Diabetes Spätschäden und Folgen

Die Diabetische Makroangiopathie

Die Diabetische Makroangiopathie ist eine Folgeerkrankung, die sich bei Menschen mit Diabetes mellitus zeigt (= Sekundärerkrankung). Hauptsächlich ist der Diabetiker vom Typ 2 betroffen.

Bei der Makroangiopathie sind die großen und mittleren Blutgefäße des Organismus durch arteriosklerotische Veränderungen geschädigt, wodurch lebensbedrohliche Situationen entstehen können. Nicht immer tritt die Makroangiopathie erst im späteren Verlauf eines Diabetes auf, die Anzeichen lassen sich auch bereits im subklinischen Stadium (bevor sichere Zeichen für die Zuckerkrankheit zu sehen sind) feststellen.

Neben einem andauernd erhöhten Blutzucker fördern vor allem Cholesterin, falsche Ernährungsgewohnheiten, ein erhöhter Blutdruck, Adipositas und der Genuss von Nikotin die Ablagerungen in den Gefäßen. Sie sind eine Folge des metabolischen Syndroms. Die gebildeten Plaques setzen sich aus den übermäßigen Komponenten (Zucker, Cholesterin, Fett) zusammen und verengen das Gefäß. Hierdurch verlangsamt sich der Blutfluss, die Versorgung mit lebensnotwendigen Nährstoffen und Sauerstoff ist reduziert, was zu Störungen an Geweben und Organen führt.

Die sich aus einer diabetischen Makroangiopathie entwickelnden Erkrankungen sind begünstigen einen Herzinfarkt, Schlaganfall, die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) an den Beinen sowie die koronare Herzkrankheit (KHK).

Die KHK gilt als führende Todesursache eines Diabetes. Hierbei erhält der Herzmuskel nicht mehr ausreichend Sauerstoff und stirbt ab. Die für eine KHK typischen Symptome einer Angina pectoris fehlen meist beim Diabetiker (= stumme Myokardischämie), die Störung gilt aber unverändert als Vorbote eines Herzinfarktes.

Bei gut zwölf Prozent aller Diabetiker lassen sich zerebrale Durchblutungsstörungen (im Gehirn) nachweisen. Hier drohen Hirninfarkte in Form einer TIA (transischämische Attacke) oder eines Schlaganfalls.

Im Bereich der Beine zeigt sich das klassische Bild der pAVK. Das Gehen ist erschwert, schmerzhaft und mühsam. Kennzeichen sind häufiges Stehenbleiben und Laufen nur kurzer Distanzen (Schaufenstergang = Claudicatio intermittens). Im Verlauf kommt es zu weiteren Einschränkungen der Durchblutung mit abgeschwächtem Puls, kalten und weißen Beinen, Verlust von Muskelmasse und Sensibilitätsstörungen bis hin zur Taubheit. Zuletzt wird das Gewebe durch die Mangelversorgung geschädigt, es drohen Ulcus cruris und der Verlust der betroffenen Region.

Die verschiedenen Störungen lassen sich durch eine ausgedehnte Diagnostik rasch erkennen, jedoch meist in ihrer Symptomatik nur lindern und nicht aufhalten.

Neben Anamnese und Inspektion wird vor allem das Blutbild ausgewertet (Blutzucker, Enzyme, Entzündungswerte). Der gestörte Blutfluss lässt sich anhand einer Szintigraphie darstellen, zum Teil können auch im Rahmen einer Herzkatheteruntersuchung Plaques beseitigt werden. Die Sonographie stellt die Beschaffenheit von Organen und Gefäßen dar (z.B. Ultraschall der Karotiden). Daneben werden auch der Blutdruck und die Hirndurchblutung kontrolliert.

Die wichtigste Diabetes Therapie zur Vermeidung oder Verzögerung von Makroangiopathien ist ein gut eingestellter Blutzucker.

Daneben kann eine ausgewogene, gesunde, fett- und kohlenhydratreduzierte Ernährung die Bildung von Plaques vermeiden bzw. verlangsamen. Auch die Reduktion des Körpergewichts dient der Behandlung.

Durch Lösen von Plaques (medikamentös oder operativ), Gefäßprothesen oder den Einsatz eines Stents kann die Zirkulation auch peripherer Körperregionen aufrecht erhalten werden. Die Regulierung des Blutdrucks ist ebenfalls wichtig.

Hautveränderungen (Diabetischer Fuss) und weitere Gewebeveränderungen bedürfen weiterer Maßnahmen.

Startseite
Diabetes Risikofaktoren - Ingnoranz ist eine Katastrophe
Was Tun bei der Zuckerkrankheit?
Diabetes Symptome
Diabetes 1 - Fakten zu Diabetes Typ I
Diabetes 2 - Fakten zu Diabetes Typ II
Diabetes Risikofaktoren: "Das metabolische Syndrom"
Diabetes: Ernährung und Bewegung
Diabetes: Berufliche Einschränkungen? Schwerbehindertenausweis & Frühverrentung?
Insulinresistenz und Diabetes Risikotest | Der Standl-Biermann-Score
Insulinresistenz
Lada Diabetes - Diabetes Typ 1A
Mody Diabetes - Diabetes Typ 3
Ursachen bei Diabetes Typ 2
Diabetes Spätschäden und Folgen von Diabetes Mellitus
Auge - Diabetische Retinopathie
Fuss - Diabetisches Fußsyndrom
Gefäße - Diabetische Makroangiopathie
Nerven - Diabetische Neuropathie
Nieren - Die diabetische Nephropathie
Ernährung bei Diabetes
Gesunde Diabetiker-Ernährung
Lebensmittel für Diabetiker
Blutzuckerspiegel bei Diabetes: Langkettige Kohlenhydrate helfen
Diabetes Typ 2: 9 Tips für die Richtige Ernährung
Diabetes Test
Diabetes-Bluttest: die Nüchternuntersuchung
Die Blutzuckerwerte
Der orale Glucosetoleranztest
Die Urin-Untersuchung
Der HbAIc-Wert [auch HbA1c]
Sport bei Zuckerkrankheit und Diabetes
Verbrennen Sie einfach Ihren Blutzucker
Vermehren Sie Ihre Insulin-Rezeptoren
Diabetes Medikamente bei Sport
Diabetes Therapie
Diabetes Mellitus Typ 1 - Schulmedizinische Therapieoptionen
Diabetes mellitus Typ 2 - Schulmedizinische Therapieoptionen
Diabetes mellitus Typ 2: Wann helfen Antidiabetika Tabletten?
Diabetes Insulintherapie
Diabetes Tabletten - Eine Notlösung
Insulin spritzen: Richtig spritzen bei Diabetes
Insulin Pen und Insulin Spritze - Wichtige Tips
Vitamine in der Diabetes Therapie
Vitamin B1 bei Diabetes und Herzinsuffizienz
Chrom bei Diabetes mellitus
Heilpflanzen bei Diabetes: Ginkgo, Artischocke, Ingwer und Goldrute
Diabetichron: Banabablätter - Liponsäure - Chrom - Magnesium und mehr gegen Diabetes
Diabetes Symptome und Management
Unterzuckerung erkennen
Schwangerschaftsdiabetes
Insulin-Mangel kann auch zur Überzuckerung führen
Vergessene Medikamente lassen Ihren Blutzuckerspiegel steigen
Verbände & Selbsthilfegruppen