Beiträge

Diabetes Symptome sollten Sie für ein gutes Management und für eine Komplikationsprophylaxe kennen.

Auch einem sehr gut eingestellten Diabetiker kann es passieren, dass sein Zuckerspiegel zu weit nach oben oder unten abweicht.

Daher müssen Sie die Anzeichen einer Unter- und Überzuckerung kennen, um sofort reagieren zu können. Sie und Ihre Angehörigen müssen wissen, was in diesem Fall zu tun ist. Nur dann können Sie schwere Folgen, die bis zum Tod führen können, vermeiden.

Weder eine Überzuckerung, noch Unterzuckerung dürfen Sie als Diabetiker auf die leichte Schulter nehmen.

Beides kann zu Bewusstlosigkeit, im Extremfall bis zum lebensbedrohlichen Koma führen. Erkennen Sie oder Ihre Angehörigen dagegen die Diabetes Symptome rechtzeitig, können Sie schnell die richtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen ergreifen.

Dies ist auch für ein gutes Diabetes Management und eine Komplikationsprophylaxe wichtig.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Diabetes-Newsletter dazu an:

Ketoazidotischer Überzucker tritt meist bei Typ-l-Diabetikern auf

Sie entsteht, wenn ein Insulin-Mangel vorliegt und der Körper deshalb Ketonkörper verbrennt. Er entsteht in wenigen Stunden, kann aber auch einige Tage brauchen. Die Ursache ist, dass Sie zu wenig Insulin gespritzt, gleichzeitig aber zu viele Kohlenhydrate zu sich genommen haben.

Anzeichen sind großer Durst, ein Harndrang, der bei 6 Litern pro Tag liegt, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Der Blutzucker schnellt auf 300 mg/dl hoch, dagegen sinkt der Blutdruck.

Sie sollten bei einer Überzuckerung viel trinken, aber nichts Süßes. Bei Bewusstlosigkeit muss sofort der Notarzt gerufen werden.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Diabetes-Newsletter dazu an:

Die Insulin Spritze

Die Insulin Spritze gleicht einer normalen Einweg-Spritze. Mit der Insulin Spritze wird das Insulin in das Unterhaut-Fettgewebe injiziert.

Anhand der Markierungen auf der Spritze erkennt man ziemlich genau, wie viel Insulin injiziert wird. Die Insulin Spritze ist relativ selten geworden. Achten Sie bei der Insulin Spritze darauf, dass es zwei verschiedene Sorten von Spritzen gibt: die U40- und die U100-Spritzen.

Achten Sie darauf, dass Sie die Spritze kaufen, die zu Ihrem Insulin passt, denn U100-Insulin, mit einer U40-Spritze injiziert, führt zu Unterzuckerung. Spritzen Sie U40-Insulin mit einer U100-Spritze, kommt es zur Überzuckerung.

Der Insulin Pen

Der Insulin Pen ist ein Gerät, welches einem sehr großen Kugelschreiber relativ ähnlich sieht. Der Insulin Pen ist auch relativ einfach zu bedienen und dessen Genauigkeit bei der Dosierung ist gut und die Handhabung ist einfach.

Es gibt verschiedene Varianten eines Insulin-Pens. Es gibt Pens mit Dosierung in Einer-Schritten, die geeignet sind, wenn man einen niedrigen Insulin-Bedarf hat. Bei einem höheren Insulin Bedarf, wählt man im allgemeinen einen Pen mit Zweierschritten in der Dosierung.

Wichtig zu wissen ist, das jedes Insulin-Pen-Modell anders funktioniert. Mein Tip: Lassen Sie sich das Modell genau erklären…

Früher war es üblich, dass Sie als Diabetiker lernten, mit einer Einmal-Spritze umzugehen, um sich Insulin zu spritzen. Wenn Sie einen Pen verwenden, verzichten Ärzte oft darauf.

Praxistipp: Erlernen Sie auf jeden Fall, wie man mit der Spritze umgeht, auch wenn Sie einen Insulin-Pen verwenden. Falls der Pen einmal defekt ist, sind Sie auf die Spritze angewiesen – und dann müssen Sie mit dieser umgehen können.

Mehr zum Thema: Diabetes Therapie

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Diabetes-Newsletter dazu an:

Wir kennen Evergreens aus der Musik. Das sind unvergessliche Musikstücke, die ihre aktuellen Jahre weit überlebt haben und immer wieder gerne gehört und gespielt werden.

Evergreening ist das Gleiche in Grün in der Geschäftswelt, wie die Pharmaindustrie, wenn es darum geht, laufende Patente von Produkten über die rechtlich zugesicherte Laufzeit hinaus zu verlängern. Dabei handelt es sich mehr um „Machenschaften“ – auf keinen Fall ist Evergreening ein rechtlich abgesichertes Konzept oder sogar Bestandteil der Rechtsprechung oder des Patentrechts.

Laut der englischen Version von Wikipedia handelt es sich hier um „einen Begriff, der Myriaden von möglichen Wegen beschreibt, mit dem pharmazeutische Patenteigner das Recht und verwandte Rechtswege benutzen, um ihre profitablen intellektuellen Besitzrechte zu verlängern, besonders wenn es sich um hoch profitable Blockbuster Medikamente handelt“.

Warum es keine Generika bei Insulin gibt…

Generika sind Medikamente, bei denen der Patentschutz abgelaufen ist. Da es bei den Generika um die gleiche pharmakologisch/pharmazeutische Substanz handelt wie bei den Originalprodukten, gibt es in der Regel keine Unterschiede in der Wirkung, Nebenwirkungen und Indikationen.

