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Menschen, die an einer Diabetes leiden, haben grundsätzlich die Möglichkeit, jeden Beruf zu erlernen und auszuüben, den sie möchten.

Einschränkungen, die ihre Berufswahl betrifft, ergeben sich ausschließlich aus dem § 5 des Arbeitsschutzgesetzes, in dem es heißt , dass…

  1. „Der Arbeitgeber (…) durch eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdung zu ermitteln [hat], welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind.
  2. Der Arbeitgeber hat die Beurteilung je nach Art der Tätigkeiten vorzunehmen. Bei gleichartigen Arbeitsbedingungen ist die Beurteilung eines Arbeitsplatzes oder einer Tätigkeit ausreichend.
  3. Eine Gefährdung kann sich insbesondere ergeben durch:

1. die Gestaltung und die Einrichtung der Arbeitsstätte und des Arbeitsplatzes

2. physikalische, chemische und biologische Einwirkungen

3. die Gestaltung, die Auswahl und den Einsatz von Arbeitsmitteln, insbesondere von Arbeitsstoffen, Maschinen, Geräten und Anlagen sowie den Umgang damit

4.die Gestaltung von Arbeits- und Fertigungsverfahren, Arbeitsabläufen und Arbeitszeit und deren Zusammenwirken

5.unzureichende Qualifikation und Unterweisung der Beschäftigten.“ ( § 5 ArbSchG).

Bei Diabeteserkrankten muss zwischen krankheitsspezifischen und tätigkeitsspezifischen Risiken unterschieden werden.

Krankheitsspezifische Risiken sind hierbei Folgen einer Hypoglykämie (Unterzuckerung), die zu einer Fremd- oder Selbstgefährdung führen können, sowie das Auftreten weiterer Sekundär- oder Folgeerkrankungen.

Bei einer Unterzuckerung kann insbesondere in Tätigkeitsbereichen, denen Überwachungsfunktionen mit Verantwortlichkeit für das Leben anderer angegliedert sind oder die an sich eine Gefahr bergen (Feuerwehrmann, Kampfpilot usw.) eine Gefährdung auftreten.

Unter tätigkeitsspezifischen Risiken sind zum Beispiel die Beeinträchtigungen zu nennen, die sich durch die Symptome der Stoffwechselerkrankung Diabetes ergeben.

So können Betroffene einem unstrukturierten Tagesablaufes oder einer just-in-time Belastungen nicht gewachsen sein. Auch sollten Tätigkeiten nicht verrichtet werden, die begünstigende Auswirkungen auf das Auftreten von chronischen oder akuten Folgeerkrankungen des Diabetes haben, wie zum Beispiel Taucharbeiten etc.

Für Diabetiker ungeeignet sind alle Berufe, die einen schwer planbaren Tagesablauf enthalten, da hier die notwendigen regelmäßigen Essenszeiten meist nicht eingehalten werden können. Auch Berufe, die mit einer starken körperlichen Belastung einhergehen oder in Wechselschichten verrichtet werden müssen, sind für Diabetiker nicht gesundheitsförderlich.

Es ist jedoch nicht unmöglich, trotz der Erkrankung diese Berufe auszuüben. Hierzu muss sich der Betroffene sehr gut schulen und beraten lassen und gleichzeitig über ein Höchstmaß an Selbstdisziplin (tägliche Stoffwechselselbstkontrolle) verfügen. Zudem ist es wichtig, dass der Betroffene selbst erkennen kann, wann eine Hypoglykämie droht. Und auch die Kollegen, die mit einem an Diabetes mellitus Erkrankten zusammenarbeiten, müssen über die Erkrankung informiert werden, um bei einer plötzlich auftretenden hypoglykämischen Stoffwechselentgleisung die richtigen Hilfsmaßnahmen ergreifen zu können.

Jedoch treten nur ca. 15% dieser Unterzuckerungen im Berufsumfeld auf, die restlichen zu Hause oder woanders. Zudem können die meisten Hypoglykämien, da sie nur leicht sind, vom Diabetiker eigenständig behoben werden; nur bei 12 % der Fälle ist das Eingreifen Fremder notwendig.

Diabetes und Schwerbehindertenausweis

Wenn bis 2010 ein Diabetiker einen Schwerbehindertenausweis mit einem Grad über 50% erhalten möchte, muss er nachweisen können, dass sich in seinem Falle der Diabetes nur sehr schwer einstellen ließ und daher das Risiko einer Hypoglykämie überdurchschnittlich hoch war. Durch eine Änderung der „zweiten Verordnung zur Veränderung der Versorgungsmedizinverordnung“ ist nun nicht mehr die Schwere des Diabetes, sondern der damit verbundene Therapieaufwand entscheidend.

Nach den neuen Richtlinien ist derjenige Diabetiker als „gravierend in der Lebensführung eingeschränkt“ zu betrachten, der seinen Blutzuckerspiegel eigenständig misst und mindestens viermal täglich Insulin injizieren muss.

Und diese Einschränkung reicht aus, um als schwebehindert zu gelten. Um jedoch die Anerkennung zu bekommen, muss der Betroffene seine Blutzuckermessungen und Injektionen über mehrere Wochen dokumentieren und Insulindosen individuell anpassen.

Diabetiker profitieren meist von der Anerkennung als Schwerbehinderte, müssen jedoch bedenken, dass es auch Nachteile haben kann. So ist ein Arbeitnehmer verpflichtet, seine Arbeitgeber über die Schwerbehinderung zu informieren. Insbesondere bei Berufsanfängern kann dies zu Verunsicherungen führen. Jeder Betroffene sollte daher abwägen, ob ein Schwerbehindertenausweis für ihn sinnvoll und frei von Stigmatisierung ist.

Frühverrentung bei Diabetes

Aufgrund einer Diabeteserkrankung und deren Folge- und/oder Sekundärerkrankungen gehen immer mehr Menschen frühzeitig in die Rente.

Die Kosten für die Frühverrentung von Diabetiker betrugen deutschlandweit 2011 7,7 Milliarden EUR. Damit ist der Diabetes mellitus die teuerste Erkrankung der Industriestaaten und jährlich steigt die Zahl der Erkrankungen alarmierend.

Mehr zum Thema: Diabetes Therapie – Insulintherapie – Diabetes Folgen

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Diabetes vom Typ 2 bricht aufgrund von äußeren Faktoren aus.

Die schon genannten Beschleuniger dieser Krankheit sind Bewegungsmangel, aber vor allem Übergewicht. Bis auf das Zehnfache steigt das Krankheitsrisiko, wenn Sie schon 5 bis 10 Kilo zu viel mit sich herumschleppen.

Ihr Körper kann auch bei Übergewicht noch genügend Insulin produzieren. Aber bei verfetteten Muskeln und Zellen hat es das Insulin schwer, seine Arbeit zu verrichten.

Die Fettzellen geben Resistin ins Blut ab. Dies ist ein Hormon, das erst vor kurzer Zeit entdeckt worden ist. Dieses Hormon senkt die Körperreaktionen auf das von der Bauchspeicheldrüse produzierte Insulin. Ihre Zellen benötigen mehr Insulin, um der Glucose die „Tür zu öffnen”. Auf Dauer gesehen muss Ihre Bauchspeicheldrüse mehr und mehr Insulin freisetzen. Das geht einige Zeit ganz gut. Dann aber sind irgendwann die Drüsen in der Bauchspeicheldrüse, die das Insulin produzieren, erschöpft. Es kann kein Insulin mehr produziert werden.

Neben dieser Insulin-Resistenz gibt es auch die gestörte Insulin-Freisetzung. Diese tritt auf, wenn Sie eine genetische Vorbelastung für Diabetes haben, wenn also in Ihrer Familie schon Fälle von Diabetes, egal ob Typ 1 oder 2, aufgetreten sind. Dann sind Ihre Blut-zuckerwerte zwar normal hoch, trotzdem reagiert Ihr Körper nur wenig auf Insulin. Hinzu kommt in diesem Fall, dass die Insulin-Ausschüttung aus der Bauchspeicheldrüse gestört ist.

