Mody Diabetes - Diabetes Typ
3
Mody Diabetes - Genetische Defekte als Ursache
der Zuckerkrankheit...
Mody Diabetes, (maturity-onset diabetes in the young) ist
eine Sonderform des Diabetes.
Früher wurde dieser Typ dem Diabetes mellitus Typ
II, zugeordnet, weil dieser nicht mit der Verabreichung
von Insulin behandelt werden musste.
Heute stellt der Mody Diabetes, als Folge neuerer
Forschungsergebnisse, eine eigene Gruppe dar und wird dem
Diabetes Typ III zugeordnet.
Korrekterweise gehört der Mody Diabetes zur Kategorie 3
(auch als Diabetes Typ 3) bezeichnet. Diese Typ 3 Kategorie
wird in verschiedene Untergruppen (zur Zeit A bis H) definiert.
Die Mody-Variante gehört meist zur Kategorie 3 A.
Das Krankheitsbild des Mody
Diabetes
Das Krankheitsbild des Mody-Diabetes tritt meistens bei
Kindern und Jugendlichen auf und entwickelt sich bis etwa zum
25. Lebensjahr.
Das Gewicht der Betroffenen ist dabei normal. Da die
Erkrankung eher langsam fortschreitet, ist auch eine Diagnose
oft nicht sofort eindeutig zu erstellen. Von allen Diabetikern
leiden ca. 7% unter einem Mody Diabetes.
Mody Diabetes ist dominant vererbbar. Meistens finden sich
in einer Familie mehrere Fälle. Die Ursache für seine
Entstehung ist eine Mutation in den Genen, die für den
Glukosestoffwechsel zuständig sind.
Dabei wird die Sekretion des Insulins behindert. Bis jetzt
wurden 6 Mutationstypen entdeckt, die für diese Insulinstörung
verantwortlich sind.
Oft gehen mit diesem Typ des Diabetes Störungen in der
Nierenfunktion, Veränderungen im Stoffwechsel der Lipide,
Nierenzysten und Veränderungen der Genitalorgane einher. Durch
eine Genuntersuchung lässt sich die Erkrankung feststellen und
von anderen Typen der Diabetes abgrenzen.
Im Gegensatz zu den anderen Diabetestypen findet man bei
Mody Diabetes keine Insulinautoantikörper im Blut. Die
Körperzellen sprechen normal auf Insulin an.
Als Therapie reicht es meistens aus, dass die an Mody
Diabetes Leidenden nach einer gezielten Diät leben und viel
Bewegung haben.
Es wird eine Diät empfohlen, die wenig Kohlehydrate und
viele Ballaststoffe beinhaltet.
Körperliche Aktivitäten führen zu einem schnelleren
Stoffwechsel und damit zu einem schnelleren Umsatz der im Blut
befindlichen Glukose.
Gleichzeitig gewinnen die Körperzellen ihre Fähigkeit,
Insulin aufzunehmen, zurück. Mit diesen relativ einfachen
Mitteln lässt sich der Blutzuckerspiegel bei Mody Diabetes
hinreichend kontrollieren.
Medikamente, die den Blutzuckerspiegel gezielt absenken,
sind in der Regel nicht notwendig.
Allerdings gibt es Ausnahmen während einer Schwangerschaft.
Bei Mody Diabetes geht man von einer Risikoschwangerschaft aus,
die in einigen Fällen auch mit der Gabe von Insulin behandelt
werden muss.
Grundsätzlich ist eine konsequente, regelmäßige Kontrolle
des Blutzuckerspiegels nötig, um gesundheitliche Folgeschäden
auszuschließen: vor allem Hypertonie, Bluthochdruck, und
Lipidstörungen, Störungen im Bereich der Fettsäuren, sind
Krankheiten, die oft in Verbindung mit Diabetes auftreten.
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