Die Hersteller der Originale behaupten zwar immer, dass ihre Galenik, also die Machart der Tabletten und Kapseln, denen der Nachahmer überlegen sei und dass dabei Unterschiede bei der Resorption entstehen können. Dies ist möglich, aber nicht die Regel.

Denn rein theoretisch könnte man eine schlechtere Resorption durch eine höhere Dosis kompensieren. Das würde zwar mehr Geld kosten, aber… die Kosten von Generika betragen nur bis zu 5 Prozent der ursprünglichen Kosten für das Original. Bei solchen Preisunterschieden ist das Kostenargument nur lächerlich.
Und bei solchen Preisen ist auch verständlich, warum man bei den Original Herstellern nach Mitteln und Wegen sucht, die alten Produkte so zu manipulieren, dass daraus ein neues, patentierbares Etwas wird – Evergreening.

Johns Hopkins Medicine veröffentlichte letztes Jahr einen Beitrag zu diesem Thema: Why People with Diabetes Can’t Buy Generic Insulin. Hier erfährt der Leser, dass es zwar Generika für eine Unmenge an Medikamenten gibt. Aber für Insulin hat es nie ein Generikum gegeben. Das ist besonders merkwürdig, handelt es sich hier um ein lebensrettendes Medikament, wodurch es sich von den meisten pharmazeutischen Produkten unterscheidet.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Diabetes-Newsletter dazu an:

Theoretisch müsste es schon lange ein Generikum geben. Aber die Pharmaindustrie hat es verstanden, durch minimale Veränderungen beziehungsweise „Verbesserungen“ den Patentschutz nie auslaufen zu lassen. Und der dauert jetzt schon seit 93 Jahren (1923 bis heute).

Und das Resultat dieses Dauerpatentschutzes ist, dass viele insulinpflichtige Diabetiker finanzielle Probleme bei der Besorgung ihrer Medizin haben. Und einige dieser Patienten landen im Krankenhaus mit lebensbedrohlichen Komplikationen, wie Nierenversagen und diabetischem Koma. Das behaupten zwei Internisten und Wissenschaftler von Johns Hopkins Medicine.

Die beiden Autoren, Dr. Jeremy Greene und Dr. Kevin Riggs, bezeichnen in ihrer Veröffentlichung im New England Journal of Medicine die Geschichte des Insulins als ein perfektes Beispiel für Evergreening. Hier haben die Hersteller immer wieder eine Reihe von „Verbesserungen“ durchgeführt, die die Patente für Jahrzehnt haben verlängern können.

Durch diese Maßnahmen wird gleichzeitig sichergestellt, dass ältere Versionen des Medikaments nicht auf den Generika-Markt gelangen. Denn die Hersteller von generischem Insulin haben keine Motivation, ein altes Medikament anzubieten, von dem die Ärzte glauben, das es inzwischen obsolet geworden ist.

Und die neuen Insuline sind aufgrund der Werbekampagnen der Hersteller natürlich besser als die Alten, und meist auch teurer als diese. Wer es sich leisten kann, der hat kein Problem mit der Versorgung. Wer krankenversichert ist, muss beten, dass die Krankenkassen sich mit den Herstellern einigen, dass das neue Insulin rezeptierbar wird.

Denn die alten Insuline werden langsam und sicher vom Markt genommen. Und da es keine generischen Anbieter gibt, bleiben nur die neuen und teuren Präparate auf dem Markt. Für die Krankenkassen gibt es dann kaum noch eine andere Wahl, als die neuen Produkte, egal wie viel besser oder auch nicht die neuen Insuline und deren Darreichungsformen sind, zu akzeptieren und in den Katalog der rezeptierbaren bzw. erstattungsfähigen Medikamente aufzunehmen.

Denn täten sie es nicht, dann gäbe es kein Insulin mehr für Diabetiker, beziehungsweise als Diabetiker müsste ich mir mein Insulin selbst kaufen. Wofür dann noch eine Krankenversicherung?

In Amerika haben 20 Millionen Menschen Diabetes. Bei Typ-1-Diabetes ist die Injektion von Insulin unausweichlich, da die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produzieren kann.

Bei Typ-2-Diabetes kann Insulin vermieden werden, indem der Patient eine entsprechende Diät einhält und/oder orale Antidiabetika einnimmt.

Aber auch hier führt der therapeutische Weg der Schulmedizin oft in die Insulinabhängigkeit. Denn orale Medikamente beseitigen nicht den Diabetes, sie kaschieren ihn nur.

Wer in den Staaten nicht versichert ist, der muss monatlich zwischen 120 und 400 Dollar nur für sein Insulin ausgeben. Wer sich solche Ausgaben nicht leisten kann, der bezahlt mit gesundheitlichen Komplikationen, wie verschwommenem Sehen, dramatischem Gewichtsverlust, unstillbarem Durst, einige der Konsequenzen und Symptome eines nicht eingestellten Diabetes. Unbehandelt führt dies zur Erblindung, Nierenversagen, Gangränen an den Extremitäten und Verlust von Gliedmaßen aufgrund von notwendig gewordenen Amputationen.

Bei derartig grauenhaften Verläufen muss man sich wiederholt die Frage stellen, warum es kein preiswertes Generikum von Insulin gibt. Der Grund: Die Geschichte des Insulins wurde von der Pharmaindustrie im Laufe der Jahre „pervertiert“. 

Insulin wurde 1921 von den Forschern Banting und Best entdeckt. Im Jahr 1923 wurde diese Entdeckung patentiert und für einen Dollar an die Universität von Toronto „verkauft“. Die amerikanische Firma Eli Lilly hatte schon früh eine Unterstützung der beiden Forscher kurz nach der Veröffentlichung ihrer Entdeckung angeboten, die von den Forschern dankend angenommen wurde.