Normalerweise wird sehr schnell nach den Mahlzeiten Insulin ausgeschüttet, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Diese Ausschüttung ist dann zeitlich verzögert mit der Folge, dass der Blutzuckerspiegel lange Zeit zu hoch bleibt.

Die Glucose wird nicht mehr von den Zellen aufgenommen, sondern mit dem Urin ausgeschieden. Ihren Zellen steht dadurch kein Hilfsmittel zur Energiegewinnung mehr zur Verfügung.

Mehr zum Thema: Diabetes Folgen – Diabetes Ernährung – Diabetes Test – Blutzuckerwerte

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Prädiabetes ist das Vorläuferstadium von Diabetes Mellitus. Es handelt sich hier um eine Art „Grauzone“ mit erhöhten Nüchternblutzuckerwerten und möglicherweise einigen Symptomen, die später bei einem manifesten Diabetes üblich sind.

Prädiabetes gilt noch nicht als Krankheit. Vielmehr beurteilt die Schulmedizin Prädiabetes als einen Risikofaktor für Diabetes und kardiovaskuläre Erkrankungen.

Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen Prädiabetes und Adipositas, sowie veränderten Blutfettwerten, erniedrigtem HDL-Cholesterin und Bluthochdruck. Dies alles sind typische Charakteristika für ein metabolisches Syndrom, die in diesem Stadium noch weitestgehend ohne Symptome verlaufen mit Ausnahme eines mäßig erhöhten Blutzuckerwerts.

Neben mäßig erhöhten, aber unphysiologischen Nüchternblutzuckerwerten gibt es einen 2. Parameter für Prädiabetes. Und das ist eine gestörte Glukosetoleranz. Dies bedeutet, dass die Blutzuckerwerte über den Tag gemessen Abweichungen vom normalen Verlauf aufweisen. Dies können auch erste Zeichen für eine Insulinresistenz sein, die ein zentrales Merkmal für einen Typ-2-Diabetes ist.

Laut WHO liegt ein normaler Nüchternblutzucker unter 110 mg/dl. Nüchternwerte zwischen 110 und 126 mg/dl gelten als „abnorme Nüchternglukose und gestörte Glukosetoleranz“. Ab 126 mg/dl beginnt der Diabetes. Diese Kriterien stammen aus dem Jahr 2006.
Zum Vergleich Blutzuckerwerte aus den Leitlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft, Stand Dezember 2012.

Die deutschen Diabetologen befinden, dass ein unauffälliger Wert unter 100 mg/dl liegen muss. Werte zwischen 100 und 126 definieren Prädiabetes. Und Werte von >126 mg/dl entsprechen Diabetes.

Eine weitere bestimmende Größe ist das HbA1c. Diese Sonderform des Hämoglobins wird auch als „Blutzuckergedächtnis“ bezeichnet. Es handelt sich hier um Hämoglobin, das aufgrund der Glukose im Blut glykiert wird. Glykierung oder Glykation ist eine Reaktion von Kohlehydraten, in diesem Fall Glukose, mit Lipiden, Proteinen, in diesem Fall Hämoglobin, etc., die ohne die Beteiligung von Enzymen abläuft.

Die daraus entstehenden Verbindungen sind in der Regel unphysiologisch bis hin zu gesundheitsschädigend (AGEs). Proteine und Lipide sind nach einer solchen Glykierung biologisch unbrauchbar (Schlacken). So auch das Hämoglobin, das durch die Glukose zu HbA1c „verwandelt wird“.

Und weil hohe Konzentrationen von Glukose über einen längeren Zeitraum zu einem entsprechenden Ausmaß an Glykierung von Hämoglobin führen, eignet sich das HbA1c als Messwert für einen Langzeitverlauf der Glukosewerte.

Auch hier, wie sollte es anders sein, gibt es Grenzwertbestimmungen. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft betrachtet einen Wert von größer oder gleich 6,5 Prozent HbA1c als Diabetes. Ein Wert von weniger als 5,7 Prozent gilt als normal. Die Werte zwischen 5,7 und 6,5 Prozent HbA1c würden somit den Bereich Prädiabetes abdecken.

Prädiabetes verläuft in der Regel ohne Symptome. Das einzige „Symptom“ ist ein etwas zu hoher Blutzuckerwert. Patienten, bei denen ein Prädiabetes diagnostiziert worden ist (obwohl er keine Erkrankung im eigentlichen Sinne ist), sollten auf typische Symptome eines Typ-2-Diabetes achten.

Dies sind vermehrter Hunger, Gewichtszunahme und starke Gewichtsabnahme, Fatigue, Schwächegefühl, verschwommenes Sehen, schlecht heilende Wunden, dauerhaftes Kribbelgefühl in Fingern und Zehen beziehungsweise Taubheitsgefühl, häufige Infektionen von Gaumen, Haut, Vagina und Blase, und ein hoher BMI.

Diese Symptome sind, wie gesagt, keine Symptome eines Prädiabetes. Ihr Auftauchen signalisiert vielmehr, dass der Betroffene jetzt nicht mehr prädiabetisch ist, sondern sein Zustand sich in einen behandlungsbedürftigen Typ-2-Diabetes ausgeweitet hat.

Die Schlacht um die Ursachen

Die Schulmedizin erklärt gerne einen genetischen Zusammenhang als eine Ursache, vielleicht sogar die wichtigste Ursache, für Diabetes und Prädiabetes. Es gibt Zwillingsstudien, die gezeigt haben, dass Diabetes zu 90 bis 100 Prozent bei beiden eineiigen Zwillingen entsteht, was auf die identische genetische Basis hinweisen für die Erkrankung hinweisen soll.

Solche Erklärungen sind, dem Niveau der Schulmedizin entsprechend, vollkommen am Augenschein verhaftet. Denn eine genetische Basis für Diabetes und Prädiabetes wäre bei Zwillingsstudien nur dann gegeben, wenn alle Umwelteinflüsse und Ernährungsgewohnheiten für die Zwillinge unterschiedlich ausfielen.

Das heißt mit anderen Worten, dass die gleiche Ernährungsgewohnheit, die gleiche Umwelt, und so weiter bei den diabetischen Zwillingen ebenso als Ursache angesehen werden kann wie ihre Gene. Um dies festzustellen, müssten eineiige Zwillinge getrennt leben, unter vollkommen unterschiedlichen Bedingungen.

Erst wenn diese Umweltbedingungen ausgeschaltet sind und sich dann immer noch eine 90 bis 100-prozentige Inzidenz ergibt, dann sind genetische Grundlagen sehr wahrscheinlich. Aber solche Studien gibt es meines Wissens nicht.

Aber solche Behauptungen haben natürlich auch ihr Gutes. Wer den genetischen Glaubensgrundsatz sich zu eigen macht, der sieht Diabetes als etwas Unausweichliches, als etwas Schicksalhaftes, mit dem sich ja nahe Familienangehörige auch schon auseinandersetzen mussten.

Eine solche Einstellung weigert sich natürlich die wahren Ursachen zu sehen und zu benennen. Denn das könnte eine unangenehme Wahrheit aufdecken. Und diese Wahrheit heißt, dass die Genetik nur eine untergeordnete Rolle spielt, dafür aber Umweltfaktoren, die absolut vermeidbar wären, diese Erkrankung begünstigen.

Um welche Umweltfaktoren es sich hier handelt, und warum kaum jemand Interesse hat, diese so zu verändern oder abzuschaffen, dass die Wahrscheinlichkeit für Diabetes gesenkt wird, dass erkläre ich im Folgenden.

