prä-Diabetes sehr wahrscheinlich. Ein Blutzuckerspiegel unter 50 mg/dl (2,8 mmol/l) gilt als Zeichen einer Hypoglykämie (Unterzuckerung).

Mit einer einmaligen Bestimmung ist es bei diesem Test natürlich nicht getan. Um ganz sicher zu gehen, wird die Nüchternuntersuchung nach einigen Tagen noch einmal wiederholt.

Sind die Werte nicht ganz klar oder es ergeben sich weitere Anhaltspunkte für einen Verdacht auf Diabetes, wird der orale Glucosetoleranztest eingesetzt.