Für die praktische Umsetzung der Entdeckung war diese Kooperation ein Segen. Das Gleiche lässt sich auch für die Weiterentwicklung der Insuline sagen. In den 1930er und 40er Jahren entwickelte die Pharmaindustrie lang wirksame Insuline, die bei vielen Patienten eine Einmaldosierung am Tag erlaubte.

Im Verlauf der Jahre stießen immer mehr Pharmafirmen hinzu, die sich mit der Weiterentwicklung der Insuline befassten. Dieser Verlauf war nur deshalb möglich, weil der Patenthalter, die Universität von Toronto, keinen exklusiven Anspruch auf ihr Patent erhoben hatten und Insulin damit von jedem, der wollte und konnte, benutzt und vertrieben werden konnte.

Heute ist das humane gentechnisch gewonnene Insulin noch Standard. Die Insulin erzeugenden Pharmafirmen haben die Produktion tierischer Insuline seit geraumer Zeit eingestellt. Kein ernstzunehmender Arzt oder Diabetologe wird heute noch auf dieses Insulin zurückgreifen. Gentechnisch hergestelltes Humaninsulin ist sehr aufwendig in der Herstellung und daher kaum denkbar für eine Generika produzierende Firma.

Dazu gesellt sich noch die Tatsache, dass der Herstellungsprozess selbst auch unter Patentschutz steht. Eine Generika-Firma müsste also erst einmal einen eigenen Herstellungsprozess auf gentechnischer Basis erfinden, um selbst Humaninsulin zu produzieren.

Die neueste Erfindung, die Insulinanaloga, sind gentechnisch hergestellte Insuline mit leicht veränderter Struktur. Diese Veränderungen sollen die Steuerbarkeit der Substanzen verbessern. Gleichzeitig stellt diese Neuerung sicher, dass es für diese Substanzgruppe keine Generika gibt, da der Herstellungsprozess noch aufwendiger ist.

Evergreening in der Pharmaindustrie

Am Beispiel von Insulin wird die Taktik des Evergreening deutlich, die auch bei anderen Substanzen in etlichen Variation zur Anwendung kommt. Ziel ist immer, die Konkurrenz mit den Generika an dem Zugriff auf freie Substanzen zu hindern und damit für die eigenen Produkte hohe Preise zu erzielen. Hierzu werden von den Herstellern immer wieder neue Darreichungsformen (Nanopartikel zum Beispiel) erfunden, oder neue Dosierungen, neue Kombinationen oder die alte Substanz wird biochemisch geringfügig verändert, was zu einer patentrechtlich gesehen neuen patentierbaren Substanz führt.

In der Pharmabranche wird dies als „Lifecycle Management“ bezeichnet. Dahinter versteckt sich nichts anderes als Strategien, wie der Patentschutz einer Substanz verlängert, modifiziert und so weiter werden kann. Ziel ist die Maximierung der Gewinne aus dem Verkauf des jeweiligen Produkts.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:

Ein weiterer Aspekt hier ist die Anmeldung eines Patents. Für die Pharmafirmen sind die Anforderungen für ein neues Patent verhältnismäßig einfach zu erfüllen. So sind zum Beispiel Retard-Formen bei Medikamenten schon lange bekannt und in der Anwendung. Wenn dann aber eine solche längst bekannte Retard-Form mit einer bekannten Substanz kombiniert wird, dann erhalten wir ein vollkommen neues Medikament, das zugelassen werden muss, aber auch patentierbar ist.

Und schon hat die Kombination der alten Substanz als Retard-Präparat eine 20-jährige patentierte Zulassung. Eine andere Strategie ist, wie bereits weiter oben schon erwähnt, die geringfügige Veränderung der biochemischen Struktur einer Substanz, um sie als „neue Substanz“ zu klassifizieren und patentieren.

In der Regel sind die damit erzielten therapeutischen Vorteile bestenfalls marginaler Natur. Die Veränderungen richten sich hauptsächlich an der Notwendigkeit aus, Patente zu erzielen. Für die neue Substanz, die man patentiert hat, werden dann vom Marketing therapeutische Vorteile erfunden, die die Pharmavertreter dann dem Arzt als der Wissenschaft letzter Schrei verkaufen müssen.

Diese Praxis ist auch mit verantwortlich, dass es bei den verschiedenen Substanzklassen und deren entsprechenden Indikationen einen Berg an „me-too“ Präparaten gibt, die sich alle biochemisch ein wenig unterscheiden, und daher von Rechtswegen als eigenständige Substanzen angesehen werden. Für die Therapie der damit behandelten Erkrankungen gibt es selten signifikante Unterschiede (Wenn Wiki einen Watcher hat).

Über die Notwendigkeit der „Gewinnmaximierung“ in der Pharmaindustrie

Pharma IP Evergreening Strategies ist ein im Netz veröffentlichter Vortrag eines Patentanwalts, der deutliche Zahlen präsentiert. Demnach kostet es einer „forschenden Firma“ rund 1,3 Milliarden Dollar, um eine neue Substanz zu entwickeln. Dazu werden rund 5000 Verbindungen/Substanzen geschaffen, von denen es nur 5 in die klinische Prüfung schaffen.

Und von den 5 wird nur eine einzige zugelassen. Aber danach ist angeblich die Welt immer noch nicht in Ordnung, denn nur eine von drei neu zugelassenen Substanzen ist in der Lage, die Entwicklungskosten wieder einzufahren.