Statine – Cholesterinsenker

Ich beginne mit einer Ursache, die sehr vermeidbar ist, deren Stellenwert aber durch die Schulmedizin permanent heruntergespielt wird. Und das sind Medikamente, die Diabetes verursachen beziehungsweise begünstigen. Eines dieser Medikamente sind die Statine.

Statine werden in zunehmendem Maße verordnet, da es laut schulmedizinischen Dogma gilt, dass böse Cholesterin aus den Körpern der Patienten zu verscheuchen. Wie sehr das Thema Statine und Diabetes hinter verschlossenen Türen und in „Expertenkreisen“ diskutiert wird, zeigt ein Beitrag des „Web MD“ mit dem Titel (übersetzt): Können Statine das Diabetesrisiko erhöhen?

Denn die unschöne Antwort lautet: Je nach Substanz ergibt sich ein erhöhtes Risiko für Diabetes von 10-30 Prozent. Wäre Diabetes genetisch bedingt, würde es solche Zahlen nicht geben. Anders herum: Wer immer noch an die Genetik glaubt, kann diesen Zahlen keinen Glauben schenken. Selbstverständlich wird in diesem Artikel die Studie, die diese Ergebnisse produzierte, sofort von den „Experten“ kritisiert und abgelehnt.

Und das zum Leidwesen jener Statine, die gezeigt hatten, dass sie das Risiko für Diabetes sogar senken konnten.

2014 veröffentlicht der „Web MD“ einen weiteren Artikel zu diesem Thema. Eine weitere Studie wird hier zitiert, die feststellt, dass Statine zu Gewichtszunahme und erhöhten Blutzuckerwerten führt. Die Autoren sahen hier ein höheres Risiko für Diabetes von 12 Prozent und eine durchschnittliche Gewichtszunahme von einem Viertel Kilogramm.

Was danach folgt, das kann man einfach nur noch als phänomenal bezeichnen. Trotz des erhöhten Risikos für Diabetes hält die Schulmedizin an der Gabe von Statinen fest (besonders die Kardiologen unter ihnen). Begründung: Statine schützen vor koronarer Herzkrankheit. Da ist Diabetes das geringere Übel. Dabei dachte ich immer, dass Diabetes ein Risikofaktor für koronare Herzkrankheit ist (Statine schützen also vor KHK indem sie das Risiko dafür erhöhen?).

Lösung des Dilemmas durch einen überraschenden Vorschlag seitens der Schulmediziner: Wenn durch Statine das Risiko für Diabetes erhöht wird, dann lässt sich dieses Risiko durch Veränderung von Ernährung und Lebensstil beseitigen.
Dieser Vorschlag ist deswegen so phänomenal, weil er 1. das Zugeständnis macht, dass durch diese Maßnahmen Diabetes beeinflussbar ist.

Und 2. sollen jetzt Ernährungsumstellung und Änderung des Lebensstils dafür Sorge tragen, dass der Patient weiterhin sein Statin einnehmen kann, ohne dass er diese bedenkliche Nebenwirkung erdulden muss. Damit bleibt der Patient durch eigene Bemühungen weiterhin zahlender Kunde von Arzt und Pharmaindustrie, und die Schulmedizin kann weiterhin behaupten, dass Statine extrem gut verträglich sind.

In den USA geht man inzwischen sogar so weit, dass die amerikanischen Dachverbände für Diabetologen und Kardiologen zusammen Leitlinien entworfen haben, die alle Diabetiker im Alter von 40 Jahren und darüber mandatorisch auf Statine eingestellt sehen wollen (Statins for Patients With Diabetes: ADA).

Zwischenfazit: Bei einem solch wirren Konzept in der Behandlung von Diabetes ist es nicht verwunderlich, wenn Prä-Diabetiker durch solche Medikationen in einen fulminanten Diabetes getrieben werden. Es ist sogar anzunehmen, dass die Zahl der zunehmenden Diabetikerfälle auch auf diese Praxis zurückzuführen ist. Besonders „beeindruckend“ ist, die Veränderung von Lebensstil und Ernährungsgewohnheiten als Mittel der letzten Wahl anzusehen.

Oder mit anderen Worten: Wenn alles nichts mehr hilft, dann dürfen mal die alternativen Konzepte ran. Warum auch nicht, wenn die sonst so verteufelten und „nicht evidenzbasierten“ alternativen Behandlungsformen das eigene Geschäft sichern helfen… Denn auch bei dieser überraschenden Empfehlung geht es nicht um den Patienten und seine Gesundheit, sondern um die Rechtfertigung einer fragwürdigen Praxis und damit um das Geschäft mit der Gesundheit.

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Prädiabetes und andere Triggerfaktoren

Statine sind mit Sicherheit nicht der wichtigste Faktor, und schon gar nicht der alleinige Faktor, der Prädiabetes und Diabetes begünstigt. Sie können aber zu einem solchen werden, wenn man als Patient an solche dogmengläubigen Schulmediziner gerät. Bevor dies der Fall ist, gibt es eine Reihe von anderen Faktoren, die hier einen ungünstigen Einfluss ausüben und zu Prädiabetes führen können.

Eine neue Studie von 2017 (Physical Activity and Abnormal Blood Glucose Among Healthy Weight Adults.) analysierte eine zuvor gemachte Umfrage mit 1153 gesunden Teilnehmern auf HbA1c-Werte und körperliche Aktivitäten. Die Autoren ermittelten, dass Teilnehmer mit körperlichen Aktivitäten von weniger als 30 Minuten in der Woche eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen erhöhten HbA1c-Wert von über 5,7 Prozent hatten als Teilnehmer mit mehr körperlicher Aktivität. Von allen als inaktiv bewerteten Teilnehmern, älter als 20 Jahre, war 1/4 prädiabetisch oder Diabetiker. Eine Analyse der inaktiven Teilnehmer im Alter von über 40 Jahren ließ diesen Prozentsatz auf 40 Prozent ansteigen.

Die Autoren vermuteten daher, dass Leute, die die meiste Zeit ihres Lebens im Sitzen verbringen, trotz normalen Gewichts metabolische Veränderungen aufweisen, die sonst nur typisch für Übergewichtige sind. Daher ist der Blick auf die Waage nicht unbedingt ein Grund zur Beruhigung. Denn langes Sitzen scheint hier einen schädigenden Einfluss auszuüben, der dem des Rauchens und/oder Übergewichts nahekommt. Von daher ist es wichtig, langfristiges Sitzen zu vermeiden oder durch häufiges Aufstehen zu unterbrechen (aber nicht aufstehen, um draußen zu rauchen, was ähnlich verrückt wäre wie mit Diabetes fördernden Statinen Diabetiker vor kardiovaskulären Problemen zu schützen).

Damit hätten die Autoren ein weiteres Argument gefunden für einen Lebensstil, der ein gewisses Quantum an körperlichen Aktivitäten beinhaltet. Dieser Lebensstil sollte aber nicht erst dann zum Einsatz kommen, wenn der Arzt dem Patienten ein Statin verschreibt, weil dieser Diabetes hat, und damit die Nebenwirkungen des Statins kaschieren hilft. Wenn es auch fraglich ist, ob Sport oder andere körperliche Aktivitäten beim Abnehmen nachhaltig helfen können, so scheint es außer Frage zu stehen, dass sie positive Einflüsse auf den Metabolismus des Organismus ausüben und somit zu seiner Gesunderhaltung beitragen. Denn auch schlanke und normalgewichtige Personen können an einem metabolischen Syndrom leiden. Metabolisches Syndrom und Übergewicht sind nicht unbedingt Synonyme.

