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Der Fuß: Das diabetische Fußsyndrom

Eine gefährliche Folgeerkrankung des Diabetes mellitus ist das Diabetische Fußsyndrom.

Zu Beginn bilden sich Geschwüre an den Endgliedmaßen, zunächst den Zehen. Diese dehnen sich im Verlauf aus und können schlimmstenfalls zu Teilamputationen an den Füßen führen.

Jeder Diabetiker sollte also über diese Folgeerkrankung informiert sein, da der Diabetiker 40 mal häufiger von dieser Erkrankung betroffen ist als der Nicht-Diabetiker.

Jährlich rund 28.000 Amputationen bei Zuckerkranken machen die Wichtigkeit der Vorbeugung deutlich.

Der Diabetiker sollte unbedingt einen Diabetesarzt oder eine Diabetes-Fußambulanz aufsuchen, um dem Diabetischen Fußsyndrom durch frühzeitige Therapie entgegenzutreten. Der Beginn dieser Erkrankung verläuft leider schleichend und zunächst unbemerkt.

Erst schlecht verheilende Wunden oder beginnende Geschwürbildung lässt diese Erkrankung sichtbar werden. Mit hohem und schlecht eingestelltem Zuckerspiegel über einen längeren Zeitraum erhöht sich die Gefahr des Diabetischen Fußsyndrom kontinuierlich.

Diabetiker des Typ II, also des sogenannten „Alterszucker“ mit einer Nervenschädigung oder verengten Beingefäßen haben ein besonders hohes Risiko, im Verlauf der Stoffwechselerkrankung auch Schädigungen der Füße zu erleiden.

Wichtig für die Vorbeugung ist, dass der Diabetiker auf perfekt passendes Schuhwerk und Strümpfe ohne Nähte und einengende Bündchen achtet. Kleinste Druckstellen oder das Anstoßen der Zehen in den Schuhen können durch fortschreitendes vermindertes Schmerzempfinden zu schlecht verheilende Verletzungen führen, die sich in der Folge zu einem ersten Geschwür auswachsen könnten.

Spezielles Diabetikerschuhwerk ist hier ein etwas teureres aber eben sehr hilfreiches Mittel zu Vorbeugung. Hat der Diabetiker sich eine Verletzung am Fuß zugezogen, ist es unbedingt erforderlich hiermit sofort einen Arzt aufzusuchen.

Da die Durchblutung speziell beim Diabetestyp II schlechter als beim gesunden Menschen ist, besteht hier schnell die Gefahr der Lochbildung an der verletzten Stelle. Selbstbehandlung ist hier nicht empfehlenswert und kann sehr schnell den gesamten Fuß gefährden.

Weiterhin ist speziell beim Diabetiker gute Fußpflege, also Haut- und Nagelpflege sehr wichtig. Auch eingewachsene Fußnägel oder rissige Hornhaut können zu irreparablen Schäden am Fuß führen. Spezialisierte Fußpflegesalons, die oftmals auch Hausbesuche anbieten, können bei der Pflege der Füße eine große Hilfe sein, da es gerade im Alter bei der Pediküre am eigenen Fuß zu Verletzungen kommen kann.

Auch die Fußpflegepräparate sollten möglichst mit dem Arzt oder aber dem Fußpflegepersonal abgesprochen werden, weil es auf dem Markt verschiedene Präparate gibt, die für die Pflege der empfindlichen Diabetikerhaut nicht geeignet ist.

Die Vermeidung der direkten Sonnenbestrahlung der Füße und des Barfußlaufens wegen Fußpilz- und Verletzungsrisiko runden die Vorbeugung vor dem Diabetischen Fußsyndrom ab.

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