Einer der Blockbuster in den Staaten war Lipitor, das alleine im Jahr 2010 rund 11,7 Milliarden Dollar Umsatz erzielte. Lantus und NovoLog sind zwei Diabetes-Präparate, die es in die Top-10 der prognostizierten Verkaufszahlen für das Jahr 2014 schafften – Lantus mit 7,1 und NovoLog mit 5,7 Milliarden Dollar.

Der Patentanwalt bezeichnet in seinem Vortrag den „Big Pharma Markt“ als unvorhersehbar und voll von Risiken. Es lauern unerwartete Nebenwirkungen, die dem Präparat ein vorzeitiges Ende bereiten können. Und wenn ein Konkurrent eine neue, ähnliche Substanz für das gleiche Indikationssegment auf den Markt bringt, dann könnte der von der Konkurrenz behauptete Vorteil der neuen Substanz das Ende des eigenen Produkts sein.

Oder mit anderen Worten: Die Bedenken der Pharmaindustrie sind berechtigt. Allerdings scheint niemand hier auf den Gedanken zu kommen, dass die Behandlung von Krankheiten mit selbst geschaffenen Substanzen zumindest als Langzeittherapie keine biologisch kompatible Vorgehensweise ist. Kein Wunder also, wenn Arzt und Patienten auf der Hut vor Nebenwirkungen sein müssen.

Und mit weiteren anderen Worten: Bei einem so hohen Risiko kann die Pharmaindustrie keine nebenwirkungsarme oder -freie Konkurrenzprodukte neben sich dulden, die natürlichen Ursprungs und damit nicht patentierbar sind. Hier wird dann einfach gebetsmühlenartig behauptet, dass natürliche Substanzen keine evidenzbasierte Basis für den Einsatz in der Medizin haben. Gibt es diese Basis aber doch, dann ist die Pharmaindustrie die Erste, die sich hier Patente auf natürliche Stoffe zu ergattern versucht.

Fazit

Ob Insulin oder andere Medikamente, die Pharmaindustrie versucht alles so teuer wie möglich zu verkaufen und billige Konkurrenz auszuschalten. Und wenn es dabei zu Liefer- oder Produktionsengpässen kommt, dann ist dies das schönste Luxus-Problem, was man sich als Anbieter vorstellen kann.

Denn mehr Diabetiker erhöhen die Nachfrage nach Insulin. Und wenn es keine billigen Nachahmer gibt, die den Bedarf decken helfen, dann bleibt das Angebot unter der Nachfrage und die Preise hoch. Dass hier Menschen für diese Veranstaltung mit ihrem Leben bezahlen, das interessiert das Marketing auf der Jagd nach immer höheren Verkaufszahlen herzlich wenig.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter „Unabhängig. Natürlich. Klare Kante.“ dazu an:

Insulin gehört zu den Proteohormonen, die aus Aminosäureketten bestehen, also Eiweiße sind. Der Entstehungsort des Stoffwechsel-Hormons sind die Beta-Zellen in den Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse (Pankreas).

Insulin wird zunächst als einkettige Vorstufe (Prohormon) produziert, aus der ein Abschnitt herausgetrennt wird. Dadurch bleiben eine A- und eine B-Kette übrig, die durch Seitenverbindungen verknüpft sind. In dieser Form ist Insulin das aktive Hormon. Die ausgeschnittene Rest-Kette (C-Peptid) kann im Labor zur Beurteilung der Insulin-Produktion herangezogen werden.

Insulin ist für die Gewebszellen wie ein Schlüssel, der die Tür für Traubenzucker (Glucose) öffnet. Das Hormon heftet sich an die Insulin-Rezeptoren in den Zellmembranen an, wodurch eine Reihe von Reaktionen ausgelöst werden, an deren Ende die Aktivierung des Glucose-Transporters steht. Dieses Protein ist ebenfalls in die Zellmembranen eingebettet und kann den Traubenzucker einschleusen.

Neben dieser Hauptfunktion erfüllt Insulin noch andere Aufgaben, die mit dem Zucker-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel im Zusammenhang stehen. So fördert das Hormon die Fett-Synthese und hemmt den Abbau der Lipide und auch der Proteine. Insulin blockiert noch andere Abbau-Prozesse, bei denen Traubenzucker entsteht und aktiviert die Produktion von Leberstärke (Glykogen) aus Glucose. Einfluss hat das Peptid auch auf das Hungerempfinden sowie auf die Steuerung des Zellwachstums.

Antidiabetika erhöhen die Insulin-Wirkung oder dessen Ausschüttung. Reicht das nicht mehr aus, brauchen Sie eine Insulin-Therapie…

Wenn die Bauchspeicheldrüse viel zu wenig oder gar kein Insulin mehr ausschüttet, muss das Stoffwechsel-Enzym von außen zugeführt werden. Das ist regelmäßig beim Diabetes Typ 1 der Fall, kann aber auch beim Typ 2 nach längerer Krankheitsdauer erforderlich sein.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Diabetes-Newsletter dazu an:

Insuline für Diabetiker

Bis vor einigen Jahren gab es nur Insuline, die aus Schweine- oder Rinder-Pankreas gewonnen wurden. Heute werden (fast) nur noch Insulin-Analoga verwendet, die gentechnologisch produziert werden.

Die Reihenfolge der Aminosäuren in den Eiweißketten ist daraufhin abgestimmt, wie schnell oder wie lange das Insulin wirken soll. Humaninsulin ist mit dem biologischen Insulin identisch.

Insuline mit schnellem Wirkungseintritt dienen der Abdeckung zu den Mahlzeiten, wenn Glucose aus Kohlenhydraten zu einem Blutzuckeranstieg führt. Die meisten dieser Präparate soll der Patient eine halbe Stunde vor dem Essen injizieren.