In den USA sind inzwischen rund 1/3 aller Amerikaner übergewichtig oder adipös. 50 Prozent davon leiden unter Prädiabetes oder Diabetes. Und 1/3 unter Bluthochdruck. Laut Aussagen von Professor Lustig leiden mindestens 50 Prozent aller Amerikaner unter irgendeiner Form von Insulinresistenz, gleichgültig ob übergewichtig oder normalgewichtig. Dies scheint der Grund dafür zu sein, dass die Zahl an Diabetesfällen im Verlauf der letzten 30-40 Jahre fast exponentiell angestiegen ist.

Dr. Lustig vermutet weiterhin das rund 80 Prozent der übergewichtigen Bevölkerung eine metabolische Erkrankung hat, mit einer Insulinresistenz, die sich in einer Reihe von Erkrankungen manifestiert, wie Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebserkrankungen und Demenz. Rund 20 Prozent der Populationen ist metabolisch gesund.

Auf der anderen Seite, so erklärt er, haben von 70 Prozent der Normalgewichtigen 40 Prozent eine Insulinresistenz bei Laboruntersuchungen und gleichzeitig Anzeichen eines metabolischen Syndroms. Auch diese Leute gehen in Richtung Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Demenz.

Die Prävalenz des metabolischen Syndroms ist unter normalgewichtigen Leuten nicht so groß im Vergleich zu übergewichtigen Leuten. Das Verhältnis liegt bei 40 Prozent zu 80 Prozent. Wenn man aber jetzt nachrechnet, und die Prozentzahlen auf die absoluten Zahlen der Bevölkerung umrechnet, dann gibt es mehr Kranke unter den „Dünnen“ als unter den „Dicken“. Professor Lustig führt diese Entwicklung auf den exzessiven Einsatz und Konsum von Zucker jeglicher Art zurück, im Zusammenspiel mit körperlicher Inaktivität.

Körperliche Aktivität ist für ihn die beste gesundheitliche Prophylaxe, die sich jeder selbst angedeihen lassen kann. Allerdings liegt das Augenmerk und die Beurteilung für den Erfolg körperlicher Aktivitäten nicht auf dem Aspekt der Gewichtsabnahme. Was körperliche Aktivität bewirken soll, das ist die Abnahme von viszeralem Fettgewebe und damit eine Reduktion des Bauchumfangs. Er sagt dazu: Die Leute verlieren hier Zentimeter, nicht Kilos. Und das Verlieren von Zentimetern im Bauchbereich bedeutet eine Verbesserung der metabolischen Gesundheit.

Wann bin ich ein Prädiabetiker?

Wie bereits weiter oben ausgeführt, kann ein Teil dieser Frage durch einen Bluttest beantwortet werden. Nüchternblutzuckerwerte und HbA1c sind hier durchaus aussagekräftig. Optimal ist natürlich eine tägliche Selbstkontrolle mithilfe eines Messgeräts für Blutglukose.

Noch besser ist die Messung der Nüchternwerte von Insulin. Diese sollten unter 5 liegen, besser noch unter 3 µIU/ml. Ein Nüchternwert für Blutzucker, der unter 100 mg/dl liegt, ist ein Zeichen dafür, dass noch keine Insulinresistenz vorliegt. Werte zwischen 100 und 126 legen jedoch diese Vermutung nahe und ergeben damit den Verdacht auf einen Prädiabetes. Eine Untersuchung des HbA1c-Werts kann diesen Verdacht erhärten.

Während in der Schulmedizin mehr Wert auf einen fast aussagelosen BMI gelegt wird, hat sich in mehr informierten Kreisen das Verhältnis von Bauchumfang zu Hüftumfang als ein relativ zuverlässiges Beurteilungskriterium erwiesen.

 Geschlecht  Ausgezeichnet  Gut  Durchschnitt  Risiko
 Männer  <0,85  0,85-0,89  0,90-0,95  >0,95
 Frauen  <0,75  0,75-0,79  0,80-0,86  >0,86

Der Wert wird ermittelt, in dem man Umfang von Hüfte und Taille misst und den Wert für die Taille durch den Wert für die Hüfte dividiert. Der Wert für die Hüfte wird sich im Wesentlichen kaum verändern, da die Knochenstruktur des Beckens weitestgehend konstant bleibt. Der Umfang der Taille jedoch verändert sich mit der Einlagerung von viszeralem und abdominalem Fettgewebe, was dann die unterschiedlichen Werte ergibt.

Finden Sie sich nach der Berechnung dieses Verhältnisses in der Rubrik „Risiko“ wieder, dann besteht zumindestens der Verdacht, dass hier ein Prädiabetes entstanden sein könnte. Umgekehrt, die Kategorie „ausgezeichnet“ und „gut“ gibt kaum Grund zu einer solchen Vermutung.

Diese Form der Risikoevaluierung ist wesentlich zuverlässiger als mithilfe des BMI. Beim BMI wird nicht mit in Betracht gezogen, wie viel Muskelmasse vorhanden ist. Und da Muskeln schwerer sind als Fett, hat jeder Bodybuilder einen BMI, der in die Kategorie „Notfall“ gehören würde. Das Hüft/Taille-Verhältnis dagegen macht Aussagen über die Akkumulation von Fetten im Bauchbereich und damit, wie viel viszerales Fett die inneren Organe umgibt, was ein Risikofaktor für Erkrankungen darstellt. Es ist auch ein potenter Indikator für eine Insulin- und Leptinresistenz, und damit für einen Prädiabetes oder Diabetes.

Was tun?

Die Antwort ist immer die Gleiche: Eine möglichst naturgerechte Ernährung, Vermeidung von Zucker, Konservierungsstoffen und den vielen anderen Sachen aus industriell gefertigten Nahrungsmitteln, ein guter Schlaf und ein Hobby, das die Freude an der Bewegung steigert.

Da wir ja von der Schulmedizin erfahren haben, dass die Änderung von Lebensstil und Ernährung die Nebenwirkungen von Statinen beseitigen kann, plädiere ich dafür, es sofort mit dieser Änderung zu versuchen und nicht auf die Statine zu warten. Sollten Sie aber schon unter Diabetes beziehungsweise Prädiabetes leiten, dann sind diese Änderungen umso wichtiger (auch um den Einsatz von Statinen zu vermeiden).

Mit oder ohne medikamentöse Therapie, vor allem beim Prädiabetes, wo in der Regel keine Medikamente zum Einsatz kommen, gibt es die Möglichkeit über Heilfasten das Krankheitsbild nachhaltig günstig zu beeinflussen.

Während das Heilfasten unter Umständen unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden muss oder sollte, und das auch nur zeitlich begrenzt, kann intermittierendes Fasten fast ohne qualifizierte Anleitung durchgeführt werden. Hierzu hatte ich auch diesen Beitrag verfasst: Intermittierendes Fasten. Diese Fastenform kann über einen langen Zeitraum durchgeführt werden, ist sehr variabel in der Durchführung und bringt als eine Form der Kalorienrestriktion gesundheitliche Vorteile gerade im metabolischen Bereich. Daher bietet sich dieses Fasten gerade für Prädiabetiker an.

Zum Leidwesen der Schulmedizin spielen Statine bei dieser Behandlungsform nicht einmal als Mittel der letzten Wahl eine Rolle. Aber wir wollen Patienten heilen und sie nicht fit machen, damit sie teure Cholesterinhemmer schlucken können.

Fazit

Prädiabetes ist etwas leicht Vermeidbares. Es wird zum Problem, wenn man sich auf das schulmedizinische Behandlungssystem einlässt, das seine Patienten zu Patienten macht durch die Gabe von fragwürdigen Medikamenten. Prädiabetes entsteht allerdings auch ohne das Dazutun der Schulmedizin, durch falsche Ernährung und einem massiven Zuwenig an körperlicher Bewegung.