Daneben gibt es auch Insuline, die innerhalb weniger Minuten ihre Wirkung entfalten. Damit können Blutzuckerspitzen, die der Diabetiker selber messen kann, umgehend ausgeglichen werden. Die schnell wirkenden Präparate bergen weniger das Risiko von Unterzuckerungen. Das Wirk-Optimum liegt hier zwei bis drei Stunden nach der Injektion.

Insuline mit länger anhaltender Wirkung (Verzögerungs-Insuline) sollen eine Grundabdeckung mit dem Hormon sicherstellen. Die Präparate senken den Blutzucker für 16 bis 24 Stunden, das aber nicht derart intensiv wie die schnellen Insuline.

Die Kombination dieser beiden Insuline, die zu verschiedenen Zeitpunkten gespritzt werden, sollen die Arbeit der Bauchspeicheldrüse imitieren, die das Hormon sukzessive je nach Bedarf abgibt. Präparate mit beiden Insulin-Typen in einer Injektions-Lösung eignen sich nicht für alle Patienten.

Die Insulin-Therapie für Typ-1-Diabetiker

Für Typ-1-Diabetiker ist die intensivierte Insulin-Therapie (ICT) das erste Mittel der Wahl. Diese Behandlung ist auch unter der Bezeichnung Basis-Bolus-Therapie (BBT) bekannt (Bolus: lat.: Schuss).
Bei dieser ICT/BBT kommt lang wirkendes Insulin und kurz wirkendes Insulin zum Einsatz.

Mit zwei bis drei Spritzen, mit denen Sie sich ein Verzögerungs-Insulin injizieren, decken Sie den Basis-Bedarf Ihres Körpers an Insulin.

Zusätzlich erhalten Sie ein schnell und intensive wirkendes Insulin, mit dem Sie den Bedarf bei den Mahlzeiten abdecken. Die Dosierung des Insulins hängt von der Menge der zu verzehrenden Kohlenhydrate ab. Sinnvoll ist auch eine Messung des Blutzuckers. Wie die dazu erforderlichen Berechnungen durchgeführt werden, lernen Sie in Schulungen, die Ihnen Ihr Facharzt vermittelt.

Da der Basisbedarf immer gedeckt ist, können Sie Ihre Mahlzeiten frei planen und sind nicht an einen so strengen Zeitplan gebunden.

Trotzdem müssen zwischen vier- und achtmal am Tag spritzen. Bei den eingesetzten Insulin-Sorten ist es aber möglich, auf kleine Injiziergeräte (wie zum Beispiel Pens), zurückzugreifen. Dies fällt den meisten Menschen jedoch relativ leicht.

In diese Pens vom Format eines Kugelschreibers wird eine Insulin-Patrone eingesetzt. Durch Drehen am Einstellrad kann die Injektions-Menge dosiert werden. Vor jeder Injektion muss eine frische Einmalnadel eingesetzt werden.

Die intensivierte konventionelle Insulin-Therapie zeigte in Studien, dass durch diese (und mit der subkutan Insulin-Infusion) das auftreten von Diabetes Spätschäden am besten verhindert werden kann.

Eine andere Möglichkeit für den Typ-1-Diabetiker ist die konventionelle Insulin-Therapie (CT). Bei dieser Diabetes Therapie müssen Sie zu bestimmten Zeiten eine genau festgelegte Dosis eines Kombi-Präparates aus schnellem und Verzögerungs-Insulin spritzen: meist ist dies zwei- oder dreimal pro Tag.

Die Mahlzeiten müssen dann auch eine bestimmte Menge an Kohlenhydraten beinhalten und zu festen Zeiten eingenommen werden.

Die CT ist zwar einfacher in der Anwendung, ist aber nur bei gleichbleibender Tages-Struktur durchführbar. Dementsprechend sind Sie nicht besonders flexibel, wenn es darum geht, Mahlzeiten zu verschieben. Sind Ihre Mahlzeiten nicht nach Plan genau verteilt, kann es leicht zu einer Unterzuckerung kommen.

Bei Diabetes Typ 1 besteht auch die Möglichkeit der kontinuierlichen subkutanen Insulin-Infusion (CSII).

Sie tragen eine kleine Pumpe am Körper, durch die die Insulin-Grundversorgung (Basis) gesichert wird. Für den Bolus, den erhöhten Bedarf zu Mahlzeiten, drücken Sie einfach einen kleinen Knopf am Gerät.

Allerdings müssen Sie für den Einsatz einer solchen Pumpe sehr gut geschult sein und gut über Diabetes und die Zusammenhänge Bescheid wissen.

Gleichzeitig benötigen Sie ein gewisses Maß an „Körpergefühl“ um evtl. auftretende Symptome einschätzen zu können.
Die Insulin-Pumpe ist keine regelmäßige Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Gezahlt werden die Geräte nur dann, wenn Patienten trotz anderer Insulin-Therapien ständig unterzuckert sind.

Die Insulin-Therapie für Typ-2-Diabetiker

Die supplementäre (=ersetzende) Insulintherapie (SIT) wird bei Typ-2-Diabetikern zusätzlich zur Gabe von oralen Antidiabetika angewandt. Die Bauchspeicheldrüse ist noch selbst in der Lage, die Basisversorgung des Körpers mit Insulin bereitzustellen, allerdings ist die produzierte Menge nicht mehr ausreichend. Daher treten Blutzuckerspritzen nach dem Essen auf, die kompensiert werden müssen.