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Unter einer Insulinresistenz versteht man eine Erkrankung, bei der die Insulinrezeptoren hauptsächlich der Fett-, Leber- und Muskelzellen und weiterer Zellen nicht mehr auf das von der Bauchspeicheldrüse produzierte Hormon Insulin reagieren.

Eine bestehende Insulinresistenz kann ursächlich für den Diabetes und auch die Adipositas sein.

Insulin – das Blutzuckerhormon

Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet und reguliert hauptsächlich den Blutzuckerspiegel. Das Hormon sorgt dafür, dass Glucose in die Körperzellen aufgenommen werden kann. Wenn mit der Nahrung Kohlehydrate aufgenommen werden, werden diese zu Glucose umgebaut und gelangen dann über den Darm ins Blut – der Blutzuckerspiegel steigt.

Um den Blutzuckerspiegel wieder zu senken und eine Überzuckerung des Blutes zu verhindern, schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus. Durch die Aufnahme von einfachen Kohlenhydratketten, wie sich beispielsweise in Weißbrot oder Zucker zu finden sind, steigt der Blutzuckerspiegel sehr schnell an und eine Menge Insulin muss schnellstmöglich ausgeschüttet werden.

Nachdem sich der Blutzuckerspiegel wieder normalisiert hat, sinkt auch der Insulinspiegel im Blut ab.

Insulin – Mehr als ein Zuckerregulator

Wie viele Hormone hat Insulin nicht nur eine einzige Aufgabe. Wissenschaftler des Max-Planck-Institutes für Stoffwechselforschung haben bei Versuchen mit Mäusen festgestellt, das das Hormon auch Gene aktiviert. Diese Gene sind für die Produktion der Desmosomen zuständig. Das sind Halte-Apparate zwischen den Zellen, die dem Gewebeverband Stabilität verleihen und in der Darmschleimhaut das Einsickern von Fremdstoffen in den Körper verhindern.

Auch Krankheitserreger werden durch diese kleinsten Barrieren vom Eindringen in den Körper abgehalten. Je weniger Desmosomen durch mangelnde Effizienz des Insulins vorhanden sind, desto durchlässiger wird der Darm. Dann entsteht das Leaky-Gut-Syndrom, der „löchrige Darm“, der ein Einfallstor für  allerhand krank machende Einflüsse darstellt.

Insulinresistenz – die Vorwarnstufe des Diabetes mellitus Typ II

Medizinisch Insulinresistenz wird diese Erkrankung auch als Prä-Diabetes bezeichnet, da sie häufig ein Vorbote einer Diabetes-Erkrankung ist.

Das erste Anzeichen, dass eine Insulinresistenz vorliegen könnte, ist ein ausgeprägter Umfang des Bauches; je größer der Bauchumfang, desto größer auch das Risiko einer Insulinresistenz und späteren Diabetes II Erkrankung. Nach dieser Inaugenscheinnahme kann der behandelnde Arzt den Blutzuckerspiegel im nüchternen Zustand bestimmen; liegt dieser höher als 99 – 126 mg/dl Blut, kann dies ein weiteres Indiz für eine Insulinresistenz sein. Typisch ist das Vorliegen leicht erhöhter Blutzuckerwerte und ein stark erhöhter Insulinwert. Meist verläuft die Prä- Diabetes symptomlos und wird so häufig nur zufällig bei einer Routineuntersuchung oder gar nicht entdeckt.

In manchen Fällen kommt es zu dunklen Flecken an Knie, Knöcheln, Ellenbogen, Nacken und Achselhöhlen – hier liegt dann eine ernste Form der Insulinresistenz, die Acanthosis nigricans vor.

Mehr zum Thema auf: Insulinresistenz und Diabetes Risikotest: Der Standl-Biermann-Score

Ursachen der Insulinresistenz

Auch wenn es noch keine konkreten Kenntnisse zu den Ursachen für die Entstehung der Insulinresistenz gibt, wird heute das Zusammentreffen verschiedener Faktoren verantwortlich gemacht. Ein Hauptteil macht die Ernährung aus. Werden große Mengen an zuckerhaltigen Nahrungsmittel und Getränken aufgenommen, die zudem noch nährstoffarm sind, begünstigt dies die Entstehung eines Prä- Diabetes.

Da der Zucker- und Insulinspiegel bei der oben beschriebenen Ernährung immer wieder stark steigen und abfallen, muss von der Bauchspeicheldrüse entsprechend viel Insulin her- und bereitgestellt werden.

Ist der Körper nun viele Jahrzehnte lang dieser Belastung mit Insulin ausgesetzt, kommt es in vielen Fällen zu einer Resistenzreaktion. Ein weiterer wichtiger Faktor, der die Entstehung einer Insulinresistenz begünstigt, die ein Mangel an Bewegung. Da in der heutigen Zeit die meisten Tätigkeiten sitzende ausgeführt werden, kommt dieser Faktor in der Regel zum Tragen. Kommt dann auch noch eine Adipositas (Fettleibigkeit) hinzu, ist die Wahrscheinlichkeit einer Insulinresistenz sehr groß.

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Insulinresistenz: Ist der Glykämische Index egal?

Der glykämische Index sagt aus, mit welcher Geschwindigkeit die Glukose aus einem Nahrungsmittel aufgenommen wird. Ist der glykämische Index hoch, treten kurzzeitig sehr hohe Blutzuckerwerte auf. Lange gingen Mediziner davon aus, dass eine Diät aus Nahrungsbestandteilen mit einem niedrigen glykämischen Index einen positiven Effekt auf den Stoffwechsel hat. Insbesondere solle eine derartige Diät die gefürchtete Insulinresistenz vermeiden helfen, so die gängige Ärztemeinung. Insulinresistenz bedeutet, dass die Gewebe auf Insulin kaum noch ansprechen.

Das Bauchspeicheldrüsen-Hormon veranlasst die Körperzellen zur Aufnahme des unverzichtbaren Basis-Brennstoffes. Reagieren die Zellen nicht mehr, entsteht ein Diabetes Typ 2. Doch auch bei einem Diabetes Typ 1 kann sich nach Jahren, oft Jahrzehnten, eine Insulinresistenz entwickeln. Nach Meinung der Ärzte sollte der glykämische Index aber nicht nur eine Rolle für die Ausprägung der Insulinresistenz spielen. Auch die Blutfett- und Cholesterinwerte, sowie Bluthochdruck könne die Diät im Zaum halten, glaubten die Mediziner.

Eine vom Journal of the American Medical Association (JAMA) in Auftrag gegebene Studie aus dem Jahr 2014 konnte diese Annahmen nicht bestätigen. Erstaunlicherweise bewirkte eine Diät aus Lebensmitteln mit niedrigem glykämischem Index genau das Gegenteil: Bei den Studienteilnehmern zeigte sich eine relative Insulinresistenz. In der Untersuchung spielte aber nicht nur der glykämische Index, sondern auch der absolute Kohlenhydratgehalt eine Rolle.

Enthält ein Nahrungsmittel viel Kohlenhydrate, ist nicht automatisch auch der glykämische Index hoch. Manche Obstsorten enthalten zwar viel Zucker, den der Körper jedoch relativ langsam aufnimmt und die daher einen niedrigen glykämischen Index haben. In der JAMA-Studie stellten die Wissenschaftler die Diät in 4 Stufen und wechselnden Kombinationen beider Werte (Kohlenhydratgehalt und glykämischem Index) zusammen.

Allerdings zeigte sich in der Studie, was schon in anderen Untersuchungen der letzten Jahre deutlich wurde: Lebensmittel mit hoher Absolut-Konzentration an Kohlenhydraten steigern die Insulinresistenz und beeinflussen auch andere Stoffwechsel-Parameter negativ. Dies ist auch der Fall, wenn der glykämische Index der Gesamtnahrung niedrig ist.

Entscheidender Faktor ist also der Kohlenhydratgehalt unserer Nahrung. Lediglich der Triglyzeridwert (Einfache Fette) sinkt unter dem Einfluss eines niedrigen glykämischen Index. Insgesamt aber sind es also kohlenhydratarme Diäten, die alle Blutfettwerte wie Cholesterin und auch den Blutdruck senken. Dabei können die reduzierten Kohlenhydrate auch durch Proteine und ungesättigte Fettsäuren ersetzt werden.

Präventive Maßnahmen

Um einer Insulinresistenz vorzubeugen oder diese zu heilen, ist Bewegung und Sport eine sehr wichtige Therapie. Diese sollte (je nach Fitnessstand), täglich ab 5 Minuten bis zu täglich 45 Minuten betrieben werden; Nordic Walking ist hier ein perfekter Einstieg.

Zudem sollte die Ernährung nachhaltig umgestellt werden, weg von Weißmehlprodukten und Zuckerüberschuss. Eine ausgewogene Ernährung mit Gemüse, Obst, (Vollkorn-)brot etc. können zu einer Verbesserung es Zustandes oder eine ganzheitliche Heilung der Insulinresistenz führen.

Durch die Steigerung der Muskelaktivität und einer ausreichenden Zufuhr von Mineralstoffen können die Insulinrezeptoren wieder aktiviert oder sogar neue hinzugewonnen werden.

In manchen Fällen kann die Gabe von organischen Mineralstoffkomplexen durch hochwertige Nahrungsergänzungsmittel hilfreich sein. Auf Rauchen und Alkohol sollte so weit wie möglich verzichtet werden. Und noch etwas, was ich für wichtig halte: Schlafprobleme sollten gelöst werden. Ein erholsamer Schlaf ist sehr wichtig.

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Bei Übergewicht ist im Hinblick auf das metabolische Syndrom (vor allem das bauchbetonte Übergewicht) gefährlich, denn es kommt nicht allein auf die Kilozahl an, sondern auch auf die Fettverteilung.

Fettzellen im Bauchraum und an den inneren Organen haben einen großen Einfluß auf den Kohlenhydratestoffwechsel. Zu viele Fettzellen in den genannten Bereichen können zu einem gestörten Fettstoffwechsel und der Zuckerkrankheit führen.

Als gefährdet gelten Männer mit einem Taillenumfang von über 94 cm und Frauen mit einem Taillenumfang von mehr als 80 cm.

Die einzeln Faktoren des metabolischen Syndroms verursachen keine Schmerzen und äußern sich nicht in akuten Symptomen, was zur Folge hat, dass die kritische Entwicklung oft zu spät bemerkt wird.

Dabei kann man, wenn man rechtzeitige Maßnahmen ergreift, viel zur Vorbeugung tun.

Sehr wichtig: eine ausgewogene, gesunde Ernährung bei Diabetes, die viel Gemüse, Obst und Kohlenhydrate enthält und wenig Fett, wenig Salz und Zucker. Auf Alkohol und Nikotin sollte man verzichten.

Ebenfalls betonen Experten immer wieder die Bedeutung von Bewegung und Sport bei Diabetes. Ein leichter Ausdauersport wie zum Beispiel Schimmen, Joggen oder Walking wird empfohlen, aber auch ein täglicher Spaziergang von fünfzehn Minuten ist schon sinnvoll. Wichtig ist bei der Bewegung die Regelmäßigkeit.

Eine Diabetes-Typ-2-Erkrankung entsteht nicht von heute auf morgen.

Zur Entwicklung und Entstehung einer Zuckerkrankheit gehören Risikofaktoren, die den Krankheitsverlauf beeinflussen. Diese Risikofaktoren, die die Entstehung von Diabetes beeinflussen, sind:

• erhöhter Blutdruck (über 130:80 mm/hg)
• hohe Blutfettwerte (über 150 mg/dl)
• hohe Blutzuckerwerte (über 140 mg/dl)
• Übergewicht (Body-Mass-Index über 30).

Diese vier Kriterien werden zusammengefasst als das Metabolische Syndrom bezeichnet. Je länger diese Faktoren bestehen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Diabetes entwickelt.

Die eigentlichen Risikofaktoren sind allerdings Bewegungsmangel und falsche Ernährung, denn dadurch wird das metabolische Syndrom erst begünstigt.

Beim Typ 1 Diabetes liegt vermutlich eine Autoimmunerkrankung vor, bei der sich die körpereigene Immunabwehr gegen die eigenen Zellen der Bauchspeicheldrüse richtet und diese zerstört.

Mehr zum Thema: Diabetes Folgen – Diabetes Ernährung – Diabetes Test

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Diabetes, die „Zuckerkrankheit”, wird eine der Geißeln unseres Jahrtausends werden: Schon jetzt leben in Deutschland rund 7,5 Millionen Menschen, die zuckerkrank sind – die Zahl der „heimlichen Diabetiker”, die von ihrer Krankheit noch nichts wissen, ist beinahe noch mal so hoch.

Jeder kann betroffen sein – aber jeder kann diese Krankheit auch vermeiden. Dabei werden zwei Typen der Zuckerkrankheit unterschieden: Der Diabetes 1 Typ und Diabetes 2 Typ.

Galt die Zuckerkrankheit immer als eine Krankheit, die erst Menschen im hohen Lebensalter getroffen hat, sollten Sie umdenken.

Auch wenn Sie noch jung sind: Sie könnten ebenfalls zuckerkrank sein.

Schuld daran ist unser Lebenswandel:

  • Zu wenig Bewegung und
  • eine ungesunde Ernährung mit zu viel Zucker, zu viel Weißmehl und zu viel Fett

Die hat dazu geführt, dass heute bereits Kinder an Diabetes-Typ-2, der Altersdiabetes (!!!), erkranken. Ich stelle fest, dass auch kaum noch jemand den Begriff Altersdiabetes benutzt.

In der gegenwärtigen Gesundheitsdiskussion spricht zwar noch niemand darüber, aber: wenn die Kosten für Insulinpräparate nicht enorm sinken, steht uns der nächste Super-Gau im Gesundheitswesen schon bevor.

Die Frage ist mal wieder: Was ist zu tun bei der Zuckerkrankheit?

Lassen Sie es mich mal so formulieren: Das Zuckerprodukte ungesund sind, weiß eigentlich jeder – oder? Dies wird den Zuckerkonsum aber nicht senken. Im Gegenteil, denn der steigt ja weiter an.

Selbst Eltern stopfen Ihre Kinder bedenkenlos mit allen möglichen Zuckergetränken und Süßigkeiten voll. Vollkornbrot und Müsli (ohne Zucker und Schokolade) ist für viele ein Fremdwort.

Auf dieser Webseite finden Sie viele Vorschläge und Informationen, wenn Sie zuckerkrank sind. Sie finden die Risikofaktoren für Diabetes, allgemeine Diabetes InformationenDiabetes Symptome und auch Informationen für eine wichtige ergänzende Diabetes Therapie.

Es muss also auch etwas in der Vorsorge getan werden.

Hierzu ein Vorschlag:

1. Eine Steuer auf alle zuckerhaltigen Produkte – so wie bei Alkohol und Tabakwaren auch.

Sie brauchen mir gar keine wutentbrannten emails zu schicken; ich ändere meine Meinung nicht. Im Internet bleibt Ihnen ja immer noch die Möglichkeit wegzuklicken (rechts oben ist das Kreuz 🙂

2. Mehr Sportunterricht in der Schule

Daran wird gespart – und wir ja auch nicht im „PISA-Test“ geprüft. Der Schulsport ist aber wichtig für Kinder und Jugendliche, die sich immer weniger bewegen. Für Menschen aller Altersklassen sollte Sport aber so selbstverständlich sein, wie lesen, schreiben, rechnen.