Wie der Begriff „supplementär“ bereits andeutet, wird nur die Insulinmenge ersetzt, die für den normalen menschlichen Stoffwechsel nötig ist.

Gewöhnlich spritzt sich der Patient zu den Mahlzeiten Insulin-Analoga, die im Vergleich zu Humaninsulin eine schnellere und kürzere Wirksamkeit besitzen.

Auf diese Weise werden die Blutzuckerspitzen, die nach Einnahme der Mahlzeiten entstehen, verhindert. Aufgrund der schnellen Wirksamkeit des Insulins muss kein zeitlicher Abstand zwischen Injektion und Mahlzeit eingehalten werden.

Diese Art der Therapie bietet dem Diabetiker zudem die Möglichkeit, seine Mahlzeiten frei zu gestalten, da die Insulinmenge an die verzehrten Kohlenhydrate angepasst wird und nicht umgekehrt.

Im Rahmen der basal unterstützten oralen Therapie (BOT) injiziert sich der Patient in der Regel gegen Abend ein Verzögerungs-Insulin. Dies soll verhindern, dass der Blutzucker nachts zu stark ansteigt und auch der morgendliche Nüchternblutzucker nicht zu hoch ist.

Typ-2-Diabetiker, deren Bauchspeicheldrüse fast gar kein Insulin produziert, müssen zur ICT/BBT wechseln. Auch die CT ist dann geeignet, wenn der Tagesablauf konstant ist.

Fazit

Es gibt verschiedene Möglichkeiten einer Insulin-Therapie, die bei Ihnen je nach Lebenssituation zum Einsatz kommen kann.

Es lohnt sich also für Sie gut informiert zu sein, denn so können Sie mit Ihrem Arzt die beste Diabetes-Therapie besprechen.

Mehr dazu auch in den Beiträgen:

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 6.12.2020 überarbeitet und ergänzt.

Insulin ist ein Eiweiß, das als Botenstoff wirkt. Der Bildungsort des Peptidhormons ist die Bauchspeicheldrüse, die das Protein bei Bedarf ins Blut abgibt.

Vor allem bei einem steigenden Glucose-Spiegel im Blut-Plasma wird das Hormon ins Blut ausgeschüttet, denn es befähigt die Körperzellen zur Aufnahme des Traubenzuckers.

Ohne Insulin könnten die Körpergewebe, Muskeln, Nerven und die Leber die Glucose nicht nutzen, sodass ihnen der lebenswichtige Nährstoff fehlte. Hingegen stiege der Blutzuckerspiegel auf ein gefährliches Maß an.

Glucose ist der wichtigste Energielieferant für die Zellen. Wenn der Nährstoff im Überfluss verfügbar ist, beginnt die Leber den Traubenzucker in Fett umzuwandeln. In der Folge entsteht eine Fettleber, an der bereits 20% bis 40% der Menschen „leiden“. Die meisten wissen von ihrer Fettleber gar nichts, wundern sich aber über solche Symptome wie Müdigkeit und andere Symptome… Mehr dazu übrigens in meinem Beitrag zur Fettleber: https://www.gesund-heilfasten.de/fettleber/

Zurück zum Insulin. In unserer „Stammesgeschichte“ (Evolution) war es wichtig Reserven zu bilden, denn Nahrung war oft ein knappes Gut. Die enormen Mengen an Zucker und anderen Kohlenhydraten, die wir heute dauernd verzehren, hatte die Evolution nie „eingeplant“. Deswegen führt unsere üppige Ernährung zu Problemen.

Zu wenig beachtet wird dabei die zu hohe Insulin-Ausschüttung ins Blut. Denn das Hormon soll ja den Überfluss bewältigen und so ein gesundes Gleichgewicht herstellen. Doch wenn der Insulin-Spiegel über Jahre hinweg regelmäßig zu hoch ist, drohen Gefahren für die Gesundheit.

Die Zellen wehren sich gegen die negativen Auswirkungen des Botenstoffes. Sie reagieren immer schwächer auf das Hormon und es entsteht eine Insulinresistenz. Zudem sind die Insulin-produzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse durch die ständige Überlastung geschwächt. Dann kann das Organ die benötigte Hormon-Dosis nicht mehr bereitstellen. Beide Faktoren lösen den Diabetes Typ 2 aus, der landläufig „Alterszucker“ genannt wird. Doch der gestörte Stoffwechsel betrifft nicht nur den Glucose-Haushalt, sondern noch eine Reihe anderer Prozesse.

Die Insulinresistenz führt zum metabolischen Syndrom. Im Verlauf der Ketten-Reaktion geraten die Cholesterin-Werte aus dem Gleichgewicht, sodass die nachteilige LDL-Konzentration im Blut-Plasma steigt, während der vorteilhafte HDL-Wert sinkt.

Folge ist dann eine zunehmende Arteriosklerose und Bluthochdruck mit allen bekannten Gefahren für das Herz-Kreislauf-System. Der ständig erhöhte Glucose-Wert verursacht Gewebsschäden an Nerven, Muskeln und Knochen. Osteoporose, Neuropathien und anderen Erkrankungen ist der Boden bereitet. Gleichzeitig können die Zellen weniger Vitamin C aufnehmen. Denn es sind dieselben Transportproteine in den Zellmembranen, die den Vitalstoff und Glucose ins Zellinnere einschleusen. Bei zu hohen Zuckerwerten verhindert der Traubenzucker den Einstrom des Vitamins in die Zellen.

Insulin fördert auch die Vermehrung und Entwicklung von Körperzellen. Doch dies ist im Hinblick auf mögliche Krebserkrankungen keinesfalls positiv, wenn die Insulin-Ausschüttung dauernd Spitzen-Werte erreicht. Denn auch die aggressiven Tumor-Zellen werden durch das Hormon im Wachstum übermäßig angeregt. Eine weitere Wirkung des Insulins ist die gesteigerte Aufnahme von Kalium in die Zelle. Das führt zur Hypokaliämie, bei der die Konzentration des Minerals im Blut-Plasma erniedrigt ist. Es drohen Herz-Rhythmus-Störungen und Muskelschäden.

Fatal sind weitere auch Wirkungen des Insulins. Das Hormon fördert die Synthese von Fett und Leberstärke und hemmt gleichzeitig den Abbau der Speicherstoffe. So entsteht ein Teufelskreislauf, wenn zu viel Kohlenhydrate verzehrt werden. Die Gewichtszunahme wird durch den Effekt enorm gesteigert.

Die Aufnahme großer Mengen Zucker und anderer Kohlenhydrate greift in das hormonelle Geschehen ein. Besonders die Insulin-Ausschüttung sollte bei der täglichen Ernährung berücksichtigt werden. Wenn das metabolische Syndrom bereits ausgeprägt ist, hilft nur eine Diät, die Glucose-Spitzen verhindert und den Insulin-Spiegel niedrig hält.

Mehr zum Thema: Diabetes Folgen – Diabetes Ernährung – Diabetes Test – Blutzuckerwerte

Beitragsbild: 123rf.com – lightwise

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Diabetes-Newsletter dazu an:

Unter einer Insulinresistenz versteht man eine Erkrankung, bei der die Insulinrezeptoren hauptsächlich der Fett-, Leber- und Muskelzellen und weiterer Zellen nicht mehr auf das von der Bauchspeicheldrüse produzierte Hormon Insulin reagieren.

Eine bestehende Insulinresistenz kann ursächlich für den Diabetes und auch die Adipositas sein.

Insulin – das Blutzuckerhormon

Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet und reguliert hauptsächlich den Blutzuckerspiegel. Das Hormon sorgt dafür, dass Glucose in die Körperzellen aufgenommen werden kann. Wenn mit der Nahrung Kohlehydrate aufgenommen werden, werden diese zu Glucose umgebaut und gelangen dann über den Darm ins Blut – der Blutzuckerspiegel steigt.

Um den Blutzuckerspiegel wieder zu senken und eine Überzuckerung des Blutes zu verhindern, schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus. Durch die Aufnahme von einfachen Kohlenhydratketten, wie sich beispielsweise in Weißbrot oder Zucker zu finden sind, steigt der Blutzuckerspiegel sehr schnell an und eine Menge Insulin muss schnellstmöglich ausgeschüttet werden.

Nachdem sich der Blutzuckerspiegel wieder normalisiert hat, sinkt auch der Insulinspiegel im Blut ab.

Insulin – Mehr als ein Zuckerregulator

Wie viele Hormone hat Insulin nicht nur eine einzige Aufgabe. Wissenschaftler des Max-Planck-Institutes für Stoffwechselforschung haben bei Versuchen mit Mäusen festgestellt, das das Hormon auch Gene aktiviert. Diese Gene sind für die Produktion der Desmosomen zuständig. Das sind Halte-Apparate zwischen den Zellen, die dem Gewebeverband Stabilität verleihen und in der Darmschleimhaut das Einsickern von Fremdstoffen in den Körper verhindern.

Auch Krankheitserreger werden durch diese kleinsten Barrieren vom Eindringen in den Körper abgehalten. Je weniger Desmosomen durch mangelnde Effizienz des Insulins vorhanden sind, desto durchlässiger wird der Darm. Dann entsteht das Leaky-Gut-Syndrom, der „löchrige Darm“, der ein Einfallstor für  allerhand krank machende Einflüsse darstellt.

Insulinresistenz – die Vorwarnstufe des Diabetes mellitus Typ II

Medizinisch Insulinresistenz wird diese Erkrankung auch als Prä-Diabetes bezeichnet, da sie häufig ein Vorbote einer Diabetes-Erkrankung ist.

Das erste Anzeichen, dass eine Insulinresistenz vorliegen könnte, ist ein ausgeprägter Umfang des Bauches; je größer der Bauchumfang, desto größer auch das Risiko einer Insulinresistenz und späteren Diabetes II Erkrankung. Nach dieser Inaugenscheinnahme kann der behandelnde Arzt den Blutzuckerspiegel im nüchternen Zustand bestimmen; liegt dieser höher als 99 – 126 mg/dl Blut, kann dies ein weiteres Indiz für eine Insulinresistenz sein. Typisch ist das Vorliegen leicht erhöhter Blutzuckerwerte und ein stark erhöhter Insulinwert. Meist verläuft die Prä- Diabetes symptomlos und wird so häufig nur zufällig bei einer Routineuntersuchung oder gar nicht entdeckt.

In manchen Fällen kommt es zu dunklen Flecken an Knie, Knöcheln, Ellenbogen, Nacken und Achselhöhlen – hier liegt dann eine ernste Form der Insulinresistenz, die Acanthosis nigricans vor.

Mehr zum Thema auf: Insulinresistenz und Diabetes Risikotest: Der Standl-Biermann-Score

Ursachen der Insulinresistenz

Auch wenn es noch keine konkreten Kenntnisse zu den Ursachen für die Entstehung der Insulinresistenz gibt, wird heute das Zusammentreffen verschiedener Faktoren verantwortlich gemacht. Ein Hauptteil macht die Ernährung aus. Werden große Mengen an zuckerhaltigen Nahrungsmittel und Getränken aufgenommen, die zudem noch nährstoffarm sind, begünstigt dies die Entstehung eines Prä- Diabetes.