3. Ernährungskunde im Kindergarten und in der Grundschule

Hier wäre noch am ehesten eine Verhaltensänderung zu erreichen, denn die Kleinen sind wesentlich offener für neue Dinge. Gleichzeitig könnten die Kinder eine Bewusstseinsveränderung bei den Eltern erzeugen. Projekte wie zum Beispiel Klasse 2000 (die ich auch unterstütze) zeigen, dass es geht.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 24.1.2013 aktualisiert.

Im Gegensatz zur Altersdiabetes (Typ 2) ist Diabetes des Typ 1 eher ein „Jugend-Diabetes“.

Der Diabetes Typ I wird im Gegensatz zum sogenannten „Altersdiabetes“ (Diabetes Typ II) auch als „Jugend-Diabetes“ bezeichnet.

Der Diabetes Typ I tritt schon sehr früh, meist schon im Kindesalter auf. In Blutuntersuchungen kann man bei 92% der an Diabetes I Erkrankten Antikörper gegen das körpereigene Gewebe (genauer gegen die in der Bauchspeicheldrüse gebildeten Betazellen) feststellen. Diese werden vom eigenen Immunsystem zerstört. Damit wird die Bildung von Insulin verhindert.

Meist wird die Stoffwechselkrankheit Diabetes I erst erkannt, wenn schon ein Großteil (ungefähr 90%) der Zellen zerstört worden ist. In der modernen Medizin geht man davon aus, dass neben der genetischen Veranlagung bestimmte Erkrankungen (zum Beispiel Mumps, Masern, Röteln) zum Ausbruch des Diabetes Typ I führen.

Häufigkeit

Der Typ I des Diabetes mellitus ist die seltenere Form des Diabetes. Man geht davon aus, dass von der Gesamtzahl der Deutschen, die an Diabetes erkrankt sind, ca. 1/5 an dem Diabetes Typ I leidet.

In Deutschland sind aktuell ca. 25.000 Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren an einem Diabetes I erkrankt, das entspricht ungefähr 0,14% der deutschen Kinder und Jugendlichen.

Hierbei sind Jungen und Mädchen im gleichen Maße betroffen, über alle Altersklassen hinweg besteht eine geringfügige Mehrbelastung von Männern. Deutschlandweit erkranken jährlich geschätzt 2.000 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren an einem Diabetes mellitus Typ I. Das bedeutet statistisch gesehen, dass 1 von 450 Neugeborenen bis zum 15. Lebensjahr erkranken wird.

Entstehung

Wie bei jeder Autoimmunkrankheit treten auch bei Diabetes Typ I körpereigene Antikörper auf. Wie schnell sich aus diesen der Typ-I-Diabetes entwickelt, ist sehr unterschiedlich. Bei manchen Patienten dauert diese Entwicklung nur wenige Monate, bei anderen viele Jahre. Verantwortlich für die Geschwindigkeit scheint ein Zusammenspiel von Erbanlagen und Umweltfaktoren zu sein.

Auch die Darmflora scheint eine Rolle bei der Entstehung von Diabetes Typ I zu spielen. Im Tierversuch konnte festgestellt werden, dass eine Änderung der darmbesiedelnden Bakterien das Risiko verminderte, an Jugend-Diabetes zu erkranken. Von Bedeutung war dabei die Produktion von Testosteron, die durch bestimmte Bakterien gefördert wird. In Zukunft können diese Ergebnisse möglicherweise auch beim Menschen den Ausbruch der Krankheit verhindern oder die Behandlung verbessern.

Treten verschiedene Risikovarianten von Genen in bestimmten Kombinationen auf, beschleunigt dies die Entwicklung des Diabetes. Möglicherweise spielt auch die Art der Geburt eine Rolle: In einer umfangreichen Studie waren von den Kindern, deren Diabetes sich schnell entwickelte, überdurchschnittlich viele per Kaiserschnitt auf die Welt gekommen.

Mortalität

Der Diabetes Typ I ist zurzeit noch nicht heilbar. Aber die Behandlungsmöglichkeiten mit Insulin sind sehr gut, wobei die Therapie jedoch lebenslang durchgeführt werden muss.

Wie auch beim Typ II ist es für einen Diabetiker des Typ I lebenswichtig, seine Blutzuckerwerte optimal einzustellen. Nur so können akute Unterzuckerungen, aber auch die diabetischen Folgeerkrankungen verzögert oder vermieden werden. Wenn der Blutzucker gut eingestellt ist, ist die Lebenserwartung eines Diabetikers des Typ I um durchschnittlich sechs Jahren gegenüber einem Nichtdiabetiker verkürzt.

Dies liegt hauptsächlich an krankhaften Gefäßveränderungen, die eine Sekundärerscheinung der Zuckerkrankheit sind und zu Bluthochdruck, Schlaganfällen oder Herzinfarkten führen.

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Soziale Lage

Die soziale Lage, in der sich der an Diabetes Typ I Erkrankte befindet, spielt eine große Rolle, sowohl bei den Versorgungsangeboten als auch bei der Qualität der Versorgungsergebnisse. In Studien zeigte sich, dass Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Verhältnissen auch schlechter versorgt wurden. Hierbei ist nicht nur die medizinische Versorgung durch Ärzte etc. gemeint, sondern auch die Sorge der verantwortlichen Erziehungsberechtigten; Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Verhältnissen bekamen weniger Zugang zu Selbsthilfegruppen oder Diabetesschulungen.

Dabei ist insbesondere die Selbsthilfe in sehr hohem Maße und flächendeckend organisiert. Viele Eltern sind zusammen mit ihren erkrankten Kindern Mitglieder des BDKJ (Bundes diabetischer Kinder und Jugendlicher). Hier erhalten sie kostenfrei Beratung und Hilfe.

Kosten

Die Kosten für das Gesundheitssystem in Deutschland können nur geschätzt werden, da zum Diabetes mellitus verschiedene Folge- und Sekundärerkrankungen gehören, deren Behandlung auch Kosten verursacht.

Da jedoch nicht jeder Diabetiker in gleichem Maße an denselben Folge- und Sekundärerkrankungen leidet, kann hier nur eine Schätzung abgegeben werden. Außerdem wurden Studien in der Regel nur zu Betroffenen des Diabetes Typ II durchgeführt, die sich nicht direkt für Diabetiker des Typs I übertragen lassen. Man schätzt jedoch, das ca. 1% der Kosten für stationäre Behandlungen von Kindern und Jugendlichen für die Behandlung von Diabetikern des Typs I aufgewandt werden müssen. Grundsätzlich liegen die jährlichen auf eine Diabeteserkrankung bezogenen Behandlungskosten der Krankenversicherung bei 2.500 bis 2.700 EUR pro Jahr.

Hinzu kommen noch die Kosten für mögliche Komplikationen, die durchschnittlich 12.000 EUR pro Jahr und Erkrankten betragen. Dabei muss davon ausgegangen werden, dass beispielsweise eine Nierentransplantation ca. 39.000 EUR Kosten verursacht. Kosten für Medikamente schlagen zusätzlich mit ca. 1.000 EUR pro Kopf zu Buche.

Dabei macht die Gabe von Insulin nur einen geringen Teil der Kosten von Arzneimitteln aus. Einen viel größeren Anteil nehmen die Medikamente zur Behandlung der Folge- und Sekundärerkrankungen in Anspruch.

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Der Begriff des „Diabetes Typ-3“ ist vergleichsweise neu. Das schulmedizinische Verständnis geht von einer besonderen Art von Typ-1-Diabetes aus. Ein anderer Name ist auch Mody-Diabetes für: maturity-onset diabetes of the young.

Typ-1-Diabetiker sind nicht notwendigerweise übergewichtig. Das Gegenteil ist meist der Fall, da ihre Erkrankung auf einer kompletten Abschaltung der insulinproduzierenden Beta-Zellen beruht.

Auch das Phänomen der Insulinresistenz ist bei Typ-1-Diabetikern nicht vorhanden. Dies ist beim Diabetes Typ-2 gegeben, wo die Insulin-Rezeptoren der Körperzellen nicht richtig funktionieren. Es wird zwar genügend Insulin produziert, aber das Signal wird von den Zellen kaum wahrgenommen. Ein Typ-3-Diabetiker aber vereint Diabetes Typ-1 und Typ-2 und dessen Symptomatik miteinander. Inzwischen wird diese Form des Diabetes vermehrt als „Diabetes Typ-1,5“ bezeichnet.

Früher wurde dieser Typ dem Diabetes mellitus Typ II, zugeordnet, weil dieser nicht mit der Verabreichung von Insulin behandelt werden musste.

Korrekterweise gehört der Mody Diabetes zur Kategorie 3 (auch als Diabetes Typ 3) bezeichnet. Diese Typ-3-Kategorie wird in verschiedene Untergruppen  (A bis H) definiert. Die Mody-Variante gehört zur Kategorie 3 A.

Das Krankheitsbild des Mody Diabetes

Das Krankheitsbild des Mody-Diabetes tritt meistens bei Kindern und Jugendlichen auf und entwickelt sich bis etwa zum 25. Lebensjahr.

Das Gewicht der Betroffenen ist dabei normal. Da die Erkrankung eher langsam fortschreitet, ist auch eine Diagnose oft nicht sofort eindeutig zu erstellen. Von allen Diabetikern leiden ca. 7% unter einem Mody Diabetes.

Mody Diabetes ist dominant vererbbar. Meistens finden sich in einer Familie mehrere Fälle. Die Ursache für seine Entstehung ist eine Mutation in den Genen, die für den Glukosestoffwechsel zuständig sind.

Dabei wird die Sekretion des Insulins behindert, weil das zuständige Gen defekt ist. Bis jetzt wurden 6 Mutationstypen entdeckt, die für diese Insulinstörung verantwortlich sind.

Oft gehen mit diesem Typ des Diabetes Störungen in der Nierenfunktion, Veränderungen im Stoffwechsel der Lipide, Nierenzysten und Veränderungen der Genitalorgane einher. Einige Forscher führen auch die Entstehung der Alzheimer-Erkrankung auf MODY-Diabetes zurück und sprechen von einem „Gehirn-Diabetes“. Darauf weisen postmortale Untersuchungen am Menschen hin. Die Ergebnisse konnten mit Versuchen an lebenden Ratten bestätigt werden.

Durch eine Genuntersuchung lässt sich die Erkrankung feststellen und von anderen Typen der Diabetes abgrenzen.

Im Gegensatz zu den anderen Diabetestypen findet man bei Mody Diabetes keine Insulinautoantikörper im Blut. Die Körperzellen sprechen normal auf Insulin an.

Medikamente sind bei Mody Diabetes selten erforderlich

Als Therapie reicht es meistens aus, dass die an Mody Diabetes leidenden nach einer gezielten Diät leben und viel Bewegung haben.

Es wird eine Diät empfohlen, die wenig Kohlehydrate und viele Ballaststoffe beinhaltet. Ich rate dazu vor allem auch künstlichen Fruchtzucker strikt zu meiden, ebenso wie diese „Glukose-Fruktose-Sirup“-Gemische.

Körperliche Aktivitäten führen zu einem schnelleren Stoffwechsel und damit zu einem schnelleren Umsatz der im Blut befindlichen Glukose – das ist nichts Neues. Dabei gewinnen die Körperzellen ihre Fähigkeit zurück, Insulin aufzunehmen. Mit diesen relativ einfachen Mitteln lässt sich der Blutzuckerspiegel beim Typ 3 Diabetes gut kontrollieren.

Diabetes Medikamente, die den Blutzuckerspiegel gezielt absenken, sind in der Regel nicht notwendig – und von diesen Medikamenten halte ich auch nicht viel.

Allerdings gibt es Ausnahmen während einer Schwangerschaft. Beim Diabetes Typ 3 geht man von einer Risikoschwangerschaft aus, die in einigen Fällen auch mit der Gabe von Insulin behandelt werden muss.

Grundsätzlich ist eine konsequente, regelmäßige Kontrolle des Blutzuckerspiegels nötig, um gesundheitliche Folgeschäden auszuschließen: vor allem die Hypertonie (Bluthochdruck), und Lipidstörungen (Störungen im Bereich der Fettsäuren), sind Krankheiten, die oft in Verbindung mit Diabetes auftreten.

Aber Achtung: Gerade bei erhöhten Lipidwerten (u.a. Cholesterin) werden gerne Statine (Cholesterinsenker) verordnet. Bevor Sie diese nehmen, lesen Sie mein Buch dazu: Das Märchen vom bösen Cholesterin.

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Die Abkürzung LADA steht dabei für – Latent Autoimmune Diabetes with onset in Adults – d.h. es handelt sich um eine Diabetes-Art, die bei Erwachsenen auftritt und sich hinter Autoimmunreaktionen des Körpers „versteckt“.

Die Entdeckung dieser Krankheit gelang erst in jüngster Zeit, so dass die Ursachen sind bis heute nicht gänzlich geklärt sind. Ärzte vermuten jedoch, dass bisher unbekannte Faktoren, wie Umwelteinflüsse oder Viruserkrankungen, im menschlichen Körper das Immunsystem zur Bildung von Autoantikörpern anregen.

Diese Autoantikörper zerstören dann das körpereigene Insulin. Die Bauspeicheldrüse produziert ebenfalls nur eingeschränkt Insulin, da die das Hormon herstellenden Zellen langsam zerstört werden. Doch Insulin benötigt der Körper um den Zucker aus dem Blut aufzunehmen, und diesen als Energie frei zusetzen.

Diese Form der Diabetes tritt in der Regel bereits mit dem 30. Lebensjahr oder etwas früher auf, und ist durch einen schwächeren Verlauf als Diabetes mellitus (Typ 2) gekennzeichnet.

Deshalb ist sie auch unter dem Begriff Diabetes Typ 1,5 Typ bekannt.

Betroffene sind nicht wie oft angenommen nur übergewichtige Personen, sondern häufig Menschen mit Normalgewicht.

Sonstige Symptome einer Diabetes, wie Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen, sind ebenfalls nicht beobachtbar.

Auch ein gehäuftes Vorkommen von Diabetesfällen innerhalb der Familie lässt sich nicht bestätigen.

Zur Behandlung der Lada Diabetes werden geringe Mengen an Insulin zugeführt, meist in oraler Form. Zu Beginn der Krankheit ist dies aber nicht zwingend notwendig.

Im Lauf der folgenden Monate oder Jahre allerdings wird diese Maßnahme erforderlich, wobei jedoch bereits nach kurzer Zeit eine Diät, zusätzliche körperliche Betätigung und in Tablettenform aufgenommenes Insulin zur Behandlung nicht mehr ausreichen.

Ziel der Behandlung ist immer die Erreichung normaler Blutzuckerwerte. Dies dient dem Ausschluss möglicher Folgeerkrankungen.

Eine Heilung des Lada Diabetes ist nach dem heutigen Stand der Forschung nicht möglich. Ein erhöhtes Risiko an dieser Form der Diabetes zu erkranken, haben Personen, die schon einmal an einer Autoimmunerkrankung, beispielsweise der Schilddrüse, litten oder bei deren Verwandten ersten Grades eine solche Krankheit schon aufgetreten ist.

Von allen Erwachsenen bei denen eine Diabetes festgestellt wird, handelt es sich in 10% der Fälle um eine Lada Diabetes, die bei Menschen zwischen 25-35 Jahren allerdings häufiger auftritt, als in der Gruppe der über 55jährigen.

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