Da der Zucker- und Insulinspiegel bei der oben beschriebenen Ernährung immer wieder stark steigen und abfallen, muss von der Bauchspeicheldrüse entsprechend viel Insulin her- und bereitgestellt werden.

Ist der Körper nun viele Jahrzehnte lang dieser Belastung mit Insulin ausgesetzt, kommt es in vielen Fällen zu einer Resistenzreaktion. Ein weiterer wichtiger Faktor, der die Entstehung einer Insulinresistenz begünstigt, die ein Mangel an Bewegung. Da in der heutigen Zeit die meisten Tätigkeiten sitzende ausgeführt werden, kommt dieser Faktor in der Regel zum Tragen. Kommt dann auch noch eine Adipositas (Fettleibigkeit) hinzu, ist die Wahrscheinlichkeit einer Insulinresistenz sehr groß.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Diabetes-Newsletter dazu an:

Insulinresistenz: Ist der Glykämische Index egal?

Der glykämische Index sagt aus, mit welcher Geschwindigkeit die Glukose aus einem Nahrungsmittel aufgenommen wird. Ist der glykämische Index hoch, treten kurzzeitig sehr hohe Blutzuckerwerte auf. Lange gingen Mediziner davon aus, dass eine Diät aus Nahrungsbestandteilen mit einem niedrigen glykämischen Index einen positiven Effekt auf den Stoffwechsel hat. Insbesondere solle eine derartige Diät die gefürchtete Insulinresistenz vermeiden helfen, so die gängige Ärztemeinung. Insulinresistenz bedeutet, dass die Gewebe auf Insulin kaum noch ansprechen.

Das Bauchspeicheldrüsen-Hormon veranlasst die Körperzellen zur Aufnahme des unverzichtbaren Basis-Brennstoffes. Reagieren die Zellen nicht mehr, entsteht ein Diabetes Typ 2. Doch auch bei einem Diabetes Typ 1 kann sich nach Jahren, oft Jahrzehnten, eine Insulinresistenz entwickeln. Nach Meinung der Ärzte sollte der glykämische Index aber nicht nur eine Rolle für die Ausprägung der Insulinresistenz spielen. Auch die Blutfett- und Cholesterinwerte, sowie Bluthochdruck könne die Diät im Zaum halten, glaubten die Mediziner.

Eine vom Journal of the American Medical Association (JAMA) in Auftrag gegebene Studie aus dem Jahr 2014 konnte diese Annahmen nicht bestätigen. Erstaunlicherweise bewirkte eine Diät aus Lebensmitteln mit niedrigem glykämischem Index genau das Gegenteil: Bei den Studienteilnehmern zeigte sich eine relative Insulinresistenz. In der Untersuchung spielte aber nicht nur der glykämische Index, sondern auch der absolute Kohlenhydratgehalt eine Rolle.

Enthält ein Nahrungsmittel viel Kohlenhydrate, ist nicht automatisch auch der glykämische Index hoch. Manche Obstsorten enthalten zwar viel Zucker, den der Körper jedoch relativ langsam aufnimmt und die daher einen niedrigen glykämischen Index haben. In der JAMA-Studie stellten die Wissenschaftler die Diät in 4 Stufen und wechselnden Kombinationen beider Werte (Kohlenhydratgehalt und glykämischem Index) zusammen.

Allerdings zeigte sich in der Studie, was schon in anderen Untersuchungen der letzten Jahre deutlich wurde: Lebensmittel mit hoher Absolut-Konzentration an Kohlenhydraten steigern die Insulinresistenz und beeinflussen auch andere Stoffwechsel-Parameter negativ. Dies ist auch der Fall, wenn der glykämische Index der Gesamtnahrung niedrig ist.

Entscheidender Faktor ist also der Kohlenhydratgehalt unserer Nahrung. Lediglich der Triglyzeridwert (Einfache Fette) sinkt unter dem Einfluss eines niedrigen glykämischen Index. Insgesamt aber sind es also kohlenhydratarme Diäten, die alle Blutfettwerte wie Cholesterin und auch den Blutdruck senken. Dabei können die reduzierten Kohlenhydrate auch durch Proteine und ungesättigte Fettsäuren ersetzt werden.

Präventive Maßnahmen

Um einer Insulinresistenz vorzubeugen oder diese zu heilen, ist Bewegung und Sport eine sehr wichtige Therapie. Diese sollte (je nach Fitnessstand), täglich ab 5 Minuten bis zu täglich 45 Minuten betrieben werden; Nordic Walking ist hier ein perfekter Einstieg.

Zudem sollte die Ernährung nachhaltig umgestellt werden, weg von Weißmehlprodukten und Zuckerüberschuss. Eine ausgewogene Ernährung mit Gemüse, Obst, (Vollkorn-)brot etc. können zu einer Verbesserung es Zustandes oder eine ganzheitliche Heilung der Insulinresistenz führen.

Durch die Steigerung der Muskelaktivität und einer ausreichenden Zufuhr von Mineralstoffen können die Insulinrezeptoren wieder aktiviert oder sogar neue hinzugewonnen werden.

In manchen Fällen kann die Gabe von organischen Mineralstoffkomplexen durch hochwertige Nahrungsergänzungsmittel hilfreich sein. Auf Rauchen und Alkohol sollte so weit wie möglich verzichtet werden. Und noch etwas, was ich für wichtig halte: Schlafprobleme sollten gelöst werden. Ein erholsamer Schlaf ist sehr wichtig.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter „Unabhängig. Natürlich. Klare Kante.“ dazu an: